Laura

Laura



Wir raffen das! Politik für dich und mich.

Um Politik selbst besser zu verstehen und auch andere daran teilhaben zu lassen, startet Laura mit Unterstützung von Kameramann Linus ein neues YouTube-Format. Starttermin ist der 28.Oktober. 

Politik. Bei den einen löst dieses Wort Begeisterung, bei den anderen ein genervtes Stöhnen aus. Letzterem lassen sich, aus meiner Sicht, die meisten Jugendlichen zuordnen. Viel zu verstört wurden wir durch den viel zu langweiligen Politikunterricht, oder das ständige Gerede von Mindestlohn, Mietpreisen oder Flüchtlingen. Natürlich interessieren wir uns in unserem Alter häufig für andere Dinge – Musik, Freunde, Schule – und trotzdem sollten wir versuchen, das Thema nicht komplett aus dem Kopf zu verbannen.

Mir selbst ist aufgefallen, dass ich mich zwar grundsätzlich für Politik interessiere, aber kein nennenswertes Grundwissen besitze. Zwar weiß ich, dass ich bereits irgendwas wählen kann, aber was genau, das wusste ich bis vor kurzem nicht. Auch habe ich mal was von verschieden Parteien gehört und wofür sie ansatzweise stehen, aber Parteiprogramme sind zu lang und schwer zu lesen. Wer soll das bitte verstehen? Anderen in meinem Alter scheint es genauso so zu gehen.

Daher hab ich nun beschlossen ein neues Format über politische Themen zu starten. „Wir raffen das- Politik für dich und mich“ heißt es und jeden Monat werden ein neue Videos auf dem DIGGA-YouTube-Channel erscheinen. Damit es auch nicht langweilig wird, gestalte ich die Videos natürlich auf unterschiedliche Arten. Vlogs, Erklärvideos oder Interviews mit Politikern und anderen Leuten – alles wird dabei sein.

Ich werde mich mit den verschiedensten Themen, wie Rechts- und Linksextremismus, oder den verschiedenen Parteien auseinandersetzten und die wichtigsten Dinge erklären.  Bei der Themenauswahl könnt ihr, die Zuschauer, logischer Weise auch mitbestimmen und allgemein Vorschläge und Kritik äußern. Schreibt mir einfach Kommentare und erzählt mir, was euch interessiert, oder was ich anders machen soll. Natürlich werde ich auch aktuelle Events berücksichtigen, damit ihr bestens darüber Bescheid wisst.

Dadurch wären wir auch schon direkt beim Thema – „Was wählen wir?“ lautet der Titel des ersten Videos, in welchem ich euch kurz und knackig, alles rund um die Wahlen erkläre. Online ab dem 28.10. 2016, 18.30 Uhr

Wesentliches zum Wahlrecht

Wesentliches zum Wahlrecht

Ich selbst war vor meiner ersten Wahl tatsächlich ziemlich unsicher und habe mich gefragt, wie das ganze nun eigentlich funktioniert und abläuft. Damit ihr euch nicht auch diese Frage stellen müsst, habe ich euch einfach mal mitgenommen!

VLOG zum ersten Wahlgang

VLOG zum ersten Wahlgang – online ab dem 04.11.2016, 18.30 Uhr

Mit diesem Format versuche ich letztendlich einfach zu erreichen, Leuten wie dir und mir Politik auf eine spannende Art ein bisschen näher zu bringen, zu erklären und zum Nachdenken anzuregen. Fakt ist nämlich: Jeder sollte Politik verstehen können, es geht schließlich auch jeden etwas an.



Money, Money Money – Werbung auf YouTube

Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit mit der Videoplattform YouTube: Mit YouTubern und ihren Fans, mit Events rund um die Plattform und der  Macht der Community. Diesmal beleuchten wir die kommerziellen Seite des Themas. 

Natürlich ist es seit Ewigkeiten Brauch, Werbung vor Videos zu schalten um dadurch Geld zu erhalten. Das ist aber schon lange nicht mehr die einzige Einnahmequelle:  Product Placements, Merchandise und die Vermarktung eigener Produkte sorgen dafür, dass viele YouTuber von ihrem eigentlichen Hobby tatsächlich leben können.

