Welche sind die Gewinnerfilme der Berlinale?

Wie schnell der Februar doch vergehen kann! Die Berlinale ist vorbei, Bärenstark verabschiedet sich, aber vorher erzählen wir euch noch vom krönenden Abschluss:

In den letzten Tagen der Berlinale hatten wir einige spannende Interviews, zum Beispiel mit Maryanne Redpath, der Sektionsleitung der Berlinale Generation:

Wir haben uns intensiv mit Filmen und verschiedenen Genres beschäftigt: Was macht einen Kurzfilm aus? Wieso ist ein Kurzfilm genauso toll ist wie ein Langfilm? Für unser Kurzfilm-Special haben wir auch einen kurzen Abstecher zu den Berlinale Shorts gemacht und mit der Kurzfilmemacherin Brenda Lien und der Kuratorin Maike Mia Höhne gesprochen.

Und natürlich konnten wir uns noch einige Filme ansehen!

Weirdos – Wir sind alle Andy Warhol

Obwohl das Wetter um einiges angenehmer und sonniger als in den letzten Tagen war, waren wir doch alle ziemlich verwirrt, wieso schon am Mittag mehrere (für uns in diesem Moment unspezifische) Groupies vor dem roten Teppich am Zoo Palast mit Wärmedecken und Schlafsäcken campierten. Leider wollte uns keiner von ihnen ein Interview geben und so blieben wir im Unwissenden darüber, auf wen sie warteten und welcher Promi uns wohl bei “Weirdos” begegnen würde.

Es gab keinen großen Star bei “Weirdos”, aber das braucht es auch nicht. Der kanadische, schwarz-weiße Roadtrip-Streifen hat nicht nur durch die mal witzigen, mal dramatischen Geschichten manche Herzen des Bärenstark-Teams erobert, sondern auch durch die perfekt durchdachten Aufnahmen, den einzigartigen Soundtrack und die authentischen und talentierten Schauspieler beeindruckt. Dass nicht alle der gleichen Meinung waren und wie viele Bären wir ihn bei den Critics gegeben haben, seht ihr hier:

Erst drei Stunden später als wir aus Kino kamen, fanden wir heraus, dass die Groupies seit dem frühen Morgen nur auf Robert Pattinson gewartet hatten, der erst weitere Stunden später zur Premerie eines anderen Films kommen sollte. Es war für uns unerklärlich, wieso sie ihren ganzen Tag dafür in der Kälte verschwendeten.

Wir verschwanden dann auch schnell, da es niemanden wirklich interessierte und wir ja noch Kraft für die nächsten Tage Berlinale brauchen.

“Shkola nomer 3” – Eine Dokumentation über die Hoffnungen und Ängste von 13 Schülern einer Schule in der Ukraine. Wir hatten das Glück ein Interview mit dem Regisseur Georg Genoux zu bekommen und etwas über die Hintergründe und Geschichte des Films zu lernen:

Unser letzter Film kam aus Polen: “The Earlprince” ist von Goethes Gedicht “Der Erlkönig” inspiriert und mit fantastischen Bildeffekten auf eine ganz andere Art und Weise neu interpretiert.

Wir haben den Regisseur Kuba Czekaj und den Schauspieler Stanislaw Cywka interviewt. Außerdem findet ihr in unseren Critics heraus, wie viele Bären der Film von unserer Redaktion verliehen bekommt:

Gen Ende der Berlinale wird es aber doch nochmal spannend: Die Preisverleihungen stehen an und damit die Kür der Gewinnerfilme!

Sowohl die internationale Jury als auch die Jugendjury, die dann letztendlich den gläsernen Bären vergaben, haben dort ihre Favoriten-Filme gekürt. Doch bevor wir endlich herausfinden konnten, wer denn nun gewonnen hatte, mussten wir uns noch einen Schwall unnötiger Informationen à la “Es war einfach super: Wir hatten ein Sandwichmaker und ein Juicer” anhören (Checker Tobi). Auch Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung versuchte, das Publikum mit  Ausdrücken wie: Die Sektion Generation war “lit AF” (Vorschlag vom Sohn Fabi) für sich zu gewinnen. Checker Tobi, der smarte Moderator, versuchte prompt den Ausdruck für die internationalen Gäste auf englisch zu übersetzen (“really amazing”), fand dann aber doch relativ schnell heraus, dass es sich bei “lit AF” um einen englischen Ausdruck handelt. Der Ausdruck wurde im Laufe des abends immer wieder aufgegriffen, aber irgendwie fand ihn das Publikum beim 5ten Mal nicht mehr so witzig. Komisch. Schön waren auch die emotionalen Auftritte der größtenteils jungen Kurzfilmmacher, die ihr Glück kaum fassen konnten und ihre Rede alle mit “darauf war ich jetzt aber gar nicht vorbereitet” anfingen.

Kommen wir jetzt aber endlich zu den Preisen! Eine besondere Erwähnung von der Internationalen Jury hat der Kurzfilm Into the Blue und der Langfilm Ben Niao bekommen. Die Geldpreise gingen an den Kurzfilm The Jungle Knows You Better Than You Do  und den Langfilm Shkola Nomer 3.

Die Jugendjury entschied sich für den Kurzfilm Wolfe und den Langfilm Butterfly Kisses, die beide im Anschluss an die Preisverleihung gezeigt wurden. Die besonderen Erwähnung ging an den Kurzfilm Snip und den Langfilm Ceux qui font les révolutions à moitié n’ont fait que se creuser un tombeau.

Und der gläserne Bär geeeeeht an Butterfly Kisses vom Regisseur Rafael Kapelinski

Obwohl sich unsere Redaktion auch sehr gefreut hätte, wenn der Film Emo The Musical einen Preis gewonnen hätte, sind die Preise meiner Meinung nach berechtigt! Wolfe ist ein sehr berührender Kurzfilm, der zwar simpel, aber genau richtig gemacht ist und auch Butterfly Kisses ist ein fesselnder schwarz-weiß Film mit unglaublich schönen Aufnahmen.

Auch Kplus hatte seine Preisverleihung. Die Internationale Jury war so bewegt von den diesjährigen Kinderfilmen, dass sie glatt zwei Filmen den begehrten Geldpreis gab: Einmal für die koreanische Doku “Becoming who I was” von Chang-Yong Moon und für den spanischen Film “ESTIU 1993″ von Carla Simón. Die Kinderjury zeichnete mit den Gläsernen Bären den Kurzfilm “Promise” von Xie Tian und den Langfilm “PiataLod” von Iveta Grófová aus. Was wir davon halten?

Nach getaner Arbeit: Bei Kuchen und Filmschauen lässt die Bärenstark-Redaktion die Berlinale-Zeit ausklingen.

Damit verabschiedet sich die Bärenstark-Redaktion nun wieder in den DIGGA-Alltag. Uns hat die Berichterstattung von der Berlinale super viel Spaß gemacht und wir hoffen, wir konnten euch als unsere treuen Leser einerseits mitreißen und an unserer guten Laune teilhaben lassen und auf der anderen Seite auch informieren und euch einen Blick hinter die Kulissen des Filmfestivals geben.
Wir sagen tschüss und freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

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