Bundestagswahl 2017 – Die AfD

Die Alternative für Deutschland ist die jüngste aller Parteien, mit denen wir uns beschäftigt haben. Sie wurde erst 2013 als Reaktion auf den Euro-Rettungsschirm gegründet und nimmt heute immer noch eine europaskeptische Position ein.

Obwohl die AfD noch nicht lange existiert, konnte sie bisher große Wahlerfolge für sich verzeichnen. Sie sitzt inzwischen in 13 Landesparlamenten, allerdings noch nicht Bundestag. Mit Jörg Sobolewski von der AfD Charlottenburg-Wilmersdorf haben wir uns über die Ideen und Ziele der AfD unterhalten.



Bundestagswahl 2017 – Die SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands wurde nach dem Krieg, im Jahr 1945, wiedergegründet. Grund dafür war das Verbot der Partei während der Nazizeit.
Ursprünglich war die Partei ein Zusammenschluss des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und heißt erst seit 1890 SPD. Sie ist dadurch die älteste, noch aktive Partei und besteht heute aus 438.829 Mitgliedern.
Der Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat ist der momentane Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz. Die SPD sitzt aktuell in der Regierung von 11 Bundesländern, besetzt 193 Bundestagssitze und mit Frank-Walter Steinmeier das Amt des Bundespräsidenten. Über die inhaltlichen Aspekte der SPD haben wir mit der stellvertretenden Berliner Landesvorsitzenden der Jusos, Heike Hoffmann, geredet:



Bundestagswahl 2017 – Die FDP

Die heutige Freie Demokratische Partei wurde 1948 gegründet und ist ein Nachfolger der Deutschen Fortschrittspartei von 1863. Auch wenn die FDP in den letzten paar Jahren an Popularität deutlich verloren hat, so war sie doch in der Vergangenheit häufig als Koalitionspartner der CDU an der deutschen Regierung beteiligt.
Aktuell sitzt die FDP nur in einigen Landesparlamenten und nicht im Deutschen Bundestag. Ihr Vorsitzender Christian Lindner erfreut sich allerdings großer Beliebtheit und so stellt sich die Frage, ob die FDP wieder in den Bundestag einziehen wird.
Wir haben uns deswegen mit dem Berliner Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen, Roman-Francesco Rogat, unterhalten:



Zu Gast in der ersten Berliner Skatehalle

Wir schreiben das Jahr 2017 und die einstige Subkultur Hip-Hop ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wie ich darauf komme? Es ist Montagmorgen und ich, 18 Jahre, weiblich, stolzer Teil der Steglitz-Zehlendorfer Mittelschicht, sitze mit meinem jüngeren Bruder auf dem RAW an der Warschauer Straße. Die Wände um mich herum sind verziert mit Graffitis, aus meinen Kopfhörern tönt nicht erst seit gestern Rap. Noch vor kurzem habe ich hier mit Freunden bei der “Fête de la Musique” zu Songs der Rap-Brudis Mädness & Döll meine Arme in der Luft zum Beat bewegt. Aber mein Bruder und ich sind nicht der Musik wegen hier, mit Hip-Hop hat es trotzdem zu tun. Er will etwas lernen, das ihm als Steglitz-Zehlendorfer noch bis vor einigen Jahrzehnten ziemlich sicher nicht zwischen die Finger oder eher unter die Füße gekommen wäre: Skaten.

Vor uns thront die einzige und erste Skatehalle Berlins – ehemals eine Schmiedehalle. Hier startet heute ein einwöchiger Ferienworkshop, denn es sind Sommerferien in Berlin. Auffällig: viele der Teilnehmer – überwiegend Jungs im Alter von 6 – 14 – werden von ihren Großmüttern auf das RAW gebracht. Die wenigen Eltern, die ich sehe, tragen ganz entgegen meinen Erwartungen Kashmir-Pullover, in der Hand das neuste Apfel-Phone. Meine stilisierten Vorstellungen von der hippen Kreuzberger Skaterfamilie sind zerstört. Heimlich weint mein Möchtegern-Hip-Hop-Herz, als ich die Logos eines großen Sportartikelherstellers über der Anlage thronen sehe. Ich habe Gesprächsbedarf. So treffe ich am nächsten Tag die Pressebeauftragte der Halle, Sara Plagemann. Die junge Frau bietet mir einen Drink an und wir setzen uns auf die selbstgebauten Bänke des zugehörigen Cafés:

Wie lang gibt es denn die Workshops schon? Wer kam auf die Idee?