Vielleicht erst einmal zu Beginn: Wie kommen Produktplatzierungen überhaupt zustande? Der Eventmanager Karl Carstens erklärt uns bei einem Interview auf den Video Days 2016, wie er zwischen Firmen und YouTubern vermittelt. Beispielsweise war er dieses Jahr mit einigen YouTubern auf der Young IFA in Berlin und suchte mit ihnen nach Produkten, die zu ihnen passen.

Verständlicher Weise haben viele Zuschauer etwas gegen Werbung: Sie kann unpassend und nervig sein. Allerdings schaffen es viele YouTuber, die Produktplatzierungen sinnvoll in ihren Videos unterzubringen. Melissa Lee, die den Kanal breedingunicorns betreibt, erzählt uns, dass sie selbst Product Placements in ihren Videos mache. Dabei sei ihr wichtig, dass das Produkt gut zu ihr und ihren Inhalten passe und deshalb lehne sie auch durchaus einige Angebote ab. Grundsätzlich sei es eine gute Möglichkeit, um mit dem Geld aufwendigere Videos finanzieren zu können. Von dieser Möglichkeit machen, ihrer Meinung nach, fast alle YouTuber ab einer bestimmten Reichweite Gebrauch.

Um an dieser Stelle mal ein Beispiel mit einzubringen: Ich starte demnächst eine Videoreihe über das Thema Politik. Wenn mir nun die Bundeszentrale für politische Bildung eine Kooperation anbieten und mich unterstützen würde, dann würde ich das Angebot nicht ablehnen, weil das zu meinem Konzept passen würde. Es ist also immer die Frage, was beworben oder vorgestellt wird.

Die meisten Zuschauer stellen allerdings das “wer” in den Vordergrund. Es werden häufig die selben Leute immer und immer wieder kritisiert. Teilweise kommt es vor, dass zwei YouTuber das selbe Produkt bewerben, der eine zieht einen riesigen Shitstorm auf sich, der andere nicht. Der YouTuber Mii Mii hat dafür eine sehr interessante Erklärung: „Gute“ und „böse“ YouTuber. Dabei entscheide jeder für sich selbst, wer auf der guten und wer auf der schlechten Seite stehe. Viele Zuschauer gestehen sich dabei nicht ein, dass auch ihre Lieblinge Fehler machen können und so entsteht die Doppelmoral.

Wir sollten auf alles ein gleich kritisches Auge haben. YouTube wird inzwischen ernst genommen, sowohl von den Medien, als auch von der Werbebranche. Das bietet die Möglichkeit von der Videoproduktion leben zu können, indem die eigene Reichweite ausgenutzt wird. So kann hochqualitativer Content, aber auch billige Werbung entstehen. Es hat nun mal alles eine gute und eine schlechte Seite – auch das Thema Werbung.

 

Unsere Erlebnisse auf den VideoDays 2016 in Berlin gibt’s übrigens in unserem neuen DIGGA-Magazin zusammengefasst zum nachkucken:



Leben mit Behinderung – Gesellschaftlich akzeptiert?

Sind Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft akzeptiert? Mit dieser Frage habe ich mich, im Rahmen meines MSA-Vortrages, mehrere Monate lang auseinander gesetzt. Dies ist schlussendlich mein Fazit:

Download (PPTX, 7.69MB)

Vermutlich würden die meisten Leute meine Frage spontan mit „ja“ beantworten. Diskriminierung von Menschen mit Behinderung  findet in unserer Gesellschaft zwar nicht mehr in solch großem Ausmaß wie früher statt, allerdings ist sie immer noch vorhanden. Schon allein wie man „Behinderte“ nennt, spielt eine große Rolle. Während man bei dem Begriff „Behinderter“ den Menschen nur auf seine Behinderung reduziert, stellt man bei „Mensch mit Behinderung“ den Menschen in den Vordergrund. Das ist allerdings enorm wichtig! Bloße Reduzierung auf das „nicht können“ bzw. die Einschränkung oder Benachteiligung einer Person ist nicht das, was man in den Vordergrund stellen sollte.

