Welche sind die Gewinnerfilme der Berlinale?

Wie schnell der Februar doch vergehen kann! Die Berlinale ist vorbei, Bärenstark verabschiedet sich, aber vorher erzählen wir euch noch vom krönenden Abschluss:

In den letzten Tagen der Berlinale hatten wir einige spannende Interviews, zum Beispiel mit Maryanne Redpath, der Sektionsleitung der Berlinale Generation:

Wir haben uns intensiv mit Filmen und verschiedenen Genres beschäftigt: Was macht einen Kurzfilm aus? Wieso ist ein Kurzfilm genauso toll ist wie ein Langfilm? Für unser Kurzfilm-Special haben wir auch einen kurzen Abstecher zu den Berlinale Shorts gemacht und mit der Kurzfilmemacherin Brenda Lien und der Kuratorin Maike Mia Höhne gesprochen.

Und natürlich konnten wir uns noch einige Filme ansehen!

Weirdos – Wir sind alle Andy Warhol

Obwohl das Wetter um einiges angenehmer und sonniger als in den letzten Tagen war, waren wir doch alle ziemlich verwirrt, wieso schon am Mittag mehrere (für uns in diesem Moment unspezifische) Groupies vor dem roten Teppich am Zoo Palast mit Wärmedecken und Schlafsäcken campierten. Leider wollte uns keiner von ihnen ein Interview geben und so blieben wir im Unwissenden darüber, auf wen sie warteten und welcher Promi uns wohl bei “Weirdos” begegnen würde.

Es gab keinen großen Star bei “Weirdos”, aber das braucht es auch nicht. Der kanadische, schwarz-weiße Roadtrip-Streifen hat nicht nur durch die mal witzigen, mal dramatischen Geschichten manche Herzen des Bärenstark-Teams erobert, sondern auch durch die perfekt durchdachten Aufnahmen, den einzigartigen Soundtrack und die authentischen und talentierten Schauspieler beeindruckt. Dass nicht alle der gleichen Meinung waren und wie viele Bären wir ihn bei den Critics gegeben haben, seht ihr hier:

Erst drei Stunden später als wir aus Kino kamen, fanden wir heraus, dass die Groupies seit dem frühen Morgen nur auf Robert Pattinson gewartet hatten, der erst weitere Stunden später zur Premerie eines anderen Films kommen sollte. Es war für uns unerklärlich, wieso sie ihren ganzen Tag dafür in der Kälte verschwendeten.

Wir verschwanden dann auch schnell, da es niemanden wirklich interessierte und wir ja noch Kraft für die nächsten Tage Berlinale brauchen.

“Shkola nomer 3” – Eine Dokumentation über die Hoffnungen und Ängste von 13 Schülern einer Schule in der Ukraine. Wir hatten das Glück ein Interview mit dem Regisseur Georg Genoux zu bekommen und etwas über die Hintergründe und Geschichte des Films zu lernen:

Unser letzter Film kam aus Polen: “The Earlprince” ist von Goethes Gedicht “Der Erlkönig” inspiriert und mit fantastischen Bildeffekten auf eine ganz andere Art und Weise neu interpretiert.

Wir haben den Regisseur Kuba Czekaj und den Schauspieler Stanislaw Cywka interviewt. Außerdem findet ihr in unseren Critics heraus, wie viele Bären der Film von unserer Redaktion verliehen bekommt:

Gen Ende der Berlinale wird es aber doch nochmal spannend: Die Preisverleihungen stehen an und damit die Kür der Gewinnerfilme!

Wir waren bei der Preisverleihung der Sektion Generation. Sowohl die internationale Jury als auch die Jugendjury, die dann letztendlich den gläsernen Bären vergaben, haben dort ihre Favoriten-Filme gekürt. Doch bevor wir endlich herausfinden konnten, wer denn nun gewonnen hatte, mussten wir uns noch einen Schwall unnötiger Informationen à la “Es war einfach super: Wir hatten ein Sandwichmaker und ein Juicer” anhören (Checker Tobi). Auch Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung versuchte, das Publikum mit  Ausdrücken wie: Die Sektion Generation war “lit AF” (Vorschlag vom Sohn Fabi) für sich zu gewinnen. Checker Tobi, der smarte Moderator, versuchte prompt den Ausdruck für die internationalen Gäste auf englisch zu übersetzen (“really amazing”), fand dann aber doch relativ schnell heraus, dass es sich bei “lit AF” um einen englischen Ausdruck handelt. Der Ausdruck wurde im Laufe des abends immer wieder aufgegriffen, aber irgendwie fand ihn das Publikum beim 5ten Mal nicht mehr so witzig. Komisch. Schön waren auch die emotionalen Auftritte der größtenteils jungen Kurzfilmmacher, die ihr Glück kaum fassen konnten und ihre Rede alle mit “darauf war ich jetzt aber gar nicht vorbereitet” anfingen. Kommen wir jetzt aber endlich zu den Preisen! Eine besondere Erwähnung von der Internationalen Jury hat der Kurzfilm Into the Blue und der Langfilm Ben Niao bekommen. Die Geldpreise gingen an den Kurzfilm The Jungle Knows You Better Than You Do  und den Langfilm Shkola Nomer 3.

