Wird der BER doch noch fertig?

Nein, wir diskutieren jetzt natürlich nicht noch einmal den verkorksten Bau des Berliner Flughafens. Der wurde doch schließlich schon oft genug auseinandergenommen.

Heute soll es um UnberechenB€R gehen, ein neues Gesellschaftsspiel, das sich auf ironische Weise mit der Finanzierung des neuen Flughafens befasst. Man kann es ab 14 Jahren und in Gruppen von zwei bis fünf Personen spielen. Die Regeln sind sehr einfach: Wer am meisten Steuergelder sinnlos ausgibt, der gewinnt! – Also eigentlich sehr eng am Originalprojekt. Unsere Redaktion hat das Spiel getestet und verrät euch hier, ob es am 24. Dezember unter keinem Weihnachtsbaum fehlen sollte.

 


Schon beim Auspacken und Vorbereiten müssen wir schmunzeln, denn das Spiel setzt nicht nur im Titel auf Wortwitz. Auf dem Spielfeld werden zwei Stapel mit Ergebnis- und VerantwortlungsLosen platziert – well played. Nach kurzem Studieren der Spielanleitung ist eigentlich schon alles klar:
 

Man kann zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen und wir entscheiden uns für den Anfang für die mittlere. Es gibt acht Teilprojekte (beispielsweise für das Rollfeld, den Parkplatz oder die einzelnen Terminals), die möglichst verschwenderisch umgesetzt werden sollen. Der Reihe nach wird gewürfelt, dann darf man entweder ein ErgebnisLos ziehen oder eines der Teilprojekte bearbeiten, indem man einen der Spielsteine in die Reihe setzt und je nach Feld einen Betrag zwischen 10 und 50 Million “Steuerzahlertaler” verbrennt. Manchmal gibt es dazu auch noch ein VerantwortlungsLos. Derjenige, dessen Teilprojekt beendet wird, bekommt von den Mitspielern Geld zum Verbrennen und wer am Ende am meisten Geld ausgegeben hat, entscheidet das Spiel für sich. Es muss also gleichzeitig mit- und gegeneinander gearbeitet werden. Zwar sind alle Spieler beim Aufbau gefragt, denn keines der Teilprojekte kann von einem Spieler alleine abgeschlossen werden, aber gleichzeitig sollte auch ein Auge darauf geworfen werden, dass die Mitspieler nicht zu viel Geld verprassen. Wo man weiterbaut und die eigenen Spielsteine anlegt, sollte also gut überlegt sein.

Wirklich großen Spaß macht es, die Lose zu lesen:

“Testbetrieb. 10.000 Komparsen stellen fest, dass irgendwie alles nicht funktioniert. Kost und Logis für die Komparsen! Verbrenne 100 Mio.”

oder

“Ein neuer Eröffnungstermin kann leider noch nicht genannt werden. Verbrenne 20 Mio. für Erklärungsversuche.”

oder

“Flugverkehr geht noch nicht. Dafür fährt aber ein Bus! Halte die Buslinie aufrecht! Verbrenne 10 Mio.”

Hier wurde sich kreativ ausgelebt und große Mühe gegeben. Die Karten werden mit der Zeit auch nicht langweilig oder wiederholen sich, sondern sorgen für gute Unterhaltung zwischendurch. Die meisten der Lose sind positiv und verursachen weitere Kosten, nur manche haben gar keine oder negative Auswirkungen für den Spieler.

Nach circa 40 Minuten sind alle Teilprojekte beendet und das verbrannte Geld wird gezählt. Ein Steuerschaden von jeweils 1.140.000.000, 740.000.000 und 610.000.000 ist entstanden und damit steht auch eine klare Siegerin fest!

Uns hat das Spiel großen Spaß gemacht und für viel Lachen gesorgt, allerdings hätten wir uns etwas mehr Action gewünscht. Im Endeffekt verbrennt jeder sein Geld vor sich hin und in den meisten Fällen entscheidet das Glück darüber, wie viel das ist. Es wäre schön, wenn es mehr Karten gäbe, mit denen man den Mitspielern Spielsteine oder Geld klauen kann, und wenn es dadurch auch strategischer würde. Vielleicht ändert sich das aber auch im schwierigeren Modus, der einen mehr Karten ziehen lässt.

 

Fazit: Tolle Idee mit viel Wortwitz, aber die Interaktivität zwischen den Mitspielern könnte noch ausgebaut werden. Trotzdem lohnt sich ein Kauf in jedem Fall!

“Der Generalplaner warnt vor Verzögerungen. Sofort entlassen. Auswirkungen: Keine! Der Nächste ist dran.”



Ein Besuch im Berliner Abgeordnetenhaus

Zu beiden Seiten der großen, imposanten Halle reichen zwei, mit rotem Teppich bedeckte Treppen zu den oberen Stockwerken hinauf. Das Foyer des vor über einhundert Jahren erbauten Gebäudes des ehemaligen Preußischen Landtages und heutigen Sitzes des Berliner Abgeordnetenhauses ist tatsächlich recht eindrucksvoll. Ein Gebäude mit einer interessanten Geschichte.

