Hörsturzsendung über Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke – Ein für die meisten Jugendlichen sehr wichtiger Teil ihres Lebens. Und genau deswegen waren sie Thema in unserer Hörsturz-Sendung.

Zuerst haben wir uns genauer mit einem altbekannten und schon sehr lang populären sozialen Netzwerk beschäftigt: YouTube. Seit über zehn Jahren ist die Plattform nun schon für alle Welt geöffnet. Wir haben zurückgeblickt auf die Anfänge von YouTube. Wie entstand YouTube? Und worum ging es im ersten YouTube-Video? Außerdem haben wir uns in der Sendung noch mit der neuen YouTube-Funktion “YouTube-Heroes” beschäftigt. Was ist das genau?

Auch sehr populär natürlich momentan die Foto- und Videosharing-Plattform Instagram. Nutzen Eure Hörsturz-Moderatoren Instagram? Außerdem haben wir noch mit einem Instagramer über die Plattform gesprochen und so besondere Einblicke in die Materie des Instagramers erhaschen können. Wir wollten zum Beispiel wissen, ob er denn eigentlich Geld mit Instagram verdient.

Aktuell auch sehr heiß diskutiert, die Plattform musical.ly. Sogenannte Muser können hier Performances zu Full-Playback-Liedern abliefern. Doch das überzeugt nicht Jeden… Wie Eure Hörsturz-Moderatoren wohl zu diesem sozialen Netzwerk stehen?

All das und vieles mehr erfahrt Ihr in unserer Hörsturz-Sendung über Soziale Netzwerke .

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TRASH – Kunst oder doch ein Haufen Abfall?

Das Wort Trash wirkt im Allgemeinen ziemlich abfällig, ganz einfach weil es auf Deutsch soviel bedeutet wie Müll oder Abfall. Doch was ist, wenn ich sage, dass Trash eine Bezeichnung für verschiedene Kunstformen ist? 

In der Kunst finden sich verschiedene Stile, die als “Trash” betitelt werden. In einigen geht es darum, eine absurde Darstellung zu schaffen und in anderen entsteht dieses Phänomen durch immer mehr Qualitätsverlust im Inhaltlichen.

Beabsichtigte Verschlechterung von Filmen? B-Movies!

Trashfilme, sogenannte “B-Movies”, sind Filmproduktionen, die durch geringes Filmbudget und kurze Drehzeit entstehen. Durch die wenigen Ressourcen, die den Produzenten zur Verfügung stehen, werden die Filmproduktionen oftmals sehr absurd und experimentell. Diese Art von Filmen entstand in den 1930er Jahren durch die Weltwirtschaftskrise. Damals ließen Kinos “Double Bill” – Vorstellungen laufen:  Erst lief ein aufwendig produzierter A-Film, danach ein, mit geringem Budget produzierter, B-Film. Doch selbst nach dem Ende der Wirtschaftskrise, blieben die B-Filme weiterhin sehr beliebt beim Publikum. Heute gibt es mehrere Produzenten und Regisseure, die sich darauf spezialisiert haben, mit geringem Budget Filme zu produzieren. So kann man auch noch heutzutage weitere Trashfilme wie Zombiber oder Sharknado genießen.

Doch ist Trash nur eine Form, Leute mit Humor zu unterhalten? Nein! Auch in der bildenden Kunst finden wir etwas, das sich “Trash-Art” nennt. In dieser Richtung bewegen sich Künstler, die aus Materialresten, also Müll, ihre Werke herstellen. Doch diese Menschen dachten sich nicht nur, dass sie einfach mal Müll für ihre Kunst benutzen wollen, sondern versuchten mit ihrer Kunst ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen den vorherrschenden Kapitalismus auf dem Kunstmarkt. So sind Trash-Art Künstler meist Konsumkritiker und Kunstmarkt – Gegner. Die Anfänge für diese Kunstrichtung legten Künstler wie Pablo Picasso.

Trash im Film, Trash in der Kunst. Dann fehlt noch Trash in der Musik.