Zudem spielen natürlich auch verschiedene andere Faktoren wie Inklusion eine Rolle. Kann man wirklich von Akzeptanz reden, wenn jemand nicht vollkommen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann? Es gibt inzwischen zwar keine Sonderkindergärten mehr, aber immer noch spezielle Schulen und Arbeitsstätten. Inklusion findet daher nur in einigen Teilen unserer Gesellschaft statt. Dabei definiert die UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion als Menschenrecht. Tatsächlich trafen wir bei unserer Umfrage, und ich bei meiner Recherche, gar nicht selten auf Inklusionsgegner. Sie sind der Überzeugung, dass das Lernen, beispielsweise  in inklusiven Klassen, nicht gut für ihre Kinder wäre, weil sie dadurch langsamer lernen würden. Außerdem würden sich die Lehrer dann mehr auf die Schüler mit Behinderung konzentrieren müssen. Um das zu verhindern, würden Schulen mehr speziell ausgebildete Hilfskräfte brauchen und das ist teuer.

Dabei zeigen gerade inklusive Schulklassen, wie gut das Konzept funktionieren kann. Die Kinder lernen zusammen den Schulstoff und zusätzlich den Umgang miteinander. Sie behandeln dadurch Menschen mit Behinderung nicht gesondert, sondern ganz normal. Leute, die in ihrem Umfeld keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderung haben, lernen das nicht. Das ist auch der springende Punkt: Solange wir Menschen mit Behinderung nicht als genauso „normal“, wie jeden anderen Menschen ansehen und auch so behandeln, kann man nicht sagen, dass diese in unserer Gesellschaft wirklich akzeptiert sind.



Alle Macht der Community!

Ein Kommentar.

Vor nun mehr als einem Jahr haben wir uns mit der der online Videoplattform YouTube auseinandergesetzt. In unserer dazu erschienen Webreportage ließen wir sowohl YouTuber, als auch ihre Community zu Wort kommen und gaben dadurch einen kleinen Einblick in das YouTube-Universum mit seinen guten aber auch schlechten Seiten. In einem Jahr kann viel passieren und so hat sich auch YouTube verändert.

Während damals noch hauptsächlich Beauty-Videos und Hauls (Produktempfehlungen) angesagt waren, finden sich heutzutage hauptsächlich sogenannte Pranks (Prank=Streich) in den YouTube-Trends. Durch nackte Haut, rote Kreise und provokante Überschriften machen die Creator auf ihr Video aufmerksam. Das Ganze funktioniert; diese Videos werden tausendfach geklickt und manche YouTuber scheinen so über Nacht berühmt zu werden. Sie passen ihre Videos voll und ganz den Wünschen des Zuschauers an, um möglichst viele Klicks und entsprechend viel Geld zu bekommen.

Vor einigen Jahren sah das noch ein bisschen anders aus. Die YouTuberin „Coldmirror“ , auch Kaddi genannt, betreibt ihren Kanal, auf welchem sie beispielsweise Synchronisationen, bevorzugt von Harry Potter, und Animationen hoch lädt. Sie ist nun seit fast zehn Jahren dabei und konnte so die Entwicklung der Plattform mitverfolgen. Kaddi ist eine der Personen, die kein Geld mit ihren Videos verdienen, da sie sich nicht an dem YouTuber-Partner-Programm beteiligt. Sie nutzt YouTube als Plattform, um ihrer Kreativität freien Raum zu lassen. Sie meint, dass alles inzwischen professioneller geworden sei und auch die Gedanken hinter der Videoproduktion andere wären. „Man sollte vielleicht Videos machen, nicht mit dem Wunsch bekannt zu werden, sondern einfach mit dem Wunsch: Ey, ich mach jetzt mal ein geiles Video.“ Zwar gibt es noch einige Creator mit diesem Wunsch, allerdings werden diese Videos seltener geklickt, gelangen also nicht auf die Startseite und gehen dadurch unter.