Wir hatten das Glück, vom aktuellen Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, durch das gesamte Gebäude geführt zu werden und ihm Fragen rund um das Abgeordnetenhaus stellen zu können. Herr Wieland ist bereits seit 18 Jahren Abgeordneter und wurde 2011 zum Präsidenten gewählt. Wir trafen uns mit ihm im Foyer, wo er uns zunächst Einiges über die Geschichte des Gebäudes erzählte. Anschließend führte er uns in den vermutlich wichtigsten Raum des Hauses – den Plenarsaal. Hier erklärte er uns die Arbeitsweise des Parlaments, also beispielsweise wie Gesetze beschlossen werden und welche Rechte die Opposition hat.

Weiter ging es mit der Berliner Ehrenbürger-Galerie, die inzwischen 54 Gemälde von Personen, die sich „in hervorragender Art und Weise um Berlin verdient gemacht“ haben, umfasst. Wir erfuhren von Herrn Wieland, wie man Berliner Ehrenbürger wird und haben außerdem nachgefragt, wen er als Ehrenbürger vorschlagen würde. Ein weiterer Ort, der an wichtige politische Persönlichkeiten erinnert, ist die Büstengalerie in der obersten Etage. Zu sehen sind hier die ehemaligen Präsidenten des Abgeordnetenhauses und dort verriet er uns auch, welchen seiner Vorgänger er ganz besonders bewundert.

Am Ende bekamen wir sogar noch das Büro von Ralf Wieland zu sehen! Eine Nachbildung der Büste der Nofretete und einige Bilder befinden sich hier. Während ich ihm an seinem Schreibtische gegenübersaß, erzählte er, wie er zur Politik gekommen war. Wir redeten außerdem über das Thema Jugend und Politik und darüber, wie und warum man Kindern und Jugendlichen Politik näher bringen sollte. Er erwähnte, dass Anfang nächsten Jahres eine Jugendseite des Abgeordnetenhauses online geht!

Wer vorher schon mehr über das Abgeordnetenhaus erfahren will, kann es so wie wir auch jederzeit selbst besuchen. Wir fanden es auf alle Fälle ziemlich spannend und bedanken uns bei Ralf Wieland dafür, dass er uns einen solchen Einblick ermöglicht hat.



Marilyn Manson in Berlin – The Reflecting God

Ein schwarzer Vorhang, hinter dem Kunstnebel hervorkriecht, verdeckt die Bühne, während der Song The End von den Doors spielt. Ironischerweise beschreibt es den Anfang – doch bei Marilyn Manson dreht sich aktuell vieles um. Sein zehntes Studioalbum heißt Heaven Upside Down. Es ist wie seine Erfolgsalben gewaltig, tief und intim, aber trotzdem neuartig für Manson.

Marilyn Manson während des Berlin-Konzerts seiner “Heaven Upside Down”-Tour am 25.11. – Quelle: http://bit.ly/2Bny6G0

Das Velodrom ist ausverkauft, das Licht geht am 25. November 2017 um 21:10 aus. Ein Schrei verkündet die Ankunft des dunklen Herren der Rockmusik. Sein Erfolg mag nicht mehr so groß sein wie früher, aber dennoch zieht er auf der Stelle Tausende in seinen Bann. Seine Präsenz hat gottgleiche Züge, auch wenn man ihn noch gar nicht sieht. Auch, als der Vorhang fällt und Manson in einem Rollstuhl über die Bühne fährt – Grund ist ein Unfall während eines früheren Auftritts – Das unheilverkündende Revelation #12, der Opener seines neuen Albums, dröhnt laut und beeindruckend durch die Halle und nimmt alle Anwesenden mit in die Welt des Antichrist Superstars.

Was folgt, ist ein Medley aus seinen größten Hits, mit vielen Kostümwechseln und kreativen Show-Ideen. Umgeben von Ärzten performt Manson sein Sweet Dreams-Cover auf einer Krankenhausliege. Statt die Shows wegen seines gebrochenen Beins ausfallen zu lassen, nutzt Manson es zu seinem Vorteil.

Seit Jahren klang Marilyn Manson auf der Bühne nicht so kraftvoll. Die Energie, die ihm sonst durch die Bewegung verloren geht, legt er in seine Stimme. Der Spaß, den er an der Show hat, ist vor allem bei seinen aktuellen Songs bemerkbar. WE KNOW WHERE YOU FUCKING LIVE und SAY10 sind wie gemacht für die Bühne. An der Gitarre steht Filmkomponist Tyler Bates. In den Musikvideos lässt Manson Nonnen mit Waffen auf unschuldige, mittelständige Amerikaner los oder verkörpert mit Johnny Depp eine düstere, in Sex und Drogen getränkte Adaption des biblischen Bruderpaars Kain und Abel.

Der Biss ist zurückgekehrt. Marilyn Manson hat nachgeladen und macht das, was er am besten kann. Sein Song KILL4ME ist ein langsam brodelnder Popsong mit romantischem Unterton – aber einem manipulativen und düsteren Text. Wieder infiltriert er damit den Mainstream – der Song hat es sogar ins Radio geschafft. Auf der Bühne präsentiert Manson ihn im roten Gewand.