Einerseits wird Trash als Stilmittel bezeichnet, also als eine gewisse Technik. Und andererseits gilt es schon als eigenes Musik-Genre. Durch die Existenz dieser Musik existieren auch Trashbands. Diese Bands zeichnen sich durch ihren sehr rauen Sound aus. Die Musiker nehmen meist all ihre Instrumente direkt per Mikrofon ab, wodurch der Sound gleich rauer und näher klingt. Dieser Stil spiegelt sich außerdem in vielen anderen Musikgenres wieder, wie z.B. im Pop.

Die wohl bekannteste Form bleibt aber das Trash TV.

Viele kennen es wahrscheinlich, wenn in der Woche am Nachmittag nichts zutun ist und der Gedanke kommt, doch einmal wieder den Fernseher anzuschalten. Und was läuft zu dieser Zeit? Sendungen wie Verdachtsfälle, Blaulicht Report oder Familien im Brennpunkt. Sogenanntes “Scripted Reality”, in denen meist Amateurschauspieler in einer ”alltäglichen Situation” zu sehen sind. Diese Formate werden im Dokumentations-Stil gedreht. Durch den Einsatz von Off – Kommentaren der Darsteller, soll alles noch authentischer wirken. Allgemein versuchen Scripted Reality – Formate alles sehr authentisch und nah wirken zu lassen. In der Sendung “Blaulicht Report”, welche echte Polizei Einsätze nachstellt, werden, sagt RTL, anstatt professioneller Schauspieler, echte Polizisten angeworben, um mitzuwirken. Auch in anderen Formaten, sucht sich der Sender lieber Personen aus, die die Situationen, die sie nachspielen, erlebt haben könnten. Aber warum zählt Scripted Reality nun als Trash TV? Ganz einfach, weil durch den Einsatz von Amateurschauspielern ein zunehmender Qualitätsverlust stattfindet. Seit Beginn dieser Scripted Reality – Shows gibt es Diskussionen, ob die Sendungen ein falsches Bild vermitteln. Da diese Formate möglichst authentisch wirken sollen, fällt dem einen oder anderen vielleicht trotz der Hinweise am Ende der Sendung nicht auf, dass es sich um gespielte Szenen handelt. Doch wo es Kritiker gibt, gibt es auch Liebhaber dieser Formate. Viele sehen diese Art von Fernsehen als Unterhaltung an, gerade wegen dieser künstlichen Authentizität.

Wir bei DIGGA haben uns mit diesem Thema bereits befasst und eine eigene Folge “DIGGA Tag ohne Nacht” produziert.

Nun die Frage zum Ende: Ist Trash nun Kunst oder wirklich nur Müll? Da es in vielen Formen vorhanden ist, kann das nicht so genau gesagt werden, doch es soll eindeutig zur Unterhaltung dienen. Entweder, um durch billige Produktion absurde Inhalte dazustellen, oder als Gegner des Kunstmarkts aktiv zu werden. Trash ist vielseitig. Es sollte nicht jedes Wort zu wörtlich genommen werden.

 

 



Internationale Kurzfilmfestivals

DIGGA war bei interfilm, dem internationalen Kurzfilmfestival  und bei  KUKI dem internationalen Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche.

Kurzfilme sind wie Kurzgeschichten. Ein paar eindrucksvolle Bilder, die mit wenigen Worten auskommen, aber trotzdem eine komplexe Handlung oder sonst eine bestimmte Atmosphäre ausdrücken – und dann ein oft plötzliches, manchmal schockierendes, aber auf alle Fälle überraschendes Ende, das alles, was man vorher gesehen hat, in ein ganz neues Licht rückt.

Die Kurzfilme aus aller Welt werden in Originalsprache gezeigt, entweder untertitelt oder, für die kleinen Gäste, von Sprechern eingesprochen. Interfilm feierte dieses Jahr sogar einen Besucherrekord: 21.000 Besucher konnten in verschiedenen Kategorien ihre Filme sehen und im Anschluss direkt ihre Fragen stellen, denn die Filmemacher waren mit vor Ort im Kino.