Ein weiterer YouTuber, der den gleichen Gedanken wie Coldmirror verfolgt, ist der selbsternannte Heimwerkerking Fynn Kliemann. Er baut in seinen Videos die verrücktesten Geräte, beispielsweise eine Eierverschenkmaschine. Zudem schaltet er keine Werbung vor seinen Videos und verdient dadurch ebenfalls kein Geld, sondern hat zusätzlich einen ganz normalen Job. Auch für ihn ist es wichtig, die Videos so zu produzieren, dass er Spaß daran hat. Er beachte dabei auch keine  Klicks oder Statistiken. Für ihn ebenfalls wichtig: nicht das machen, was alle anderen machen oder haben wollen, wie er bei seinem Vortrag auf der Tincon (teenage internetwork convention) erzählt: „Guckt euch nicht irgendwas an, was andere gemacht haben und gründet den dreißigsten Beautychannel oder den dreitausendsten, sondern macht irgendwas Uniques.“

Aber warum entschließen sich trotzdem die meisten gegen diesen Weg? Ist daran nur das Geld schuld, oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle? Woher kommt diese Anpassung?

Robin ist Betreiber des Kanals „RobBubble“ und lädt auf diesem unter anderem YouTube bezogen, satirische Beiträge hoch. „Mit der Zeit ist YouTube gewachsen. Es kamen andere Mainstream Bewegung nach und nach auch auf YouTube und dieser Nerdkosmos, dieser kleine Kosmos, wird immer kleiner auf der Plattform“, sagt er. Früher hätte diese Gruppe die Seite beherrscht, aber nun hätten auch andere Leute mit anderen Interessen die Seite entdeckt und bevorzugen dementsprechend anderen Content.

Marie Meimberg, die wir bereits vor einem Jahr interviewten, ist auch der Meinung, dass YouTube wie alle anderen Märkte funktioniere. Sie betont, dass die Community natürlich einen immensen Einfluss auf den jeweiligen YouTuber habe. Wenn sich also die Community dazu entschließen würde, keine Pranks mehr zu schauen, dann würden die Klickzahlen runtergehen und die, die mit YouTube ihr Geld verdienen, müssten sich was anderes überlegen. Es fänden sich nur leicht bekleidete Frauen auf den Thumbnails, weil die Zuschauer darauf ansprengen.

Wir haben nun bereits festgestellt, dass die meisten YouTuber sich ihren Fans anpassen – manche stärker und manche schwächer. Dabei sollte aber nicht stumpf beleidigt, sondern konstruktive Kritik gegeben werden – solche Kommentare nehmen die YouTuber viel eher ernst. Mitdenken ist das Stichwort, wie auch Manniac meint. Die Zuschauer dürfen nicht immer alles einfach so hinnehmen.

Ich selbst finde das Verhalten einiger YouTuber durchaus bedenklich, wie beispielsweise das des YouTubers Mert Matan. In dem sogenannten „Gay Prank“ gibt er vor seinem Vater vor, schwul zu sein, woraufhin dieser anfängt auf ihn einzuprügeln. Ein solches Video bekräftigte Menschen mit homophoben Ansichten in ihrem Denken und Handeln. Die Community muss sich gegen die Verbreitung solcher Messages wehren. Das ist keine Meinungsäußerung, sondern Diskriminierung.

Letztendlich hat nur die Community die Macht, YouTube wirklich zu verändern – ob im positiven oder negativen Sinne.

 



Wir fesseln Zuschauer! – Der SPiXEL-Award 2016

Wir waren vor einigen Tagen in Gera und das nicht nur um die wunderschönen Wälder oder die frische Luft Thüringens zu genießen, nein, wir waren aus einem ganz bestimmten Grund da. Unser erstes DIGGA-Magazin „YouTuber und wir“ wurde für den SPXiEL-Award nominiert! Deswegen fuhren wir in das kleine Städtchen in der Nähe von Erfurt und natürlich haben wir die ganze Veranstaltung wie immer für euch dokumentiert.

Das Laudatio

Das Laudatio zum nachlesen 😉

Der SPiXEL findet seit dem Jahr 2005 statt und zeichnet von Kindern (8-14 Jahre) produzierte Beiträge aus. Dabei gibt es die verschiedenen Kategorien Animation, Spielfilm, Natur/Umwelt (Sonderpreis). Für die Kategorie Dokumentation/Information waren wir nominiert. Die eingereichten Beiträge waren bunt durchmischt und reichten von Nebelmoorhühnern, über Schubladen und Ozeane, bis zu merkwürdigen Kinderheimen.