Darüber hinaus performt Manson stimmgewaltig seine größten Hits. Überraschungen im Set gab es wenig. Von seinem letzten Album spielt er lediglich einen Song. Nur die erste Zugabe in Form des Fan Favourites Cruci-Fiction in Space überrascht die Fans, die zugleich begeistert mitsingt. Vorne auf der Bühne interagiert Manson mit dem Publikum, erzählt zwischen den Liedern kurze und prägnante Anekdoten, ohne die Aura zu gefährden.

Thank you all for coming tonight. And I don’t mean that in a sexual way – yet.

Das Konzert ist mit knapp 80 Minuten zwar recht kurz, jedoch gibt Manson bei den 14 Songs alles. Das Publikum geht mit und dankt dem Künstler mit Sprechchören, Jubel und gelegentlichen Moshpits. Am Ende des Konzerts schreitet Manson von der Bühne, vom Band läuft sein neuer Song. Es ist ein Cover von Johnny Cashs God’s Gonna Cut You Down. Wie eine Abschiedsmelodie rundet es einen großartig konzipierten Konzertabend ab. Seit Jahren war Manson nicht so intensiv auf der Bühne. Es war mein erstes Konzert mit der Shock-Ikone, und es wird hoffentlich nicht mein letztes sein.

Albumtipp: Das aktuelle Album von Marilyn Manson – Heaven Upside Down



DIGGA auf der Veggieworld

Vegane Kost gibt es jetzt auch als Tiefkühl-Fertiggericht! Schnell in die Mikrowelle und schon gibt es Chili sin Carne. 

Die Veggieworld findet diese Jahr in Berlin schon zum dritten Mal statt. Über 100 Aussteller, ein bunter Mix aus Start-Up Unternehmen, deren Produkte teilweise noch gar nicht auf dem Markt sind, und schon etablierten Marken, präsentierten hier ihre neuen Produkte und Ideen den rund 10.000 Besuchern.

Sich vegan zu ernähren, liegt im Trend. Schaut man sich den Umsatz von Fleischersatz-Produkten oder die Anzahl von veganen Restaurants und Kochbüchern an, sieht man einen Boom, wie sonst in kaum einer anderen Branche. Insbesondere in Berlin ist die vegane Küche omnipräsent. In fast jeder Imbissbude findet sich ein veganes Gericht und hier leben auch die meisten Veganer Deutschlands.

Vegane Chicken Nuggets

Gemüsechips aus Wirsing. Kann man essen, muss man abe auch nicht 😀

Auf der Veggieworld gab es eine breite Auswahl an Fleischersatz-Produkten, die von Chicken Nuggets (ganz lecker), über veganen Döner (zu teuer) bis zu Chorizo aus Kürbis (so lala) ging. Fleischersatz-Produkte stehen oft im Mittelpunkt von Diskussionen, wenn es um vegane oder vegetarische Ernährung geht. Viele vergessen dabei aber, dass die Hauptzielgruppe dieser veganen Ersatzprodukte nicht auf Veganer, sondern eher auf Flexitarier, die nicht komplett auf Fleisch verzichten wollen, aber versuchen, sich möglichst fleischlos zu ernähren, zielen. Manche setzen vegane Ernährung auch mit gesunder Ernährung gleich, was natürlich Schwachsinn ist, der Branche aber zu Gute kommt und mehr Gewinn einbringt. Immer mehr Produkte werden in den Supermärkten als vegan angepriesen, teilweise grenzt dieses Labeling aber auch schon an Absurdität.(Wenn zum Beispiel auf Bananen steht, dass sie vegan sind!)

Auch vegan kann man sich sehr ungesund ernähren. Daher ist es wichtig, dass man sich gut darüber informiert, was der Körper braucht und in welchen Produkten diese Nährstoffe zu finden sind, bevor man Veganer wird. Auf Eines kann eine ausgewogene vegane Küche aber verzichten: Fleischersatz-Produkte.

Die vielleicht erste vegane Käsetheke

Die Kreativität der veganen Küche hat sich auch auf der Veggieworld gezeigt, es gab nicht nur zahllose Alternativen zu Produkten wie Honig, Käse oder Schokolade, sondern auch neue Gerichte aus außergewöhnlichen Zutaten, wie zum Beispiel Nudeln aus Algen oder zubereiteten Früchten aus dem Regenwald. Außerdem gab es unglaublich viele Smoothies, Kaffee-Ersatzgetränke, Gemüsechips und und und…

Mit der VR-Brille hat man das Gefühl mitten im Stall/Schlachthof zu stehen. 

Auf der Veggieworld ging es  nicht nur um Ernährung. Bei einem Stand von Animal Equality gab es die Möglichkeit, eine Virtual Reality Brille aufzusetzen, die einem das Gefühl vermittelt, wie es ist, mitten in einem Kuh-, Schweine- oder Hühnerbetrieb zu sein – und zwar von der Geburt an bis zur Schlachtung. Diese Methode ist zwar nichts für schwache Nerven, da direkt vor den eigenen Augen eine Kuh geschlachtet wird, aber auch sehr effektiv, da man direkt mit der Realität konfrontiert wird und noch länger über das Gesehene nachdenkt und so vielleicht auch den eigenen Fleischkonsum hinterfragt.