Die Filme, die uns am Samstag gezeigt wurden, standen unter dem Motto „Confrontation“. Der Zuschauer wurde also regelrecht konfrontiert mit sozialen sowie gesellschaftspolitischen Themen wie Kinderarmut, Flucht und Pädophilie. Doch nachdem man sich dann in kürzester Zeit so intensiv mit solch schwierigen Themen auseinandergesetzt hatte, begann schon der nächste Film und man wurde mit einer solchen Wucht in die neue Thematik hineingeworfen, wie man aus dem letzten Film hinausgeschleudert wurde.

Die Filme haben uns alle auf ihre Art und Weise beeindruckt und waren ausnahmslos toll gefilmt. Mit einem Kopf voller neuer Bilder und Gedanken verließen wir das Babylon Kino.

 



Das Werbekennzeichnungs-Wirrwar

Was ist, wenn du ein richtig geiles Video drehen willst, dir aber das Geld dafür fehlt? Wie kannst du, wie zahlreiche andere YouTuber, von deinem Hobby leben? Eine Möglichkeit ist das Bewerben von verschieden Produkten. Das muss dann aber auch gekennzeichnet werden – die Zuschauer sollen schließlich wissen, dass du ein Produkt bewirbst und dafür womöglich Geld bekommst. Wie du deine Videos richtig kennzeichnest, verrät dir die neue Auflage der FAQ´s der Landesmedienanstalten zum Thema Werbekennzeichnung auf YouTube und anderen sozialen Netzwerken.

Faustregeln zur Werbekennzeichung

Faustregeln zur Werbekennzeichung

Die FAQ´s geben dir einen Überblick über die wesentlichen Aspekte der Werbekennzeichnung: Wann muss was, wie gekennzeichnet werden. Viele Leute wissen nämlich häufig nicht, wie das geht – kennzeichnen müssen aber alle! Deshalb muss das FAQ jetzt verbreitet werden, denn es bietet (einfach formulierte) Antworten auf die meisten Fragen und kann fast immer weiterhelfen.

In Berlin fand am 17.11.16 zu diesem Thema die Veranstaltung „Follow the Watchdog“, statt. Hier wurden die FAQ´s vorgestellt und besprochen. Anwesend waren neben Vertretern verschiedenster Unternehmen, auch die YouTuber Felix von der Laden (Dner) und Lisa Sophie (ItsColeslaw).  Wir stellten alle fest, dass trotzdem noch einige Fragen offen bleiben. Besonders Felix betonte durch den Einsatz verschiedenster Beispiele, dass die Kennzeichnung (selbst mit Hilfe der FAQ’s) in einigen Fällen immer noch schwierig sein kann.

"Creator meets Advertiser" - Gemeinsamer Talk über das Thema Werbekennzeichnung

“Creator meets Advertiser” – Gemeinsamer Talk über das Thema Werbekennzeichnung

 

Ist beispielsweise ein VLOG von einer gesponserten Reise ein Werbevideo, ein Productplacement oder keins von beidem? Wie muss ich kennzeichnen, wenn meine Zuschauer hauptsächlich aus einem anderen Land kommen, wo die Bestimmungen eben anders als hier sind? Wie werde ich eigentlich bestraft, wenn ich nicht kennzeichne?

 

 

Vorgeschlagen wurde zudem, dass es öffentlich gemacht werden solle, wenn YouTuber wegen fehlender Kennzeichnung bestraft werden. Das wäre ein Mittel zur Abschreckung und würde vielleicht dazu führen, dass die Leute sich zu dem Thema informieren würden. Ob das wirklich der richtige Weg wäre, bleibt fraglich.

Wichtig bleibt vorerst die Verbreitung des FAQ´s, denn es ist und bleibt ein guter Leitfaden. Bei Fragen kann man jederzeit die Landesmedienanstalten kontaktieren, welche einem eigentlich in jedem Fall weiterhelfen können.



Die Geschichte des Rock’n’ Rolls

Für viele fängt Rock’n’Roll mit Elvis Presley an. Doch ist das wirklich so? Blicken wir zurück, finden wir die Ursprünge des Rock’n’Rolls in der Rhythm and Blues Musik.

Was ist Rhythm&Blues? 