Die Jugendjury entschied sich für den Kurzfilm Wolfe und den Langfilm Butterfly Kisses, die beide im Anschluss an die Preisverleihung gezeigt wurden. Die besonderen Erwähnung ging an den Kurzfilm Snip und den Langfilm Ceux qui font les révolutions à moitié n’ont fait que se creuser un tombeau.

Und der gläserne Bär geeeeeht an Butterfly Kisses vom Regisseur Rafael Kapelinski

Obwohl sich unsere Redaktion auch sehr gefreut hätte, wenn der Film Emo The Musical einen Preis gewonnen hätte, sind die Preise meiner Meinung nach berechtigt! Wolf ist ein sehr berührender Kurzfilm, der zwar simpel, aber genau richtig gemacht ist und auch Butterfly Kisses ist ein fesselnder schwarz-weiß Film mit unglaublich schönen Aufnahmen.

Auch Kplus hatte seine Preisverleihung. Die Internationale Jury war so bewegt von den diesjährigen Kinderfilmen, dass sie glatt zwei Filmen den begehrten Geldpreis gab: Einmal für die koreanische Doku “Becoming who I was” von Chang-Yong Moon und für den spanischen Film “ESTIU 1993″ von Carla Simón. Die Kinderjury zeichnete mit den Gläsernen Bären den Kurzfilm “Promise” von Xie Tian und den Langfilm “PiataLod” von Iveta Grófová aus. Was wir davon halten?

Nach getaner Arbeit: Bei Kuchen und Filmschauen lässt die Bärenstark-Redaktion die Berlinale-Zeit ausklingen.

Damit verabschiedet sich die Bärenstark-Redaktion nun wieder in den DIGGA-Alltag. Uns hat die Berichterstattung von der Berlinale super viel Spaß gemacht und wir hoffen, wir konnten euch als unsere treuen Leser einerseits mitreißen und an unserer guten Laune teilhaben lassen und auf der anderen Seite auch informieren und euch einen Blick hinter die Kulissen des Filmfestivals geben.
Wir sagen tschüss und freuen uns schon auf’s nächste Jahr!



Kurzfilmspezial und Berlinale Shorts

Außerhalb der großen Spielfilme gibt es auf der Berlinale auch noch kleinere Filme, welche weniger Aufmerksamkeit bekommen, aber trotzdem genauso wichtig sind.

Wir reden hier von Kurzfilmen. Doch was genau ist das eigentlich? Und was macht sie gut?
Wir haben uns die Kurzfilme der Sektion Generation angeguckt und uns Tipps von den Filmemachern geholt. Außerdem haben wir uns weitere Experten zu Rate ziehen können, denn die Berlinale bietet den Kurzfilmen eine eigene Sektion: Die Berlinale Shorts.  Wir haben mit Maike Mia Höhne, der Kuratorin der Berlinale Shorts, und der Regisseurin des animierten Horror-Kurzfilmes „Call Of Cuteness“, Brenda Lien, über das Genre gesprochen.

Was ist der Unterschied zwischen Kurzfilm und Langfilm?

Wie man schon an dem Begriff hört, unterscheiden sich Kurzfilme von den Langfilmen hauptsächlich in ihrer Länge. Das macht Kurzfilme besonders, denn Kurzfilm-Regisseure müssen die Geschichte innerhalb weniger Minuten erzählen und daher andere Mittel verwenden, um die Botschaft zu vermitteln. Durch die Komposition von Bild, Ton und Dialog entstehen kleine Meisterwerke. Um diesen eine Bühne zu geben, gibt es bei der Berlinale die „Berlinale Shorts”, bei denen verschiedene Kurzfilme gezeigt werden, die im Kampf um den Goldenen Bären antreten.