Leider viel zu viel Plastikmüll! 

Was mich an der Messe sehr gestört hat, sind die Unmengen an Plastikmüll, die durch jeden Probierschluck produziert wurden. Ich persönlich verbinde mit veganer Ernährung auch generell einen nachhaltigeren Lebensstil (auf der Messe gab es unter anderem auch nachhaltig hergestellte Kleidung und Kosmetika). Daher fand ich es schade, dass viele Produkte noch in so viel Plastik eingepackt waren.

The future is vegan!

Fazit: Nicht alle was vegan oder/und supergesund ist, schmeckt. Aber es gab
auch viele kreative Gerichte, die sehr lecker waren. Erstaunt hat mich, wie nah Fleischersatz-Produkte an die Konsistenz von Fleisch kommen. Der Käse hinge
gen hat mich persönlich jetzt noch nicht überzeugt. (vielleicht in ein paar Jahren dann). Klar geworden ist, dass man im Jahr 2017 keine großen Probleme mehr hat, wenn man sich vegan ernähren will. Manche Produkte sind aber noch etwas teuer, was sich aber in naher Zukunft auch noch ändern wird. Ich bin in jedem Fall sehr gespannt, was uns in den nächsten Jahren noch an Produktvielfalt und Ideen erwartet!



Plastik- die praktische Gefahr

Plastik kommt fast überall in unserem Alltag vor: In den Verpackungen von unseren Lebensmitteln, in unseren Spielsachen und sogar in unseren Klamotten. Doch woher kommt das ganze Plastik eigentlich und wie wird es hergestellt?

Unverpackt-Laden in Berlin.

Im Jahr 1907 entwickelte Leo Baekelland erstmals das synthetische Plastik, das aus Erdöl hergestellt wird. Während des 20. Jahrhunderts wurde Plastik dann immer mehr konsumiert: Im Jahr 1950 wurden bereits 1 Million Tonnen Plastik produziert. Bis heute hat sich das um bis zu 370 Millionen Tonnen vervielfältigt. Die Vorteile von Plastik sind, dass es flexibel, leicht, praktisch, billig, stabil und temperaturbeständig ist. Das Wort Plastik kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet ,,Formende Kunst“. Plastik (oder auch Kunststoff) wird durch die sogenannte Polymerisation hergestellt. Ein Polymer, bedeutet so viel wie „Mehrteil“, denn es besteht aus vielen kleinen Teilen, den Monomeren. Auf drei verschiedene Arten werden die Monomere zu Polymeren zusammen gesetzt, so entsteht je nach Art verschiedener Kunststoff. Auch ein wichtiger Bestandteil von Plastik ist Erdöl, 5% des weltweit geförderten Erdöls wird für die Plastik-Produktion genutzt.

Wir haben Interviews mit verschiedenen Leuten auf der Straße geführt. Hier könnt ihr euch die Audios im Text verteilt anhören. 

Plastik-Verpackungen landen fast immer im Mülleimer.

Was passiert dann mit dem hergestellten Plastik?

Das Plastik wird dann als die Produkt, das wir kennen, in den Läden verkauft. Bis zu 200 Millionen Tonnen Plastik (Kunststoff) werden jährlich produziert. Das, was nicht gebraucht wird, zum Beispiel die Verpackungen, wird zum größten Teil weggeschmissen. Zu 9% recycelt man es, zu 12% wird es verbrannt und zu 79% auf Müllhalden gebracht oder es

Viele Plastikflaschen werden nicht wiederverwendet, sondern einfach weggeworfen.

landet in der Umwelt. Sehr viel von dem Plastik landet im Meer und stellt dort ein großes Problem für die Tiere dar. Das Plastik sammelt sich dort in kilometergroßen Plastik-Inseln. Mittlerweile gibt es schon sechsmal mehr Plastik als Plankton im Meer und Forscher vermuten, dass 2050 dreimal mehr Plastikteile als Lebewesen im Meer schwimmen. Das meiste Plastik im Meer sind Flaschen, Tüten und Kanister. Eine Plastikflasche braucht ganze 450-500 Jahre um sich komplett zu zersetzen. 13.000 Plastik-Teilchen schwimmen pro Quadratkilometer im Meer. Viele Meerestiere, vor allem Seevögel, Meeressäuger und Meeresschildkröten, sterben, weil sie Plastik fressen oder sich daran verletzen. Meeresschildkröten, die normalerweise Quallen fressen, verwechseln beispielsweise diese und fressen deswegen Plastiktüten. Pro Jahr sterben 100.000 Meeressäuger und 1 Millionen Vögel wegen Plastik.
In Deutschland werden jährlich ca. 6 Milliarden Plastiktüten verbraucht, durchschnittlich werden diese nur 25 Minuten genutzt, denn Plastiktüten werden hauptsächlich dafür genutzt den Einkauf nach Hause zu bringen.

