Isabella

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Ebola-Epidemie 2014 – Bald eine Pandemie?

Im Februar dieses Jahres wurden im Südosten Guineas die ersten Ebola – Fieber – Fälle bekannt, seitdem sind ungefähr 13.329 Menschen erkrankt. Bisher sind mindestens 5.000 Menschen am Ebola – Fieber gestorben, aber was ist das eigentlich „Ebola“? Was versteht man unter einer Epidemie und was ist der Unterschied zur Pandemie?

Ebola bzw. das Ebola – FiIMG_1670[1]eber ist eine Infektionskrankheit, die ihren Ursprung in Afrika hat. Als Überträger werden Menschenaffen und Flughunde vermutet. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, wenn man Kontakt mit dem Blut eines Erkrankten oder einer anderen Körperflüssigkeit hat. Des Weiteren kann auch schon der Körperkontakt mit einem an Ebola Erkrankten oder einem Verstorbenen zu einer Infektion führen. Ausgelöst wird die Krankheit durch den sogenannten Ebola – Virus. Dieser gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Erste Symptome treten bei Ebola etwa 2 bis 21 Tage nach der Infektion auf. Die Infizierten leiden unter:

-Starkem Fieber

-Schüttelfrost

-Kopfschmerzen

-Muskelschmerzen

-Hinzu kommt Appetitlosigkeit und körperliche Schwäche.

Darauf folgend treten auch noch diese Symptome auf:

-Magenschmerzen

-Halsschmerzen

-Durchfall

-innere Blutungen

Ab dem fünften Tag kann auf heller Haut ein Hautausschlag sichtbar werden. Außerdem kommt es häufig zu Symptomen wie Lähmungen und Psychosen. Bei Betroffenen kann es zu Nieren- und Leberversagen bzw. Organversagen führen. Häufig sterben Ebola – Patienten an Multiorganversagen, d.h., mehrere Organe versagen gleichzeitig.

Nun, da klar ist was Ebola ist, stellt sich immer noch die Frage, was den der Begriff „Epidemie“ bedeutet. Das Wort „Epidemie“ kommt aus dem griechischen epí („über“) und démos („Volk“). Daraus lässt sich schließen, dass eine Epidemie ein örtlich begrenztes Auftreten hat, denn sie ist nur „über“ einem „Volk“. Das ist aber nicht alles. Eine Epidemie bezeichnet außerdem ein stark gehäuftes, zeitlich begrenztes Auftreten einer Erkrankung. Sie wird meist von Viren verursacht, kann aber auch durch eine bakterielle Infektion entstehen. Beispiele dafür sind Cholera und Typhus.

Der Unterschied zwischen Endemie und Pandemie ist, dass eine Pandemie eine Länder und Kontinent übergreifende, globale Verbreitung einer Infektion ist. Das heißt, dass sich eine Krankheit, wie zum Beispiel die Pest und AIDS (wobei AIDS nach wie vor anhält), weltweit verteilt, während eine Epidemie sich auf einen Ort beschränkt.

Genau deswegen haben jetzt viele Angst, dass sich die Ebola-Epidemie in eine Pandemie entwickelt. Heutzutage würde sich dieser Virus vor allem in GroßstädtIMG_1683[1]en sehr schnell verbreiten. Jeder kommt hier und da mit irgendeiner anderen Person in Berührung, z.B. in der U-Bahn. Wenn sich Ebola zu einer Pandemie entwickeln würde, könnte dieser Virus, wenn keine Maßnahmen getroffen werden, eine ganze Stadt lahmlegen. Momentan beschränkt sich Ebola aber noch, bis auf ein paar Fälle, auf Afrika. Die drei hauptsächlich betroffenen Staaten sind dabei Guinea, Liberia und Sierra Leone. Sie begann im Südosten Guineas und gilt als bisher größte ihrer Art. Da es sehr schwierig ist den Übertragungskreislauf zu unterbrechen, wurden Maßnahmen getroffen, um dies trotzdem zu gewährleisten. Deutschland hat einen Ebola-Beauftragten der Bundesregierung ernannt, Walter Lindner. Dieser gilt als guter Krisenmanager und zudem als Afrikakenner. Sein Plan ist es:

1. Die Infektionsketten zu durchbrechen – gut isolierte Stationen, sichere Bestattungen
2. Ebola isolieren, nicht die betroffenen Länder
3. Verhindern, dass diese Länder ins Chaos fallen
4. Deren Gesundheitssysteme stärken
5. Die internationale Hilfe effektiver machen
Außerdem hat Deutschland fünf Millionen Euro der Forschung in ein Heilmittel investiert und die medizinischen Kontrollen an internationalen Flughäfen werden verstärkt. Die USA schickt militärische Hilfskräfte in die betroffenen Länder um den Helfern bei der Ausstattung und dem Personal auszuhelfen.