Die 45-Jährige Maike Mia Höhne ist seit 2007 die Kuratorin der Berlinale Shorts.
Wir haben sie bei sommerlichen Temperaturen in der Nähe des Potsdamer Platzes getroffen und ihr alle unsere Fragen rund um Kurzfilme gestellt:

Brenda Lien ist mit ihrem Kurzfilm „Call Of Cuteness“, einem verstörenden Animations-Horrorfilm mit Katzen, im Rennen um den Goldenen Bären der Berlinale Shorts. Wie sie auf diese Idee gekommen ist und was sie damit aussagen will, erzählt sie uns im Interview:

Unsere Bärenstark-Reporterin Milena wollte noch tiefer in die Welt der Kurzfilme eintauchen und hat sich die Kurzfilme von Kplus angesehen. Ihr Fazit: Kurzfilme müssen wir uns selbst erklären und wie bei Kurzgeschichten zwischen den Zeilen lesen.

Zusammen mit Lena hat sie sich mal selbst in dem Genre ausgetobt und dabei die Kernaussagen der Kurzfilme auf den Arm genommen.
“Wir wollten einen Kurzfilm machen, der vorgibt eine Aussage zu haben, aber keine hat. Genauso, wie es uns beim betrachten einiger Kurzfilme geht. Wir suchen verzweifelt Aussagen, finden sie aber nicht, weil sie so eigen sind. So verstörend. Deswegen haben wir einen verstörenden Kurzfilm gemacht.”

Den nicht ganz ernst zu nehmenden Kurzfilm “Abstraktion” könnt ihr nun ganz exklusiv hier anschauen:



Kurzfilme – Das müssen wir uns jetzt selbst erklären

Ich habe mittlerweile verstanden, dass man bei Kurzfilmen die Botschaft selbst entschlüsseln soll. Genau wie man bei Kurzgeschichten zwischen den Zeilen lesen muss. Die Botschaften können sich überall verstecken – sei es in den unverständlichen Wortfetzen, die sich Dialoge nennen, endlos langen Standbildern oder Beautyshots, bei denen man den Kameramann mit der Tiefenschärfe hat herumexperimentieren lassen. All diese Charakteristika scheinen mir typisch für Kurzfilme, die man zurzeit bei den Festivals sieht. Schon wenn es in der Beschreibung heißt: „In ruhigen Bildern erzählt…“ weiß ich, was auf mich zukommt: Jene endlos langen Zeugnisse landschaftlicher Tristesse zwischen fragmentarischen Handlungsansätzen, die insofern zum Nachdenken anregen, als dass man ständig in andere Sphären abschweift, weil es einen so langweilt.

Bei den Q&A’s der Kurzfilme stehen besonders viele Menschen auf der Bühne

 

Gestern war ich nun in den K+ Kurzfilmen, die sich in erster Linie dadurch kennzeichnen, dass die Hauptdarsteller Kinder sind. Die Inhalte waren nämlich meiner Meinung nach auf die jüngere Generation nicht ideal zugeschnitten:

 

 

Film 1: Ein Mädchen lebt mit seinen Großeltern zwischen verregneten Reisplantagen. Der kettenrauchende Opa bekommt Lungenkrebs und schlachtet seinen Bullen. Die Oma stirbt.

Film 2: Zwei wortkarge französische Brüder bauen sich eine Hütte im Wald. Die Polizei geht auf Patrouille, aber nicht ihretwegen. Man erfährt nicht, warum sonst. Der Regisseur verkündete im Nachgespräch, es sollte eine ungewisse Bedrohung dargestellt werden.

Film 3: Ein Mädchen soll zwangsverheiratet werden und flieht.

Film 4: Ein Rentier und ein Mädchen laufen durch den Winterwald. Danach wird es wirr und fantastisch (im ursprünglichen Sinne). Es handelt sich um eine Animation.

Film 5: Ein etwa achtjähriges Mädchen überlegt, ob es lesbisch ist.

Film 6: Eine angelbegeisterte Pubertierende beginnt als Folge seltsamer Beleidigungen ihrer Brüder, an fremden Intimbereichen zu riechen und sticht sich mit dem Angelhaken ein Ohrloch, um nachzuempfinden, was Fische fühlen. Die Erfahrung hindert sie jedoch nicht daran, unbekümmert weiter zu angeln.

Tja.