Dieser Begriff beschreibt die populäre schwarze Unterhaltungsmusik der 40er Jahre in Amerika und ist aus einem Mix von Blues und Big-BandSound entstanden, der von prägnanten Rhythmus und Bluesmelodien lebt. Da sich der R&B regional unterschiedlich entwickelt hat, ist es schwierig, ihn genauer zu definieren, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Typisch für R&B sind aber das Klavier, die E-Gitarre und oftmals doppeldeutige Texte, was dazu geführt hat, dass die Musik von der weißen Bürgerschicht nicht sonderlich angesehen war. In den 40ern war Amerika noch sehr rassistisch und R&B (bzw die damals noch als “Race Music” bezeichnete Musik) war für Weiße ein Tabu und wurde somit fast ausschließlich von Schwarzen produziert und gekauft.

Doch mit der Zeit war eine Konfrontation der beiden Bevölkerungsanteile in Großstädten wie Memphis oder New York unvermeidbar und der weiße Teil der Bevölkerung, besonders die Jugend, begann sich für diese Musik zu interessieren.

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Von Rhythm&Blues zu Rock’n’Roll

Bekannt wurde der R&B durch den DJ Alan Fredd, der in seiner Radioshow Moondog Rock and Roll House Party als einer der ersten, der dem weißen Teil der amerikanischen Gesellschaft (und vor allem den Jugendlichen) die Möglichkeit gab, diese verpönte schwarze Unterhaltungsmusik zu hören. Er war es auch, der den Begriff des Rock’n’Roll (kurz gesagt eine Verschmelzung zwischen Rhythm Blues & und Country Musik) als eine neue Musikrichtung bezeichnete, da er die Musik, die man in seiner Sendung hören konnte, als Rock’n’Roll definierte. Seine Sendung erreichte in den 50ern Kultstatus, aber weil es kaum weiße R&B-Künstler gab, wurde diese Musik auf anderen Radiosendern nicht gesendet. Da der R&B aber immer populärer wurde, begannen weiße Künstler, die Lieder der schwarzen R&B Musiker zu kaufen und als Rock’n’Roll-Songs zu covern. Erst ab Mitte der 50er Jahre haben sich auch Künstler wie zum Beispiel Chuck Berry (schwarz) in den neuen Markt etablieren können und sowohl schwarze als auch weiße Musiker wurden gespielt und gefeiert. Zu dieser Zeit wurden die Begriffe Rhythm und Blues und Rock’n’Roll  zunächst noch als Synonyme verwendet.

Der erste Rock’n’Roll Song, der auf Platz Eins der Charts landete und die ganze Welt mit dem Rock’n’Roll-Fieber ansteckte, war Bill Haley’s Single „Rock around the Clock“, die durch den Film „die Saat der Gewalt“ bekannt wurde.

Typisch Rock’n’Roll

Rock’n’Roll war, wie der Swing 20 Jahre zuvor, die Musik der Jugend. Man muss sich das so vorstellen, dass Lieder, wie Rock around the Clock das coolste, wildeste und anstößigste war, was es bisher an Musik gab. Aber Rock’n’Roll war mehr als Musik für die Jugendlichen: Rock’n’Roll war eine Lebenseinstellung, ein Widerstand gegen die konservativen Eltern, der in Kleidung, Frisur und oftmals auch Straßenkrawallen ausgelebt wurde. Mädchen trugen statt ordentlichen Zöpfen offene, toupierte Haare und erstmals auch Hosen! Jungen gaben sich lässig mit Jeans, Lederjacke und natürlich einer Haartolle, wie Elvis Presley sie trug.richtig
Mit einer der wichtigsten Faktoren war die Tanzbarkeit der Musik, beziehungsweise die Möglichkeit, sich viel freier zu bewegen als bei anderer Musik und das dadurch vermittelte befreiende Lebensgefühl. Außerdem stellte Rock’n’Roll die Rassentrennung in Frage, da die Musik sowohl von Weißen als auch Schwarzen produziert und gehört wurde. Ab der zweiten Hälfte der 50er Jahre gehörte Rock’n’ Roll zum Mainstream bei Jugendlichen und Künstler wie Elvis Presley, Bill Haley, oder Fat Dominos waren von den Charts nicht mehr wegzudenken, was aber nicht heißt, dass in den 50ern nur Rock’n’Roll gehört wurde!