Es gibt ein Heilmittel. Jedenfalls hat die USA ein Medikament namens “ZMapp” schon an Infizierten mit gutem Ergebnis getestet. Das Problem hierbei ist das, das bisher nur an Affen klinischen Tests mit dem “ZMapp” durchgeführt wurden, ohne diese Tests kann das “ZMapp” nicht zugelassen, also nicht benutzt werden. Nur in Ausnahmefällen und dem Einverständnis der Betroffenen kann es verwendet werden. Im Falle der oben genannten Infizierten war nicht sicher, ob sie es überleben würden, denn es bestand auch die Möglichkeit, dass es ihnen nicht hilft oder es sogar verschlimmert. Glücklicherweise hat es funktioniert.

Da die Situation in den betroffenen Ländern immer schlechter wurde, haben Ethiker die Situation beurteilt. Das heißt, sie haben darüber entschieden, in wie weit es verantwortbar für die Ärzte ist, das “ZMapp” zu verabreichen. Als sie ihr Okay gaben, wurde die kleine Menge “ZMapp”, die bisher produziert wurde, nach Liberia geliefert. Diese wird jedoch schnell aufgebraucht sein. “ZMapp” wird aus gentechnisch verändertem Tabak hergestellt, das Verfahren zur Gewinnung von “ZMapp” dauert jedoch mehrere Monate. Wenn diese Ladung “ZMapp” also aufgebraucht ist, wird es erstmal keine neue geben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen gegen einen weltweiten Ausbruch Ebolas standhalten und dass bald ein Medikament gefunden wird, das nachweislich wirkt, um zu helfen die Ebola-Epidemie zu beenden.



25 Jahre Mauerfall

28 Jahre lang stand die Mauer, teilte Berlin in Ost- und West. Jetzt, 25 Jahre später, erinnert man sich noch immer an diese Zeit. Jährlich kommen mehrere Millionen Touristen nach Berlin, sie wollen die Überbleibsel dieser Zeit sehen, denn viele können es zu002erst nicht glauben – „Eine Stadt geteilt durch eine Mauer, unmöglich“. Ein Tourist aus Tokio meint: „Sie ist beeindruckend. Ich habe nicht verstanden, wie es sein kann, aber das (er zeigt auf die Mauer) ist beängstigend. Es ist nur eine Mauer, gleichzeitig aber auch ein Stück Geschichte“. Trotzdem findet er es gut, dass man sie besichtigen kann, „denn die
Menschen sollten es nicht vergessen. Damit so etwas nie wieder passieren kann“.

31. August 1961 – Der Mauerbau beginnt

Warum?!? Nach dem Krieg war Deutschland in zwei Teile geteilt worden, in die BRD und die DDR. Diese Grenze verlief zwischen Berlin, dort war die Sektorengrenze nicht geschlossen, viele nutzten dies aus, um aus der DDR zu fliehen. 001„Sie wollten uns einsperren!“, antwortet Wolfgang M., ein gebürtiger Ostberliner. Damit hat er nicht ganz unrecht. Es hört sich radikal an, jedoch ist es im Endeffekt genau das, was die Mauer bezweckt hat: „Die DDR-Regierung wollte nicht, dass die Menschen aus dem Osten flohen und hat sie somit eingesperrt.“
Die meisten Befragten antworten auf die Frage, „Wenn du die Wahl gehabt hättest, auf welcher Seite wärst du dann gewesen, im Osten oder im Westen?“ „Im Westen“. Wie eine der Befragten es ausdrückte: „Freiheit ist ein hohes Gut“. Ihre Verwandten, die damals auf der Ostseite lebten, hatten keine Freiheit.

Durch Geisterbahnhöfe fahren

„Geisterbahnhöfe“ so beschreibt Elisabeth M. die leeren U-Bahnhöfe zur Zeit der Mauer. Stillgelegt, weil sie West- und Ostberlin verbanden. „Es hat mir Angst gemacht, nicht nur IMG_1478die Mauer hat Berlin damals verändert, die leeren Bahnhöfe, die Wachtürme, ich ging morgens immer zu diesem einen Bäckerladen, um mir Kaffee zu holen. Es war so was wie mein morgendliches Ritual und als ich am Tag nachdem die Sektorengrenze abgeriegelt worden war dort ankam, fand ich den Laden geschlossen vor. Der Besitzer wohnte im Osten, er verlor seinen Laden und er war nicht der Einzige. Viele wohnten auf der einen aber arbeiteten auf der anderen Seite.“ John F. Kennedy´s Kommentar zur Mauer war: „Keine sehr schöne Lösung, aber trotzdem tausendmal besser als Krieg“. Einige der Befragten stimmten ihm voll und ganz zu. Karina L. meint: „Im Krieg sterben Menschen, an der Mauer sind Menschen gestorben. Aber im Krieg werden sie zu Feinden.“