Selbst für Menschen ist Plastik schädlich, denn es enthält giftige Stoffe, z.b Bisphenol A, welches Störungen der Sexual- und Gehirnentwicklung verursacht und PVC. Bei 90% der Menschen aus Industriestaaten konnte man Bisphenol A im Blut und im Urin nachweisen. Bisphenol A kann auch durch die Luft oder mit Hausstaub in den Körper gelangen.

So funktioniert der Unverpackt-Laden!

Diese Gifte nimmt man häufig ein, wenn man aus einer Plastikflasche trinkt, die schon einmal in der Sonne stand, ein heißes Getränk enthält hat oder zerkratzt wurde. Außerdem ist es nicht gesund, wenn man Klamotten aus Plastik trägt.

Tipps für weniger Plastik:

Auch Aromen kann man sich selbst abfüllen und zusammenstellen.

1. Nimm einen Beutel mit zum Einkaufen, damit du keine Plastiktüte kaufen musst.

2. Kaufe statt einer Plastikflasche eine Glas- oder Metallflasche.

3. Versuche, Produkte mit Plastikverpackung zu vermeiden.

4. Gehe in den Unverpackt-Laden, um Produkte wie Nudeln, Shampoo, Reis etc. zu kaufen.

5.Wenn du Plastik kaufst, versuche, es

Müsli aus dem Unverpackt-Laden: Hier kann man sich seine ganz persönliche Portion abfüllen.

wiederzuverwenden.

6. Wirf deinen Müll nicht in die Umwelt, sondern in einen Mülleimer und versuche auch, den Müll zu trennen.

7. Wenn du Müll rumliegen siehst, schmeiße ihn in einen Mülleimer.

8. Lass dich nicht von „Bio-Plastik“ täuschen, das ist nicht besser als Plastik.

9. Werde Mitglied bei einer Meeresschutzorganisation.

10. Überlege, ob du die Sachen, die du kaufen willst, wirklich brauchst. 



Zucker – Wie aufgeklärt sind die Jugendlichen in Berlin darüber?

Ein überall bekannter Rohstoff. Heutzutage finden wir in vielen unserer Lebensmittel Zucker, sei es das Brot oder Müsli zum Frühstück, Salatdressing oder das Stückchen Schokolade, das wir abends vor dem Fernseher genießen. Der Zucker, den wir im Supermarkt kaufen, ist z. B. Kandis, Raffinade, Vanillezucker, Milchzucker in der Milch oder Puderzucker.
Doch was wissen wir über den Zucker und was macht er eigentlich mit unserem Körper?

In Europa wird Zucker aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen und hauptsächlich für den Eigenbedarf angebaut. Seine Produktion in Europa gilt als umweltbewusst, weil durch die Produktion vor Ort unnötige Transportwege vermieden werden.
Für die Versorgung des Gemeinschaftsbedarfs sind rund 18 Millionen Tonnen Zucker jährlich nötig. Der Bedarf steigt. So wurden in den Wirtschaftsjahren 2016/17 europaweit 16,7 Millionen Tonnen Zucker erzeugt. Das sind 11,6 % mehr als im Jahr 2015, so die Zuckerverbände.

Graffiti, Velodrom-Schwimmhalle Landsberger Allee

In der Medizin ist Zucker sogar in Tabletten zu finden. Dabei handelt es sich um Milchzucker.
Zucker macht Lebensmittel länger haltbar. Außerdem liefert er Energie, da er schnell ins Blut gelangt. Nach dem Konsum fühlen wir uns oft besser, da beispielsweise die Nervosität schwindet und die Konzentrationsfähigkeit steigt.
Doch das übermäßige Konsumieren von Zucker bringt auch Negatives mit sich.
Es löst die Produktion einer großen Menge Insulin, ein Hormon, welches den Blutzuckerspiegel regelt, aus. Diese Reaktion erfolgt, damit der Zucker aus der Nahrung entfernt wird und zur Energiegewinnung auf die Körperzellen und Organe verteilt werden kann. Allerdings steigt der Insulinspiegel bei einem ständigen Zuckerkonsum dauerhaft. Das wirkt entzündungsfördernd und hat zur Folge, dass die Entwicklung chronischer Krankheiten gefördert wird. Im Gehirn befindet sich dann wiederum zu wenig Insulin, was zu Vergesslichkeit oder sogar Alzheimer führen kann.
Wir fühlen uns nach dem Konsumieren von Zucker oft glücklich. Das kommt daher, dass das Insulin auch die Bildung unseres Glückshormons Serotonin fördert.
Allerdings schwächt Zucker in übermäßigen Mengen unser Immunsystem und wir werden anfälliger für Infektionskrankheiten.

Symptome von unerklärlicher Müdigkeit und Energielosigkeit bis hin zu Depressionen, Angstzuständen, Magen- und Darmproblemen, Völlegefühl und Blähungen, Pilzbefall, Nervosität sowie Schlafstörungen sind nicht selten.
Diese Informationen konnten wir Angaben des Zentrums der Gesundheit entnehmen.