Der diesjährige SPiXEL-Award wurde im Rahmen des Goldenen Spatzes am 7. Juni in Gera verliehen. Unser Beitrag wurde dabei als „super aufgebautes“, aber auch kritisches Magazin beschrieben und tatsächlich mit dem SPiXEL ausgezeichnet!

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Quelle: Goldener Spatz

„Wer etwas über das Thema YouTube wissen möchte, der sollte sich die Ausgabe „YouTuber und wir“ des DIGGA-Magazins schauen! Wirklich! Die Sendung bietet nämlich geballte Information und ist außerdem 30 Minuten lang unterhaltsam.“



Irgendwas mit Medien – Die TINCON 2016

3-D-Drucker, kämpfende Roboter und jede Menge Winkekatzen konnten am vergangenen Wochenende (27-29.5.2016) auf der ersten teenageinternetwork convention, kurz TINCON, bewundert werden. Journalisten, YouTuber, Aktivisten, Musiker und Forscher vermittelten ihr Wissen auf verschiedenste Art und Weise an Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren. Erwachsene mussten draußen bleiben. Ich war zusammen mit Béla und Linus natürlich auch dabei und möchte euch ein kleinen Einblick geben.

Die TINCON ist nicht mit einer Veranstaltung wie dem Videoday zu vergleichen. Hier können Jugendliche etwas lernen und das ist definitiv spannender, als irgendwelchen total abgehobenen YouTubern hinterher zu rennen. Kommunizieren konnte man dabei nicht nur vor Ort, sondern auch über die TINCON-App. Für die 25 Euro, die das gesamte Event kostete, konnten Jugendliche  interessante Workshops besuchen und spannenden Vorträgen lauschen.

Ein gutes Beispiel dafür war die Präsentation von Thilo Kasper, namens „Evil Memes – Die dunkle Seite der Macht“. Ich hatte bis zu diesem Vortrag nie darüber nachgedacht, dass die lustigen Bilder von fremden Leuten, die auf sämtlichen sozialen Netzwerken zu finden sind, natürlich auch reale Personen zeigen. Man macht sich heutzutage keine großen Gedanken darüber, was man postet und welche Folgen das womöglich haben kann.
Auch der Vortrag von Oguz Yilmaz, einem ehemaligen Mitglied des YouTube Comedytrios Y-Titty, über die Reichweite und die mit einhergehende Verantwortung seitens der YouTuber, war sehr interessant. Sowohl die guten, als auch die schlechten Seiten der Vernetzung durch das Internet und der weltweiten Kommunikation darüber, wurden aufgezeigt.
Der Berliner Aktivist Raul Krauthausen pimpte seinen Beitrag zum Thema „Hate Speech“auf eine ganz besondere Art: Er suchte im Publikum nach den kreativsten Schimpfwörtern und brachte mich, sowie fast alle Zuschauer zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Das ist, was die TINCON will: Wissen vermitteln. Dieser Wissensaustausch findet nicht nur zwischen „Speaker“ und Besucher, sondern auch unter den Besuchern selbst statt. Eine Convention, bestehend aus medienbegeisterten Jugendlichen, war für mich jedenfalls der beste Ort, um neue Kontakte zu knüpfen. Es gab eine Art Verbundenheit untereinander, weil die gleichen Interessen geteilt wurden. Wir alle wollen „irgendwas mit Medien machen“, wir alle mögen Winkekatzen und wir alle wollen dazulernen. Es war dabei sehr angenehm, ausnahmsweise nicht von 15.000 (wie auf den Videodays), sondern nur von ein paar hundert Leuten umgeben zu sein. Es war immer genug Zeit für Fragen, ob auf oder neben der Bühne.

Auch die Workshops waren sehr interessant, ich meine, wer wollte nicht schon mal in einem Virtual Reality Kino sitzen, einen kleinen Zeichenroboter bauen oder seine selbstentworfene Brille mit einem 3-D-Drucker drucken? Es war wirklich gut organisiert, geplant und auf die Zielgruppe abgestimmt. Ich durfte auch die Bekanntschaft mit einigen Mitgliedern des Jugendrates machen, der ebenfalls aktiv bei der Planung mitgewirkt hatten. Endlich mal ein Event, bei dem die Zielgruppe mitbestimmen konnte!