Was wollen die audiovisuellen Kunstwerke uns mitteilen? Wollen sie uns berühren, schocken, provozieren, langweilen, mit der Realität konfrontieren? Einfach nur die Absurdität des Lebens zeigen? Oder die Absurdität der Visionen ihrer Regisseure? Vielleicht, einige jedenfalls. Doch das müssen wir uns jetzt selbst erklären.



Alles rund ums Festival

Unsere Moderatorin Clara mit den Hauptdarstellern Jordan Hareund Benson Jack Anthony, die eigentlich gar keine Emos sind

Kameras aufbauen, Licht und Ton einrichten, Zuschauer und Schauspieler abfangen, “Deeptalk” führen, Bären vergeben – der Festivalalltag bei Bärenstark hat uns eingeholt und macht echt Spaß.

Heute haben wir uns den australischen Film Emo: The Musical angesehen. Vielleicht komm der Titel euch bekannt vor, denn diesen Film gab es schon einmal auf der Berlinale. Vor zwei Jahren hat er als Kurzfilm eine sogenannte Special Mention, also eine lobende Erwähnung, in der Sektion Generation bekommen und meldet sich dieses Jahr in Spielfilmlänge zurück. Wir haben für euch mit dem Regisseur Neil Triffet und den Hauptdarstellern Benson Jack Anthony und Jordan Hare geredet. Das ganze könnt ihr in unserer Kategorie Movies sehen:

Thematisch geht es im Film (wie der Titel  auch schon sagt) um Emos (emotionale Jugendliche) und christliche Jugendliche, aber eigentlich stehen die nur als Metapher für die wichtigen Themen, die das Musical anspricht. Es geht um Individualität, Toleranz, darum sich selbst zu finden und vor allem darum, das zu machen, was man will und nicht das, was die Gesellschaft von einem erwartet. Wir haben mal mit dem Publikum “Deep-Talk ” geführt und gefragt, was so deren Meinungen zu solchen Themen sind und ob diese auch gut im Film umgesetzt wurden.

Natürlich darf nach so einem Film unsere eigene Meinung auch nicht fehlen. Was wir von dem Film halten, könnt ihr hier sehen.

Auch der jüngere Teil der Bärenstark-Redaktion war wieder im Kino unterwegs und hat sich für euch gleich zwei Filme angesehen.

In dem schwedischen Film “Up in the sky” geht es um das kleine Mädchen Pottan, das eigentlich auf dem Reiterhof Ferien machen wollte und sich stattdessen auf einem Recyclinghof wiederfindet. Bald steigt sie hinter das Geheimnis dessen lustiger Bewohner und begibt sich auf eine gefährliche Reise. Mit Witz und Charme, aber auch Spannung, zählt dieser Film definitiv zu unseren Lieblingen!

Mehr über die Geschichte, Talks mit den Zuschauern und natürlich auch unsere Wertung gibt’s in diesem Video auf die Ohren:

Die K+ler waren auch bei der Premiere des Films “Amelie rennt” unter den Zuschauenden zu finden. Amelie, die unter Asthma leidet, soll sich weit weg von daheim in den Bergen ihrer Krankheit stellen, doch das passt dem sturen Mädchen überhaupt nicht. Kurzerhand entscheidet sie sich auf eine Reise zu begeben, die voller schöner Erlebnisse aber auch großer Gefahren ist …

Neugierig? Dann schaut euch in diesem Video an, worum es geht, und seht vor allem in unseren Critics, ob ihr euch den Film nicht entgehen lassen dürft!



Von Bärenstark zur Berlinale

Etwa so lässt sich der berufliche Werdegang von Nicola Scholz auf vier Worte reduzieren.

Wie genau dieser allerdings aussah, berichtet sie uns im Interview:

Schon im Jahre 2010, als das Projekt Bärenstark seine Premiere feierte, gehörte Nicola mit zur Redaktion. Sie scheute sich jedoch vor der Kamera zu stehen, weshalb sie in den ersten Jahren vor allem hinter den Kulissen arbeitete – zum Beispiel als Kamerafrau oder Tontechnikerin. 

Doch auch das änderte sich im Laufe der Jahre und Nicola wurde selbstbewusster, sodass sie sich auch vor die Linse traute, um zu moderieren und Interviews zu führen.

2014 saß sie sogar mit in der Jugendjury der Sektion Generation und diskutierte mit den anderen Mitgliedern, welcher Gewinnerfilm dieses Jahr gekürt werden sollte.