Laut der Quelle netzfrauen.org waren im Jahr 2013 ca. 32 Millionen Menschen der europäischen Union an Diabetes erkrankt.
Deutschlandweit sind rund 1,8 Millionen Kinder übergewichtig und etwa 800.000 fettleibig. Die Werte sind seit den 90er Jahren um 50 % gestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht deshalb von einer “Fettleibigkeits-Epidemie“. In Deutschland konsumiert jeder rund 35 Kilo Zucker im Jahr, in den USA ist es durchschnittlich die doppelte Menge.
Man erkannte, dass der braune Zucker, der oft für gesund gehalten wird, genauso schädlich ist wie der weiße Industriezucker und lediglich einen etwas höheren Wert an Mineralien enthält.

Wir haben eine Umfrage unter sechs Jugendlichen im Alter von 14-16 Jahren aus Berlin durchgeführt.
Das Ziel war es, herauszufinden, was die junge Generation Berlins über die Zuckerindustrie in Europa und teilweise auch in den USA weiß, und wie die Jugendlichen mit dem Konsum von Zucker umgehen.
In unseren Fragen sind wir auch auf das Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) eingegangen, welches die wirtschaftliche Dominanz des Westens für die Zukunft sichern und das Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten stärken soll. Es sollen Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden, jedoch wird auch die Erlaubnis erteilt, einige Nahrungsmittel, wie z. B. den Zucker, aus den USA zu importieren. Problematisch ist jedoch, dass einige Stoffe in manchen Nahrungsmitteln der USA unserer Gesundheit schaden können.
Der Zucker zum Beispiel wird nicht auf natürliche Art und Weise produziert, sondern wird zum größten Teil aus Maisstärke und mit Enzymen versetzt hergestellt.

Hier findet ihr die Ergebnisse unser Umfrage auf Twitter mit 14 Teilnehmern:

Esst ihr täglich Süßigkeiten?

Hier ist unsere Umfrage auf der Straße mit 6 Teilnehmern:

Wir konnten feststellen, dass bei den Befragten ein Basiswissen zum Thema Zucker vorhanden ist. Allerdings haben die meisten keine näheren Informationen und die wenigsten größeres Interesse an diesem Thema, weshalb kein tiefgründiges Wissen vorhanden ist. Anhand von Fragen unserer Teilnehmer konnten wir feststellen, dass nicht immer genug Aufklärung vorhanden ist, trotz teilweise gewissem Interesse.

Keiner der Befragten hat angegeben, nie Zucker zu essen und die meisten konsumieren täglich Zucker in Form von Süßigkeiten oder Gebäck. Außerdem lässt sich sagen, dass den meisten Jugendlichen eine möglichst zuckerfreie Ernährung nicht unbedingt wichtig ist.
Ein positives Empfinden nach dem Konsumieren von Zucker ist sehr häufig nicht der Fall. Dies deutet darauf hin, dass der Konsum von Zucker schon sehr alltäglich geworden ist und somit nichts Besonderes mehr für unseren Körper darstellt.

Zucker schmeckt uns also oft sehr gut und bringt uns kurzfristig Energie, jedoch sollte beachtet werden, dass ein übermäßiges Konsumieren schwere gesundheitliche Schäden mit sich bringen kann. Das heißt nicht, dass wir komplett auf Zucker verzichten müssen, aber wir sollten den Rohstoff in Maßen genießen.



Was ist Philosophie? – DIGGA philosophiert

Glatzköpfige Pollunderträger mit Drahtbrille barfuß unter einem Ginkobaum, die über Wiedergeburt und Seelenkräfte sinnieren und sich dabei auf dem Höhepunkt ihrer geistigen Fähigkeiten zu befinden glauben, während ihnen vor mentaler Brillanz der Joint aus der flachen Hand rollt.

„Was ist der Mensch?“, fragen sie sich – „Ist die Welt real?“ – und wirken mit ihrer Philosophie auf Außenstehende meist pseudointellektuell, weltfremd und wenig zielführend.

Mit diesem Vorurteil wollen wir aufräumen! Darum haben wir ein neues Format ins Leben gerufen: “DIGGA philosophiert!”

Hier Teil 1 zum Thema: Was ist Philosophie? – Die vier Kant-Fragen



“Herr Wartke, ich schätze Sie!”

So wurde Bodo Wartke, einer der bekanntesten Berliner Liedermacher und Klavierkabarettisten, vor kurzem auf der Straße begrüßt.

Das erzählte er uns übrigens, als wir ihn bei ALEX begrüßen durften – und darüber hinaus noch sehr viel mehr, doch das schaut ihr euch am besten einfach an.

Spoiler: Es geht um ihn, ums Dichten, ums Klavierüben und um seinen deprimierendsten Auftritt. Aber längst nicht nur.



Fahren Lernen in Berlin – Ein kleiner Einblick

Ein spannender Weg erwartet mich bis ich endlich meinen Führerschein in der Hand halten darf.