Wir machen das schon seit mehreren Jahren, ich kann dir jetzt gar nicht das genaue Datum sagen. Es hat sich einfach dadurch ergeben, dass Interesse sowohl bei Jüngeren als auch bei Älteren bestand, sich das Skaten beibringen zu lassen. Früher war es halt so, dass die Leute einfach rausgegangen sind auf die Straße und sich das Skaten selber beigebracht haben. Auch heute macht das der Großteil noch so, aber es gibt inzwischen auch immer mehr, die sich das wie in einem Sportverein – vor allem die Grundkenntnisse – beibringen lassen wollen: wie man richtig fällt, rollt, bremst, anfährt. So sind die Workshops dann zustande gekommen.

Wie kommen die Kids darauf, so einen Workshop mitzumachen?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sind die großen Geschwister auch schon hier zum Skaten. Natürlich kann man sich zudem über die Internetseite bei uns anmelden oder per Mail. Bei Minderjährigen machen das meistens die Eltern. Es gibt verschiedene Angebote: von Probetrainings, womit man anfangen sollte, bis hin zu Blockkursen und Ferienkursen. Auch Privattrainings kann man buchen oder seinen Geburtstag hier feiern.

Überwiegend Jungs im Alter von 6 – 14

Sind es denn die Eltern oder die Kinder, die auf die Idee kommen, eure Workshops zu belegen?
Teils teils. Manchmal sind es die Eltern, die vielleicht selber noch jung sind, das selber cool finden und denken “Es wäre voll cool, wenn mein Kind skatet.” Schlecht ist dann aber meistens, wenn das so gar nicht von den Kindern kommt. Oft haben die dann nicht so große Lust darauf. Manchmal ist es auch gemischt: Die Kinder haben Interesse und die Eltern pushen das. Einige haben aber auch einfach von sich aus Lust, Skaten zu lernen.

Gibt es denn ein typisches Klientel, was eure Workshops besucht?
Dadurch, dass wir die einzige Skatehalle Berlins sind, kommen die Leute wirklich aus allen möglichen Stadtteilen, allen Ecken Berlins. Da kann man jetzt nicht wirklich sagen, dass es dieses eine typische Klientel gibt.

Als ich gestern meinen Bruder hier her gebracht habe, war ich verwundert, fast überwiegend Eltern anzutreffen, von denen ich niemals gedacht hätte, dass sie ihre Kinder aufs RAW zum Skaten bringen würden.
Ja, ich glaube, was so die gesellschaftlichen Schichten angeht, ist das hier sehr durchmischt. Da sind sicher Leute dabei, die sich sonst nie hier aufhalten würden. Es kommen aber auch viele aus dem Kiez zu uns.

Gibt es auch Eltern, die selber schon geskatet sind und deshalb ihre Kinder hierher bringen?
Auf jeden Fall. Es gibt ja auch viele Eltern, die selber noch aktiv skaten. Wir haben auch Kurse für die ganz Kleinen, wo die Eltern auch mitskaten können.

Trifft man in der Halle heute andere Leute an, als noch vor 10 Jahren?
Sicherlich. Skaten ist einfach populärer geworden. Unser Hauptsponsor ist ja zum Beispiel ein großer Sportartikelhersteller. Das war ja früher noch nicht so. Da waren das eher so kleinere, lokale Skatebrands. Dadurch hat sich das Skaten für eine größere Gruppe geöffnet und ist auch in den Medien präsenter. In super vielen Werbespots findest du heutzutage Skater. Dadurch hat sich das Klientel außerdem erweitert. Skaten ist aus der Nische herausgetreten.

Du hast da was unter den Füßen

Aber wurde auch zunehmend kommerzialisiert.
Definitiv, ja.

Was hat das mit sich gebracht, dass ihr die Partnerschaft mit dem großen Sportartikelhersteller eingegangen seid?
Für uns hat das vor allem Vorteile. Klar kann man sagen, dass das alles sehr kommerziell ist, aber der große Sportartikelhersteller ermöglicht den Skatern auch sehr viel. Sie bezahlen zum Beispiel Trips und versorgen die Skater mit Schuhen. Früher hingegen standen die Skater dann halt da und hatten einfach keine. Das geht ja auch alles sehr schnell kaputt. Natürlich hat alles auch immer zwei Seiten, aber eben super viele positive.

Ihr seid also nicht abhängig von besagtem großen Sportartikelhersteller?
Ja, die Skatehalle finanziert sich komplett selbstständig vor allem durch die Gastronomie, die wir hier rundherum aufgebaut haben. Alles hat den Hintergrund, diese zu finanzieren. Der Grundgedanke war, dass Berlin eine Skatehalle braucht. Alles andere hat sich dann entwickelt, weil es keine Abhängigkeit geben sollte. Durch Sponsoren konnten wir zum Beispiel ermöglichen, den Skatepark komplett umzubauen. Früher war das hier ja alles aus Holz und jetzt aus Beton. Die Qualität der Anlage konnte gesteigert werden.