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Kaddi, ich und andere tolle Leute in einem lustigen Bus.

Mein persönliches Highlight war der Auftritt der YouTuberin Coldmirror (auch häufig Kaddi genannt), die sich, zusammen mit Batz (ebenfalls YouTuber; arbeitet bei Moviepilot), den teilweise sehr lustigen Fragen ihrer Community stellte. Auch danach wuselte sie noch auf dem Gelände herum, machte ein paar sehr witzige Fotos mit uns und bewies, dass es immer noch Leute gibt, die sich nicht vor der Kamera verstellen. Kaddi ist einfach eine verdammt lustige und liebe Person. Bitte sei nächstes Jahr wieder dabei und mach bis dahin, genauso wie bisher, einfach dein Ding!
Zum Schluss nochmal großen Dank an die Organisatoren, die wunderbare Moderatorin und an alle die bei dieser Veranstaltung mitgewirkt und sie besucht haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe einiges gelernt, ausprobiert und neue Freunde gefunden. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr mindestens genauso toll wird und dass noch mehr Leute die gleichen schönen Erfahrungen wie ich machen können!

 



“Das sieht sehr wohl echt aus!”- Horrorserie Teil 1

Gummibeine, rostige Sägen und jede Menge Blut. Dinge, die man an den Set´s so mancher Horrorfilme finden kann. Aber wie stellt man realistisches Kunstblut her und wie setzt man es am besten ein? Wir haben das für euch in dem ersten Teil unserer Horrorserie ausprobiert.

Und hier nochmal die Zutaten für das Filmblut:

Rote Beete Saft, Quirl, Speisestärke,Topf



Redet mit uns, nicht über uns.

Ein Kommentar

Im Anschluss an den Wettbewerb SchoolsON von Pro7 fand eine Informationsveranstaltung zum Thema Medienkompetenz statt. Wir wurden aufgrund unserer Teilnahme an diesem Wettbewerb ebenfalls eingeladen, weil unser Beitrag über die You 2015 zu den zehn besten Videos in der Rubrik “taff” gehörte.

Wie will ich unterhalten werden? Eine Frage, die ich am besten beantworten können sollte. „#CreateChange – Wie will die Generation YouTube unterhalten werden?“ lautete das Motto des Abends. Er bestand aus Vorträgen und Diskussionen verschiedenster Medienexperten, Journalisten und Leute, die sich mit dem Thema Medien und Medienkompetenz auseinandersetzen.

Vor Ort gab es Getränke und Snacks, damit man während der Veranstaltung nicht vom Stuhl kippt. Schon vor dem eigentlichen Beginn war zu erkennen, dass fast keine Jugendlichen da waren. Die Gruppe bestand hauptsächlich aus Personen, die mindestens 20 bis 30 Jahre älter waren als ich. Das machte mich ein wenig stutzig. Es sollte doch ein Abend über uns sein, ein Abend, an dem wir Jugendliche sagen sollten, was uns interessiert, oder? Und genau das war der Punkt: Es sollte ÜBER uns, nicht MIT uns gesprochen werden. Diese Leute schienen alle Statistiken, Diagramme und Berichte über Jugendliche und deren Medienkonsum zu kennen, aber hatten anscheinend nie mit ihnen geredet.
Zwar gab es in der ersten Diskussionsrunde einen Platz, der von einer 17 jährigen SchoolsOn Teilnehmerin besetzt war, allerdings kam diese kaum zu Wort. Auch bei den späteren Gesprächen wurde letztendlich mehr die Entwicklung der Medien betrachtet, als auf das eigentliche Thema des Abends einzugehen. Kurz: Es wurde um den heißen Brei herumgeredet.
Dabei kamen doch Kommentare von Lili oder mir durchaus gut bei dem Publikum an. Wir versuchten zu erklären, dass Jugendliche durchaus verantwortungsvoll mit Medien umgehen können.

Fishbowl „Let me entertain you! – Wie wollen kommende Generationen unterhalten werden?“ @Forum71 (25. November 2016) from Forum71 on Vimeo.