Wenn man sie anfragen würde, in der Jury für andere Sektionen mitzuwirken, wäre sie auf jeden Fall dabei, sagt sie. Allerdings sei es für nicht prominente Filminteressierte kaum möglich, dort hineinzukommen.

Im Moment arbeitet Nicola in der Presseabteilung der Sektion Generation und kümmert sich im Rahmen dessen um die Organisation und Online-Präsenz dieser.

Zu ihrem Job gehört natürlich auch, dass sie bereits bei der Pressevorführung alle insgesamt 62 Filme sichtet und sicherstellt, dass es keine technischen Probleme gibt.

Insofern kann man die Aussage ihrer Schwester, Nicola werde fürs Filme-Gucken bezahlt, doch bestätigen.

Lieber Montag, du kannst uns gar nichts!

Kurzmitteilung

Alles easy? Von wegen! Montag, der 13.

Wir sind gerade auf der 67. Berlinale für Euch dabei, wie Ihr sicherlich mitbekommen habt. Wir wollen uns heute zum einem die ersten Kurzfilme anschauen und zum anderen Up in the Sky in der K+ Generation. So der Plan. Wir wem haben wir aber leider nicht gerechnet?

Mit dem berühmt berüchtigten Montag. Uns hat er nicht nur einmal, sondern gleich dreimal getroffen. Und das innerhalb von drei Stunden. Ein Hoch auf den Wochenstart.
Eine kurze Übersicht über die Ereignisse:

1. Einer unserer Reporter wurde kurzfristig krank und musste somit heute abspringen. Gute Besserung, Béla!
2. Sebastian wollte zu dem Film Up in the Sky und fuhr erstmal zum falschen Kino. Falsche Info auf der Filmliste, nicht mehr aufs Ticket gekuckt, richtig blöd gelaufen. Der Film lief also gar nicht im FaF (Filmtheater am Friedrichshain), sondern im HKW (Haus der Kulturen der Welt). Dazwischen liegen sechs km, die er in  20 Minuten hätte zurücklegen müssen. Mit der BVG hat er dann aber 30 Minuten gebraucht. Also auch noch zehn Minuten zum Film erschienen. Taxischein in der Tasche gehabt. Leider im ganzen Stress vergessen.
3. Fast dasselbe Problem widerfuhr Charly. Sie dachte, die Kurzfilme seien im Zoopalast. Dabei wartete währenddessen das Team schon im Cinemaxx am Potsdamer Platz. Nach 20 Minuten hatte sie dann auch den Potsdamer Platz erreicht, aber noch nicht das Kino gefunden. Nochmals zehn Minuten vergingen, bis sie dann auch das Kino gefunden hatte. Janek kam auch später, da er im Stau feststeckte. Aber wer fährt auch schon mit dem Auto nach Berlin? Mit den Öffentlichen geht es doch auch viel schneller.

Zusammengefasst: Der Montag ist für uns nicht optimal gestartet. Wir werden auf jeden Fall trotzdem auch heute berichten. Sowohl von Up in the Sky als auch von den Kurzfilmen. Die Reporter sind ja jetzt vollzählig.

Finde den Fehler – Auch ein Berlinale-Kino wurde vom Montags-Fehlerteufel nicht verschont. Fehler passieren eben auch den Besten

Lieber Montag, du kannst uns gar nichts. Wir sind Bärenstark und so verhalten wir uns auch. Komme was wolle, wir sind eins. Selbst du kannst daran nichts ändern!



Bärenstark bei der Eröffnung der 67. Berlinale

Tag 1: Bärenstark am Roten Teppich

 

Glitzer, Botox, Promi-Wahn

Da kommt die Limo angefahr’n!

Das kommt dabei raus, wenn Milena inmitten der Massenhysterie Roter Teppich zu reimen beginnt. Doch eigentlich lassen sich unsere Eindrücke durch diesen erbärmlichen Zweizeiler ziemlich gut beschreiben:

Viel Gekreische und Blitzlicht um makeupbeladene A-Z-Promis, die mit den 67. Internationalen Filmfestspielen etwa so wenig zu tun hatten wie Audi und die Saftmarke Rabenhorst. Diese beiden Markennamen tauchten übrigens an deutlich mehr Orten auf als der Bär der Berlinale. Dafür konnte man allerdings kostenlos von einem Pseudo-Punsch namens „Heißer Rabe“ und dem bezaubernden Anblick eines echten Audis profitieren. Wahnsinn. Da wusste unsere Bärenstark-Redaktion gleich, warum sie zum Potsdamer Platz gereist war!

