Sex and Drugs and Verantwortungsbewusstsein” -Rockstars

Sie können alles sein  – Idole, Arschlöcher oder die ganz große Liebe. Oft sind sie nebenbei auch Musiker –  ROCKSTARS.Viel zu jung entdeckt leben sie den Traum unzähliger ihrer Mitstreiter. Der vermeintlich richtige Manager macht sie über Nacht zum Weltstar. Die erste Platte – von der Kritik geliebt, inhaltsschwer, ein ganz tiefer Blick in die Seele des jungen Künstlers. Die erste Tour ist gebooked – cool, lässig lasziv schwitzend stehen sie auf riesigen Bühnen umjubelt von tausenden Fans. So schnell wie der Erfolg gekommen ist, verschwindet die Bodenständigkeit. Ein bisschen Koks, ein bisschen Nutten, ein bisschen Hotelzimmer zerschroten – klar jeder kennt es. Jedoch ist der Rockstar des 21. Jahrhunderts sich  seiner Rolle in der Öffentlichkeit durchaus bewusst. Heute heißt es: anständiges Vorzeigeobjekt statt ausufernder Eskapaden, am liebsten eigentlich einfach nur der Musiker “next door” statt weltverachtender Falco-Manier. Ist ja alles schön und gut, aber ohne so eine gebürtige Portion Schnoddrigkeit ist EIN Rockstar definitiv nicht MEIN Rockstar.

Illustration des Rockstaralltags
©  Tatjana Dyachenko

Als Gallionsfiguren haben Rockmusiker unverkennbaren Einfluss auf das Leben ganzer Generationen.Cobains Holzfällerhemd wird nicht zum Fashion-Statement, sondern zu einer nachwirkenden Lebenseinstellung der 90er. Wenn die Tourneen vorüber sind, fängt der Zirkus im Leben des musizierenden Haiopeis eigentlich schon wieder von vorn an.Im besten Falle heißt es dann ganz sportlich nach der Platte ist vor der Platte. Im Grunde genommen verlagern sich die Stationen des Tourlebens nur ein stickiges Studio. Dort werden dann Orgien, Drogenrausch und musikalische Revolution vollzogen. Zur Biographie eines jeden vernünftigen Rockmusikers gehört eine “hier bitte beliebige Stadt einfügen”-Zeit. Bowie war in Berlin, Mercury in München (und ich könnte an dieser Stelle noch erwähnen, dass Morrison eine Zeit lang in Paris gelebt hat, aber das wäre keine so tolle Alliteration). Warum der Wohnortwechsel ist egal – als Inspiration, Zuflucht oder einfach aus reiner Erlebnislust. Hier trennen sich zwei alternative Karriereende des Vorzeige-Rockstars.

Hier ein kleiner Beweis, wie viel Star im lieben Timur steckt:

http://timursalincakli.tumblr.com/

Variante 1: Die falschen Produzenten, ausbleibender Erfolg und angestrengte Comebackversuche. Irgendwann verschwindet man einfach von der Bildoberfläche und gerät in Vergessenheit. Nach einem unspektakulären im hohen Alter, gibt es eine kurze Erinnerungswelle bestehend aus Best-Of Compilations, Extrasendungen und Hochglanz-Bildbänden, aber das war es dann auch schnell wieder. Oder aber!

Variante 2: Es beginnt eine Zeit im Leben des jungen Rockstars, über die man später hören wird, dass sie der Anfang vom Ende war: Drogenexzesse, skandalöse Bilder gehen um die Welt und das Label zwingt die Band sich vom einst so geliebten Leadsänger zu trennen.Im besten Falle wird noch eine Straße nach dir benannt, dann hat man es wahrlich geschafft. Wenn diese Ehrung tatsächlich geschehen ist, kann ein wahrer Rockstar, eigentlich schon wieder aus dem Leben treten. Passenderweise mit 27, dann kann man zur anfänglichen Aufzählung noch das Prädikat “Legende” hinzufügen.

Hier findet ihr heraus, ob ich Recht hatte:

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Written by Sonja