Auf der Website von Forum71 hieß es, die Veranstaltung hatte „tiefe Einblicke in die Medienwelt von Jugendlichen ermöglicht“. Ich sehe das nicht so. Wie soll man einen „tiefen Einblick“ bekommen, wenn man mit niemandem ausführlich geredet hat? Das ist das Problem und es liegt an uns, an uns Jugendlichen, diese Problem zu beseitigen.
„Medienkompetenz ist etwas Kollektives“ – Wir gehören zu diesem Kollektiv.



Der Tag des offenen Denkmals

Was bedeuten Denkmäler für unsere Gesellschaft und warum sollten wir Jugendliche uns dafür überhaupt interessieren? Fragen über Fragen, über die wir stundenlang nachgedacht haben und die uns nun endlich beantwortet wurden.Wir waren bei dem 36. Denkmalsalong zum Tag des offenen Denkmals im Roten Rathaus. Spannende  Fakten über Denkmäler, deren Zukunft und Erhaltung findet ihr in unserem Video über die Veranstaltung:



Oh, du bist du hetero?! – Webreportage

“Haha! Guck mal, wie schwul der aussieht!” Einen solchen Spruch hat bestimmt jeder schon einmal gesagt. Einen Satz, den selbst kleine Kinder in den Mund nehmen, obwohl sie nicht wissen, was schwul heißt. Aber warum? Warum wird eine sexuelle Orientierung als Beleidigung genutzt? Warum sieht man im 21. Jahrhundert Leute, die nicht hetero sind, immer noch als merkwürdig oder eklig an? Das sind nur einige der Fragen, mit denen wir uns in den letzten Wochen auseinandergesetzt haben. Nun wollen wir euch unsere Ergebnisse und Erkenntnisse zum Thema Homosexualiät präsentieren:


Welche Sexualitäten gibt es und wodurch unterscheiden sie sich eigentlich? Abgesehen von den gängigen Begriffen (hetero, homo und bi), gibt es noch viele weitere, über die jedoch nicht immer und überall genug aufgeklärt wird. Bent hat für euch eine kleine dreiteilige Übersicht erstellt:

Außerdem sind Milena, Linus uns Thomas für uns auf die Straße gegangen und haben einige Passanten gefragt, was Homosexualität und Homophobie ist und was sie davon halten. Herausgekommen sind ein paar interessante Antworten und Reaktionen, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

 

Am 20. und 21.6. 2015 fand zum 23. Mal das lesbisch-schwule Stadtfest in Berlin statt. Nackte Haut, Zuckerwatte und viele Menschen, ein Event, das wir natürlich nicht verpassen wollten. Einige Bilder und einen Textbeitrag könnt ihr euch hier ansehen.

Amerika und Irland: Zwei Länder, in welchen Homosexuelle seit neuestem heiraten dürfen. In Deutschland wird dieses Thema ebenfalls stark diskutiert: Und das nicht nur in der Politik. Besonders im Netz zeigen viele Menschen #EheFürAlle und das Adoptionsrecht ihre Solidarität durch bunte Profilbilder und bewegende Texte. Auch die Musikszene bleibt nicht unbewegt: Wir haben die Hip-Hop AktivistInnen Refpolk und Sookee zu uns eingeladen und mit ihnen darüber geredet:

 

Was halten eigentlich die “Betroffenen” von der gleichgeschlechtlichen Ehe und dem Adoptionsrecht? Wollen Schwule und Lesben überhaupt heiraten? Wollen sie Kinder haben? Unter welchen Bedingungen sollte das alles ermöglicht werden? Was wollen sie wirklich? Zu diesem Thema haben wir ebenfalls ein Interview mit einem schwulen Paar geführt und einen Jugendlichen mit einer lesbischen Mutter, in diesem Video befragt:

Wir sind toleranter geworden. Wir reden offener über das Thema Homosexualität und machen es so zu einer gewöhnlichen Sache. Es wird sich für sie eingesetzt und ihnen geholfen, ihre Ziele durchzusetzen. Nach und nach werden mehr Gesetze durchgebracht um Homosexuelle gleichzustellen. Wir sind auf einem guten Weg. Es sind doch Menschen wie du und ich, warum sollte man sie benachteiligen oder sie anders behandeln?