Doch es kam noch besser: Während die Bärenstark-Redaktion noch frierend ihre Technik zusammenbastelte, hüpften ihr bereits unfreiwillig das Fußballsternchen Jerome Boateng und die GNTM-Gewinnerin Steffi Giesinger vor die Linse. Seelisch unterstützt von stelzenartigem Schuhwerk und dunkelgrünem Pelz erzählte diese uns den Grund ihrer Präsenz: Am Abend würde sie sich den Eröffnungsfilm ansehen, dessen Titel sie allerdings nur noch vage in Erinnerung hatte. Worum es gehe – keine Ahnung. Offenbar waren hier die Prioritäten anders gesetzt worden – vielleicht auf die im Übrigen auch nur mäßig ästhetische Farbkombination, die sie am Leibe trug (knallrotes Abendkleid beißt grünen Puschelpelz).

Boateng hingegen war sehr kurz angebunden und eilte sofort weg – und auch die Herrschaften von der Polizei und Security enthielten sich der Kamera.

Also seht hier unser Promi-Special vom Roten Teppich – zwar ohne Boateng, dafür aber mit Schauspieler Wotan Wilke Möhring und vielen mehr!

Am Rande des roten Teppichs trafen wir schon bald auf einen Verschwörungstheoretiker, der zwischen akustisch schwer verständlichen Ausführungen über den Zionismus immer wieder seine mit Hetzparolen beschmierten Plakate in die Kamera hielt. („Zionisten zerstören die Deutschen, die Ausländer und die ganze Welt.“)

Mehrfach bestätigte er uns ernsthaften Blickes und ganz ohne Scham, die Juden seien Teufel. Wir hoffen sehr, dass er mit diesen abstrusen Thesen keine weiteren Anhänger gefunden hat – doch vielleicht wäre eine andere Klientel als die auf der Berlinale für solche Botschaften auch etwas empfänglicher gewesen. Wir jedenfalls haben beschlossen, ihm in unserem Video keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

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Berlinale – Bald geht’s los!

Wir sind Bärenstark, eine Jugendredaktion wild gemixt aus Mitgliedern der DIGGA-, Hörsturz- und Volltreffer-Formate und berichten auch dieses Jahr vom 09.-19. Februar 2017 für euch von der Berlinale.

Dieses Jahr gibt es eine Besonderheit: Wir erzählen in Form eines Tagebuchs von unseren Erlebnissen.

Online,  hier auf dem DIGGA-Blog, und crossmedial, das heißt auch im Radio, auf YouTube, Facebook und bei AlexTV. Die Berlinale ist Europas größtes Filmfestival und findet dieses Jahr schon zum 67ten Mal statt! Das Besondere ist die immense Filmauswahl, die sich im Vergleich zu anderen Filmfestival jeder anschauen kann. Wir werden für euch natürlich Filme gucken und darüber diskutieren, mit Filmemachern und Schauspielern sprechen, vom Roten Teppich berichten und auch mal hinter die Kulissen der Berlinale schauen. Im Fokus steht bei uns wie immer die Sektion Generation der Berlinale, also die Filme für Kinder und Jugendliche wie uns. Dieses Jahr wird die Generation 40 Jahre alt: Die Bärenstark-Redaktion gratuliert zu diesem runden Geburtstag und fiebert schon der Eröffnungsfeier entgegen!
Um unsere Kenntnisse als junge Reporter noch weiter zu vertiefen und damit bei den Drehs alles reibungslos verläuft, gibt es auch diesmal einen Vorbereitungsworkshop. Wer alles dabei ist, zeigen wir euch in diesem Video.

In der Generation gibt es bekanntlich nicht nur Filme für Jugendliche ab 14, sondern auch für Kinder ab 6. Das sind unsere Bärenstark-Kplus-Reporter:

 

Mit Filmen werden Geschichten erzählt und Gefühle erzeugt. Wir haben uns gefragt, was einen guten Film eigentlich ausmacht. Kann man einen Film überhaupt an ein paar allgemeinen Kriterien bewerten? Auf der Berlinale werden wir uns darüber mit verschiedenen Filmexperten unterhalten und hoffentlich einiges von ihnen lernen.  Was unsere Redaktion dazu sagt, könnt ihr hier sehen.

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Wir freuen uns,

Eure Bärenstark-Redaktion