Der Untergang von Rock’n’Roll

Insbesondere Elvis Presley wurde zum Symbol des Rock’n’Roll und war einer der wichtigsten Vertreter des Rockabilly. Ab Ende der 50er bzw Anfang der 60er kam es durch viele verschiedene Ereignisse wie zum Beispiel den Flugzeugabsturz von Buddy Holly, The Big Booper und Ritchie Valens, Little Richards Entscheidung sich der Kirche zu wenden, die Verhaftung von Chuck Berry, die Wehrpflicht von Elvis sowie Skandale um Jerry Lee Lewisder beschlossen hatte, seine 13 jährige Cousine zu heiraten und Allen Fredd (Payola) langsam zum Ende der ursprünglichen Rock’n’Roll Ära. In den 60ern fing die Musik an, sich immer mehr zu differenzieren, Girl Groups wie The Shirelles, Surfrock, der sich aus dem instrumentalem Rock’n’Roll entwickelte, und Folkmusik (Bob Dylan) wurde Anfang der 60e -Jahre sehr populär. Ab Mitte der 60er kam dann die sogenannte British Invasion, die darin bestand, dass die Beatles und Rolling Stones die ganze Welt im Sturm eroberten.

Aus dem Rock’n’Roll der späten 50er und der von den Beatles geprägten Beatmusik entstand dann Rock und Pop, aber das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte…



Mainstream: Zwischen Anpassung und Abgrenzung

Wie wir heute mit Mainstream umgehen. Und warum es schon wieder Mainstream ist, nicht Mainstream sein zu wollen.

Ein Leben als Mainstreamer kann ganz schön anstrengend sein. Man muss zwanghaft jeden neuen Trend mitmachen und sich genauso verhalten, wie die anderen es von einem erwarten.

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Hip, hipper, Hipster – Jugendkultur von heute?

Aber was genau ist eigentlich Mainstream? Im Duden wird der Mainstream als „die vorherrschende gesellschaftspolitische, kulturelle Richtung“ definiert. Also das, was in sämtlichen Lebensbereichen, wie zum Beispiel Kleidung, soziale Medien oder Musik, von der Gesellschaft als „normal“ definiert wird und dem Geschmack der breiten Masse entspricht. Beeinflusst wird der Mainstream durch Medien wie Internet oder Fernsehen (MTV!).

Aber auch wenn Modemagazine berichten, wie Stars sich anziehen, kann es schnell dazu kommen, dass sich ein neuer Trend entwickelt, denn Mainstream hat natürlich auch viel mit Konsum zu tun. Doch überall, wo es Mainstream gibt, existieren natürlich auch „Gegenkulturen“, die sogenannten Subkulturen.

Wie trennbar sind Mainstream und Subkulturen?

Eine Subkultur wird dadurch definiert, dass sie sich von der Massenkultur, also dem Mainstream, abgrenzt und nach ihren eigenen Normen, Regeln und Werten lebt.

Bekannte Subkulturen sind zum Beispiel die Skaterszene, Punk, Gothic oder HipHop. Aber auch innerhalb der jeweiligen Subkulturen gibt es wieder einen Mainstream und Unterteilungen in weitere Nischen.

Punk, eine Subkultur, die in den 70ern in Großstädten wie London und New York entstanden ist

Es ist nicht immer einfach, zwischen Mainstream und Subkultur zu unterscheiden. Es kommt immer wieder vor, dass eine Subkultur zum Mainstream wird und plötzlich alle Skaterkleidung tragen oder Rock’N’Roll hören. Der Markt kommerzialisiert die Subkultur dann und es entsteht ein Hype, der Monate bis Jahre anhalten kann, bis der Mainstream sich dann einfach einem neuem Trend zuwendet. Die „richtigen“ Anhänger der Subkultur machen dann einfach ihr Ding weiter.

Oftmals und vor allem in der Musik wird vom Mainstream abwertend gesprochen. Klar, wer nur Charts hört, zu 100% genau das macht, was alle machen und sofort jedem neuen Trend nachspringt, ist nicht sehr originell.