Früher oder später wollen wir ihn alle haben – unseren eigenen Führerschein! Auch ich habe mich nun mit einigen wenigen Jahren Verspätung endgültig dazu entschlossen das Projekt Autofahren anzupacken und schnellstmöglich zu Ende zu bringen. Ich möchte meinen Weg vom Finden der passenden Fahrschule bis hin zum Führerschein mit Euch teilen und festhalten was wichtig ist, um Zeit und Kosten zu sparen.

So stellt sich zu Beginn die Frage, welche Fahrschule überhaupt die perfekte für einen Selber ist. Ich frage im Freunden-, Bekannten- und Kollegenkreis nach, um Licht ins Dunkel zu bringen. Wie auch in der Schule scheint die goldene Regel zu lauten, dass die Lehrerwahl letzten Endes entscheidend ist. Aber wo finde ich nun einen geduldigen, hilfsbereiten und erfahrenen Fahrlehrer? Gar nicht so einfach mit einer Auswahl von mehr als 600 Berliner Fahrschulen.

 

Ich prüfe zunächst einmal die Schule, die meine Schwester auch besucht. Freunde von mir haben dort auch ihren Führerschein gemacht und Allesamt scheinen sie ganz zufrieden gewesen zu sein. Obwohl die Google- und Facebook-Rezensionen nicht sonderlich positiv sind, verlasse ich mich doch auf das Wort meiner Bekannten und schaue dort vorbei.

Ich komme nachmittags in die Fahrschule am Hindenburgdamm in Steglitz an und werde direkt von einer freundlichen, aufgeschlossenen und ausgesprochen familiären Atmosphäre begrüßt. Eine junge Dame erklärt mir sachlich und kompetent, welche Schritte mich an dieser Fahrschule bis hin zu meinem Führerschein erwarten. Zunächst einmal brauche ich eine Fahrerlaubnis beim Bürgeramt. Offensichtlich hängt dieser Antrag mit der Überprüfung schwerer Delikte zusammen. Wer also schon mal aufgrund von gesetzeswidriger Handlungen aufgefallen ist, scheint es schwieriger zu haben ein Auto fahren zu dürfen.

Anmelden für die Fahrschule kann ich mich direkt. Mit der Anmeldegebühr sind auch schon die vierzehn Theoriestunden, die man für den Führerschein der Klasse B braucht, bezahlt, was bei den meisten Fahrschulen ebenso der Fall zu sein scheint. Wenn ich dann die Bescheinigung vom Bürgeramt in der Tasche habe, darf ich letzten Endes auch zur Theorieprüfung antreten.

Folgender Ablauf erwartet mich also für die nächsten Monate:

  1. Antrag auf Fahrerlaubnis ans Bürgeramt einreichen (inklusive Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Lichtbild und gültigem Personalausweis)
  2. Anmeldung an einer Fahrschule (inklusive Gebühr und gültigem Personalausweis)
  3. Besuch von 14 Theoriestunden à 90 Minuten
  4. Probe-Theorieprüfung an der Fahrschule
  5. Absolvierung der Theorieprüfung beim TÜV oder DEKRA (inklusive Personalausweis und Gebühr)
  6. Praktische Fahrstunden à 80 Minuten( beliebig viele plus Überlandfahrt à 225 Minuten, Autobahnfahrt à 180 Minuten, Nachtfahrt à 135 Minuten und Fahrstunde direkt vor der Prüfungsfahrt)
  7. Praktische Fahrprüfung beim TÜV oder der DEKRA
  8. FÜHRERSCHEIN

Der erste Eindruck der Fahrschule ist ausgesprochen gut, also melde ich mich an. Einen Tag später besuche ich meine erste Theoriestunde. Man kann unabhängig vom Thema einsteigen, da die einzelnen Lehrstunden nicht aufeinander aufbauen. Das Gesetz schreibt dabei aber nicht vor, dass man alle vierzehn Themen auch besucht haben muss. Es gibt zwölf Themen, die die allgemeine Theorie des Straßenverkehrs vermitteln. Zusätzlich gibt es zwei Stunden, die sich mit dem Thema PKW beschäftigen. Diese beiden Stunden sind Pflicht. Bei den zwölf grundlegenden Themen können laut Gesetz auch nur zehn besucht werden, wenn zwei andere Lektionen doppelt besucht werden. Die Fahrschule empfiehlt es nicht, da alle Themen wichtig und nötig sind.

Meine Theoriestunden sind unterschiedlich stark besucht. Der Fahrlehrer nutzt bei jedem einzelnen Mal die vollen 90 Minuten um den Schülern das Wissen näher zu bringen. Dabei geht er in jedes kleinste Detail und erklärt die Materie idiotensicher. Deswegen ist es für mich durchaus sehr angenehm auch nach einem anstrengenden Tag noch abends in die Fahrschule zu gehen. Meine Theoriestunden verlasse ich sehr zufrieden. Den Erste-Hilfe-Kurs sowie den Sehtest kann ich glücklicherweise innerhalb eines Tages direkt in der Fahrschule absolvieren.