Als die Mauer fiel

Die Öffnung der Mauer geschah vom Abend des 8. Novembers zum 9. November 1989. Der ZK-Sekretär Günther Schabowski gab eine neue Reiseregelung für die DDR-Bürger bekannt. Privatreisen ins Ausland könnten „ohne Vorliegen von Voraussetzungen – Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen – beantragt werden“. Die Genehmigungen würden kurzfristig erteilt; die Regelung gelte nach seiner Kenntnis „sofort, unverzüglich“.
Eigentlich sollte von dieser Regelung zunächst nur ein Teil für die „Ausreise ohne Rückkehrrecht“ in Kraft treten. Der Fall der Mauer war also eigentlich nur ein Versehen.
„Meine Mutter war, als die Mauer fiel, gerade in Spanien. Sie konnte sich nur auf die Nachrichten verlassen, sie konnte es kaum glauben. Zusammen mit den Anderen aus meiner Familie, ist sie sofort zum nächsten Zeitungsladen“, erzählt Kiara J. Ein paar Tage später ist sie nach Berlin geflogen, um es mit eigenen Augen zu sehen.
„Ich komme aus Lübeck und damals lebte ich nah an der Grenze. Als ich davon hörte, dass die Mauer gefallen ist, bin ich sofort zur Mauer gelaufen. Ich war nicht die Einzige, mit mir ging eine große Menschenmasse. Als uns der erste Trabbi entgegen kam, jubelten alle, viel weinten, ich weiß noch, dass ich jemanden umarmte.“003

„Als ich es im Fernsehen sah, musste ich weinen und lachen. Als ich mich beruhigt hatte, hab ich mir einen Flug gebucht“, erzählt Michael T., der in Berlin geboren wurde.

 

Larah S., gebürtige Berlinerin, erinnert sich: „Der Moment als ich zum ersten Mal über die Grenze fuhr und es gab keine Grenze mehr … unbeschreiblich“.
Wolfgang M., ehemaliger Ostberliner, berichtet: „Damals war alles Mangelware, wenn du eine Schlange sahst, hast du dich sofort angestellt, denn egal was es ist, irgendwann brauchst du vielleicht etwas und die Person von der du es bekommst. kennt jemanden, der tauschen würde. Als wir vom Osten in den Westen kamen, kauften meine Eltern mit all ihrem ersparten Geld einen uralten Audi. Es war ihnen egal, wir hatten schon monatelang auf ein Auto gewartet“, meint er.

Vor 53 Jahren wurde die Mauer gebaut, 28 Jahre lang stand sie und jetzt, 25 Jahre nach dem Mauerfall wiederum, kann man kaum glauben, was in dieser Stadt geschehen ist. Berlin ist mittlerweile eine Stadt mit Hochhäusern, eine Stadt bei der es an so gut wie jeder Ecke etwas zu kaufen gibt. Ja, Berlin hat sich zu einer richtigen Metropole entwickelt. „Berlin hatte viele schlechte Zeiten, aber wenn man sich jetzt umschaut, sieht man es ihr aber nicht an. Berlin ist eine wunderbare Stadt mit tollen Menschen, einer tollen Kultur und das Lebensgefühl hier ist unglaublich“, schwärmt Pallona L., eine Touristin aus Brasilien.

2014 – Die Mauer ist Geschichte

Heute sind die Unterschiede zwischen Osten und Westen kaum noch zu erkennen, einzig die Mauerteile sind als Zeichen dafür, dass Berlin geteilt war, geblieben. Lara S. meint: „Mein Vater und seine Familie kommen aus dem Westen, meine Mutter und ihre 004Familie aus dem Osten. Kennengelernt haben sie sich drei Wochen nach dem Mauerfall, schon damals war es ihnen egal, woher sie kamen.“ Eine andere Zeitzeugin meint: „Ich erinnere mich noch, wie ich zwei Tage nach der Wende zu „Kaisers“ ging und dass viele der Regale leer waren. Die Ostdeutschen hatten in ihrer Euphorie anscheinend erstmals all das gekauft, was sie im Osten nicht hatten. In solchen Momenten habe ich mir schon gewünscht die Mauer wäre geblieben, die Wende hat sehr viel verändert, Berlin war auf einmal so voll“. Und sie ist nicht die Einzige, die so denkt: Ein holländischer Tourist findet es schade, das sie weg ist. Seiner Meinung nach hat die Mauer Berlin eine Art von Charme verliehen.
Der Amerikaner Christo F. sagt: „Ich finde es komisch, wenn sich Leute hier herstellen und Fotos machen. Sie lächeln, sie posieren, als ob es sie nichts angehen würde. Nur weil es vergangen ist, heißt es nicht, dass wir nichts daraus lernen können. Jeder Mensch will frei sein, viele Menschen konnten nicht frei sein. Ich glaube nicht, dass ich glücklich sein könnte, ohne meine Freiheit.“

Die Mauer ist weg – Deutschland erinnert sich

Das ganze Jahr beschäftigen sich verschiedene Aktionen mit der Berliner Mauer und ihrem Fall 1989. Als Höhepunkt wird dieses Wochenende, also vom 7.- 9. November 2014 in Berlin, die Gedenkaktion namens „Lichtgrenze“ starten. Achttausend leuchtende papa2Ballons werden auf ca.12 Kilometer als „Symbol der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern“ zu sehen sein. Am Abend des 9.Novembers werden die Luftballons dann losfliegen. 25 Jahre sind vergangen und Berlin erinnert sich immer noch.