Ziel ist es also, individuell zu bleiben und sich trotzdem anzupassen. Ist man zu auffällig anders, hat man den schmalen Grat zwischen Individualität und Anpassung verfehlt und gilt als uncool.

Indie/ Alternative – eigentlich weiß niemand genau, was es ist

Was hört Berlin?

Wenn ich mich so auf dem Schulhof umgucke, ist genau dieser Mainstream, zwanghaft nicht zum Mainstream zu gehören und doch auszusehen wie alle, sehr präsent. Nun hat mich interessiert, wie das beim Musikgeschmack aussieht und warum es in den aktuellen Charts scheinbar mehr um die Inszenierung und Vermarktung des Künstlers geht, als um das Lied selbst.

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Hippie, Jugendbewegung der 60er und 70er bekannt für lange Haare und Drogenkonsum und natürlich FREE LOVE

Zusammen mit Milena habe ich mich also auf den Weg gemacht und in Berlin eine Umfrage zum Thema Musikgeschmack bei Jugendlichen durchgeführt.

Wie ich vermutet hatte, hörten etwa die Hälfte der Befragten zwischen 11-19 Jahren HipHop bzw Rap. Zwar ist Rap nicht sehr stark in den Charts vertreten, ist aber natürlich trotzdem Mainstream bei Jugendlichen. Niemand, der aktuellen Rap hört, kann behaupten, dass er einen individuellen Musikgeschmack hat. Deshalb ist Mainstream auch nicht einfach alles, „was im Radio läuft“. Die Aufteilung zwischen Mainstream und Subkultur ist inzwischen um einiges komplexer geworden und manche Subkulturen wie HipHop beziehungsweise Rap sind so groß und beliebt, dass Mainstream-HipHop eigentlich nicht mehr als Subkultur bezeichnet werden kann. HipHop ist beides; Subkultur und Mainstream.

Was macht Charts so besonders?

Etwa 25% der Befragten gaben an, Charts und Pop zu hören. Das ist weniger als erwartet, aber macht immer noch ein großen Teil der Jugendlichen aus. Was macht die Charts also attraktiv ?

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Techno, eine Subkultur aus den 90ern

Hören wir uns die aktuellen Charts mal genauer an, stoßen wir hauptsächlich auf Elektropop und RnB. Die Musikvideos sind aufwendig inszeniert, die Künstler gut vermarktet. All das steht im Gegensatz zum recht simpel gestalteten Lied, wobei das bei einem typischen Hit nicht neu ist. Was einen Hit ausmacht, sind im Regelfall einfache Texte und ein eingängiger Refrain, der im Kopf bleibt. Das hat sich seit den 70ern nicht groß geändert.

Es bringt auch nichts zu behaupten, dass Chartmusik keine richtige Musik ist und es nicht wert ist, als Musik bezeichnet zu werden. Auch wenn die Lieder vielleicht nicht die innovativsten und kreativsten sind, spiegeln sie nichtsdestotrotz den Massengeschmack und somit die Zeit, in der sie entstanden sind, wider. Sie bekommen wahrscheinlich im Nachhinein eine größere Bedeutung als gerade in diesem Moment. Denn das, was vom Mainstream bleibt, sind nicht die einzelnen Lieder, sondern der Sound des Jahrzehnts.

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Viele Subkulturen in einem Bild vereint

 



Streitthema Kreuzfahrt- Ist der Spaß das Risiko wert?

Dieser Beitrag befasst sich mit den Vor- und Nachteilen des Kreuzfahrens. Als Autorin habe ich auch meine eigenen Überzeugungen einfließen lassen.

Hurricane Matthew wütet auf Haiti, alles liegt wieder in Schutt und Asche, noch dazu kommt die mögliche Gefahr durch eine Cholera Epidemie. Kein schöner Anblick als Tourist. Doch ist das wirklich der einzige Grund, eine solche Reise nicht anzutreten?