Innerhalb eines Monats bin ich mit meinen abendlichen Theoriestunden fertig. Definitiv muss man sich die Lernapp holen, wenn man die Theorieprüfung bestehen möchte. Dort lernt man die Fragen und richtigen Antworten für die Theorieprüfung kennen. Prinzipiell ist das tägliche Üben mit der App durchaus die beste Vorbereitung für die Theorieprüfung. Auch für das tatsächliche Fahren auf der Straße wird man später sehr dankbar sein, sich mit der Fahrapp das nötige theoretische Wissen angeeignet zu haben.

Nachdem ich meine vierzehnte Theoriestunde besucht habe, mache ich direkt den Vortest in der Fahrschule. Da ich recht fleißig geübt habe, bestehe ich diese problemlos. Am nächsten Tag beschließe ich direkt zur DEKRA zu fahren und meine Theorieprüfung abzulegen. Vor Ort sind mir viele Fragen bekannt. Bei einigen anderen, die ich zum ersten Mal sehe, fällt es mir schwer herauszufinden, was das System von mir hören möchte, da die Fragen sehr speziell gestellt sind. Ich bestehe haarscharf. Glücklicherweise direkt beim ersten Mal, was mir Zeit erspart. Wäre ich durchgefallen, hätte ich zwei Wochen warten müssen, bis ich meinen nächsten Versuch wagen darf.

Drei Woche später startet meine allererste praktische Fahrstunde. Wir starten mit dem Auto von der Fahrschule aus. Ich sitze zunächst nur auf dem Beifahrersitz, bis mein Fahrlehrer Andreas uns in das Schweizer Viertel in Lichterfelde fährt. In einer Parklücke befindend, tauschen wir die Plätze und ich sitze zum ersten Mal hinter dem Steuer – erstmals aber nur im parkenden Auto. In der ersten 80-minütigen Fahrstunde lerne ich, welche Voreinstellungen ich mir zurecht machen muss, bevor ich losfahren kann, was die vielen Knöpfe und Schalter am Armaturenbrett bedeuten und wie ich welches Licht am Auto betätige.

In meiner zweiten praktischen Stunde lerne ich die Grundprinzipien eines Schaltwagens. In der Tempo-Dreißig-Zone darf ich dann endlich zum allerersten Mal in meinem Leben fahren! Andreas hat als Fahrlehrer sicherheitshalber natürlich noch die gleichen Pedalen in seinem Fußraum, damit er in einer Gefahrensituation eingreifen kann. Dies geschieht direkt nach etwa einer halben Stunde, als ein kleiner LKW mir an einer Kreuzung die Vorfahrt nimmt. Andreas ärgert sich kurz und weist mich darauf hin, mich an solches Verhalten im Berliner Stadtverkehr besser zu gewöhnen. Am Ende der achtzig Minuten habe ich das Auto nur einmal abgewürgt. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden und überrascht, wie schnell ich doch selber schon so ein Auto im ruhigen aber dennoch ganz normalen Verkehr führen konnte.

Zufriedener Fahrlehrer und -schülerin nach der bestandenen Prüfung.

Ich beschließe so lange Fahrstunden zu nehmen, bis ich mich selber wohl und sicher hinter dem Lenkrad fühle. Insgesamt bleibt es bei zwanzig Fahrstunden, was im Vergleich relativ viel ist. Zum Tag meiner Prüfung habe ich 1600 € ausgegeben, obwohl meine Fahrschule mit ihrem günstigen Namen wirbt. Glücklicherweise bestehe ich direkt bei meiner ersten Prüfung und erspare mir somit weitere Zeit und Kosten! Pünktlich zum Sommer habe ich endlich meinen Führerschein in der Tasche. Zu Beginn bekommt man einen provisorischen Zettel, der einem mit gültigem Personalausweis erlaubt innerhalb Deutschlands zu fahren. Nach zwei Wochen bekomme ich dann meinen richtigen Führerschein per Post zugeschickt.

 

Rückblickend betrachtet bin ich zufrieden mit den Erfahrungen, die ich an dieser Steglitzer Fahrschule gemacht habe. Obwohl Freunde in Neuköllner oder Kreuzberger Schulen deutlich günstiger davon kommen, beklagen sie den schlechten Service und die Unprofessionalität, die sie dort erfahren. Ich kann jedem nur empfehlen direkt nach der Anmeldung alle Schritte so schnell wie möglich anzugehen. Definitiv braucht jeder die App zum Lernen für die Theorieprüfung. Meine Fahrschule verlangt dafür tatsächlich 60€, was absolut überteuert ist. Glücklicherweise hat mir ein Freund seine Accountdaten gegeben, sodass ich mich einfach bei ihm einloggen konnte und mir diese Kosten erspart habe.

Auch meine erste mehrstündige Überlandfahrt ohne Fahrlehrer haben wir gut überstanden!

Obwohl ein Auto in Berlin unnötig sein soll, habe ich beschlossen mir in wenigen Monaten ein eigenes zu holen! Denn wie mir jeder langjährige Fahrer bestätigen konnte, lernt man erst richtig zu fahren, wenn man alleine hinter seinem eigenen Steuer sitzt.