   Geschichte und Arten der modernen Kreuzfahrt

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Strand einer Insel in der Karibik

Die ersten Kreuzfahrten begannen im Jahr 1844. Das Unternehmen Peninsula and Oriental Steam Navigation Company bot Luxuskreuzfahrten zwischen England, Gibraltar, Malta und Athen an. In Deutschland startete der Boom mit der Serie “Das Traumschiff” vom ZDF, die seit 1981 ausgestrahlt wird. 2011 fuhren bereits 1,81 Millionen Deutsche pro Jahr auf Kreuzfahrt.

Es gibt mittlerweile sechs verschieden Unterarten der Hochseekreuzfahrt.  Die beliebtesten sind das sogenannte “Fun- Cruising”  auf Megaschiffen. Solche Kreuzfahrten sollen vor allem Unterhaltung und Spaß für die gesamte Familie bieten, deswegen gibt es an Bord auch Theater, Pools und Betreuungseinrichtungen für Kinder. In Deutschland ist die bekannteste solcher Cruise Lines die  AIDA.

Dann gibt es noch das “klassische” Kreuzfahren, bei dem das Ziel ist, sich mit Hilfe von Yoga vollkommen zu entspannen. Um das Nachtleben eines Landes kennen zulernen bucht man eine sogenannte “Billigkreuzfahrt”, die nahezu von jeder Reederei angeboten wird. Mit einer “Themenkreuzfahrt” wird eine Reise gebucht, die ganz nach einem bestimmten Motto gerichtet ist, beispielsweise Elvis Presley oder Thailand. Um keine kulturellen, historischen und geographischen Sehenswürdigkeiten zu verpassen, sollte sich einer “Studien- oder Expeditionskreuzfahrt” angeschlossen werden. Diese verkehren mit besonders ausgestatteten Schiffen sogar im Polarmeer.

Positive und negative Aspekte der modernen Kreuzfahrt

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Frachtschiff im Hafen von Belém, Brasilien

Soll man sich jetzt über die Flexibilität einer solchen Reise freuen oder besorgt den Kopf schütteln? Ist es in Ordnung, sich über die Aussicht vom Schiffsbalkon zu freuen? Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung lässt sich bei gutem Essen und dem Blick auf das schier endlose Meer vieles ausblenden. Selbst wenn an Land gegangen wird, gibt es keinen Scham oder Entsetzen über das Auftreten gegenüber der Bevölkerung. Auch über Ausbeutung wird nicht nachgedacht. Dafür ist die Neugier zu groß. Auch der hohe Schadstoffaustoß wird erst wieder bewusst, wenn an dem gigantischen Schornstein vorbeigegangen wird. Eine Studie des Deutschen Naturschutzbundes (Nabu) besagt, dass deutsche Schiffe weitaus umweltschonender als ihre Schwestern aus den USA sind, dennoch sind Umweltschützer unzufrieden. Viele der riesigen Schiffe fahren noch mit dem billigen Schweröl, statt mit dem weitaus umweltfreundlicherem Marine Diesel. Im Falle eines Ölverlustes sind uns die Folgen für Flora und Fauna durch diverse Schiffsunglücke von zum Beispiel Frachtschiffen gut in Erinnerung. Für die Umweltschutzmaßnahmen in der Schifffahrt  und die Regelung der Gesetze in internationalen Gewässern ist die Internationale Marine Organisation (IMO) zuständig. Sie ist die maritime Abteilung der Vereinten Nationen.

Viele Reisende möchten auf einer Kreuzfahrt mehr über die Kultur und die Menschen eines Landes erfahren, das fördert die Völkerverständigung und den Frieden. Das ist der Plan, doch häufig ist das genaue Gegenteil von Völkerverständigung und Frieden das Fazit einer solchen Erfahrung. Auf beiden Seiten werden die Vorurteile größer, die Traditionen werden abgeschafft und die Ursprungskultur durch unsere Westliche ersetzt. Natürlich werden auch Freundschaften geschlossen und Kulturen unterstützt, aber das ist leider eher selten der Fall.

Auch das Geld der Passagiere ist für die Einwohner des Landes Gift. Wird in dem Land eingekauft, erhöht sich der Wert der Dinge die gekauft werden, denn der Verkäufer möchte von dem Kaufandrang profitieren. Das tut er indem er für das Gekaufte den Preis erhöht und das wiederum schadet den Anwohnern, die sich das dann nicht mehr leisten können.

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Sonnenuntergang in Norwegen

Kreuzfahrten haben selbstverständlich auch Gutes, aber die Umwelt-, die Ökonomischen- und die Soziokulturellen-Auswirkungen dürfen nicht vergessen werden. Persönlich habe ich schon mehrere Kreuzfahrten unternommen und dabei fast immer nur positive Erfahrungen gemacht, ich hege und hegte auch vor den Reisen keinerlei Vorurteile gegenüber den Menschen, die in den Ländern leben, die wir anliefen. Auch sie waren immer freundlich und ehrlich.  Die Schiffe, die eine Kreuzfahrt veranstalten, sind oftmals mittelschwere Umweltkatastrophen, aber das macht deren Passagiere nicht pauschal zu Umweltgegnern und schlechten Menschen.

Mein Fazit ist, dass die Choleragefahr und der Hurricane nicht die einzigen Gründe sind, auf eine Reise zu verzichten, aber Haiti aufgrund der Wirtschaftslage sowieso kein optimales Ziel ist. Der Spaß und das Risiko hängen auch immer vom Ziel der Reise ab.



Journalistenpech

Es gibt Tage, da läuft auch bei Journalisten alles schief: Interviews platzen, der Beitrag wird nicht fertig, die Deadline naht. Da hilft nur noch, das Beste aus dem “Jounalistenpech” zu machen.

Recherchieren und kontaktieren:

Die Aufgabe bestand darin, ein kleines Video über Wahlwerbung zu produzieren. Wir hatten nicht viel Zeit. In drei Tagen sollten wir den Beitrag komplett fertig haben: Video und Artikel. Zu Beginn haben wir einige Informationen gesucht. Wir haben viele Parteien und Betriebe kontaktiert, die sich mit Wahlwerbung auskennen könnten. Doch nur Absagen. Leider hatte keine Partei oder Betrieb Interesse gezeigt.

Wenn doch mal eine Partei oder ein Betrieb Interesse an einem Interview zeigte, sollten wir eine E-Mail schreiben, doch die Betriebe schrieben nie zurück.

Fehlgeschlagenes Interview:

Da wir nun kein Interview organisieren konnten, haben wir uns entschlossen, nur ein paar Interviews mit Passanten und der BSR zu führen. Wir begannen bei der Berliner Stadtreinigung. Wir fragten einen Mitarbeiter, ob wir ihn interviewen könnten, nach langem Hin und Her durften wir letztendlich niemanden interviewen und das Gebäude  nur von draußen filmen. Doch dies reichte uns nicht.

Passanten-Interview:

Danach gingen wir auf die Straße, um Leute zu interviewen, was sich allerdings leichter anhört, als es ist. Die Passanten sahen uns schon von weitem und bevor wir sie fragen konnten, schüttelten sie den Kopf oder suchten sich verkrampft eine Ausrede. In diesem Moment gaben wir langsam die Hoffnung auf. Zum Glück opferten ein paar Passanten ihre Zeit für ein kleines Interview, doch leider hatten wir bei den ersten Passanten etwas Lampenfieber und wussten nicht, was wir fragen sollten. Wir fühlten uns so wie die Zeugen Jehovas, wenn man sie doch mal reinlässt. Bei so einem Interview musste man auf vieles achten, egal, ob als Kameramann oder Reporter. Als Kameramann musst du beispielsweise auf die Schärfe und das Licht achten, als Reporter hingegen zu jeder Zeit die passenden Fragen parat haben und dein Lampenfieber überwinden. Trotz der vielen Absagen verloren wir nie den Spaß und die Freude an dem Projekt.

Video schneiden und Ton regulieren:

Nach den Interviews kam das Schneiden des Videos. Am Anfang fiel es uns noch schwer, die einzelnen Video-Clips zu einem Video zu schneiden, doch mit  der Zeit bekamen wir das richtige Gefühl dafür.

Und tatsächlich haben wir es geschafft: Trotz aller Schwierigkeiten haben wir ein Video produziert, diesen Text geschrieben und veröffentlicht.