Wird denn nicht besonders durch die Workshops auch nochmal die Halle mitfinanziert?
Klar sind alle Angebote auch dazu da, die Halle zu finanzieren. Aber das sind ja alles keine hohen Preise. Der Hauptgedanke ist, ein offener Ort zu sein, wo wirklich alle auf irgendeine Art und Weise teilnehmen können. Es gibt auch immer Möglichkeiten, Ermäßigungen zu bekommen, wenn finanziell die Mittel fehlen. Da sind wir auch immer offen und achten darauf, dass keiner ausgeschlossen wird.

Also macht ihr in gewisser Weise auch politische Arbeit.
Ja, auf jeden Fall. Eigentlich hat es ja immer irgendwie etwas politisches, wenn man in einer Stadt wie Berlin mit Jugendlichen arbeitet. Etwas politisch-soziales hat unsere Arbeit auf jeden Fall, klar.

Ich habe gehört, dass es auch so Workshops für Geflüchtete gibt.
Genau. Wir arbeiten mit diversen Partnern zusammen: mit dem 1. Berliner Skateboardverein e.V. und dem Drop-In e.V., die viele verschiedene Projekte machen. Dazu gehören neben Deutsch-Kursen auch kostenlose Skateworkshops hier in der Halle.

Also du würdest schon sagen, dass ihr einen gewissen gesellschaftlichen Stellenwert habt?
Ich weiß nicht, ob man das jetzt gesellschaftlichen Stellenwert nennt, aber wir haben auf jeden Fall den Anspruch, dass die Halle ein sozialer Ort ist, an dem viele Projekte realisiert werden und es nicht um kommerzielle Ausbeute geht, sondern darum Leuten Dinge zu ermöglichen oder sie zusammenzuführen. Der Grundgedanke vom Skaten ist ja auch, dass Menschen aus allen Ländern und allen Schichten zusammenkommen und niemand ausgeschlossen wird. Wir haben jetzt auch ein Pilotprojekt gestartet mit Rollstuhlskaten. Da passiert schon einiges.

Skaten ist ja schon Teil der Hip-Hop-Kultur. Gibt es da eine besondere Verbindung zu?
Ich glaube, dass es vorbei ist, diese ganzen Jugendkulturen voneinander abgrenzen zu können. Früher war es vielleicht mal so, dass man an den Klamotten sofort erkannt hat, wer Hip-Hop macht, wer Graffiti macht und wer skatet. Aber mittlerweile ist das alles so fragmentiert, das kann man nicht mehr einzeln aufdröseln. Es gibt Leute, die skaten, die Hip-Hop hören, aber genauso auch welche, die Techno hören. Klar

Mein Bruder in Action

gibt es schon viele, die Hip-Hop hören, aber da kann man keinen generellen Stempel mehr drauf machen, dass Skater immer Hip-Hop hören.

Aber der größte Teil?
Das sind eigentlich immer so Trends. Ich kann mich noch daran erinnern, als vor einigen Jahren hier dauernd Gitarrenmusik gehört wurde und diese dann auch immer auf den Aftershow-Partys von Contests lief. Im Moment machen wir schon eher eine Hip-Hop-Party oder Trap, aber das kann sich auch wieder verändern.

Ihr sorgt also schon dafür, nicht nur Anlaufstelle für ein bestimmtes Publikum zu sein?
Ja, hier kommen schließlich Leute aus der ganzen Welt her. Zum Beispiel Skateteams aus Brasilien und Amerika. So viele waren schon bei uns.

Naja okay, fürs erste sind in diesem Moment meine anfänglichen Befürchtungen, dass ein bedeutender Teil der Berliner Hip-Hop-Kultur zu einem kommerzialisierten Spielplatz für Kinder der neureichen Berliner Gesellschaft geworden ist, verflogen. Das geht gut bis ich an mir selber herunterblicke und zu meinem Ursprungsgedanken zurückkehre, dass ich weiblich, stolzer Teil der Steglitz-Zehlendorfer Mittelschicht und mein Bruder gerade Teil von etwas werden wollen, was uns „noch vor einigen Jahrzehnten ziemlich sicher nicht zwischen die Finger oder eher unter die Füße gekommen wäre“.

Ich bedanke und verabschiede mich, schieße mit der Handykamera noch ein paar Bilder von meinem Bruder in Action und mache mich in meinen gerade wieder angesagten Gesundheitslatschen aus dem SSV vom Acker. Ich habe beschlossen jetzt einfach Sara Plagemann zu glauben: ohne Kommerzialisierung wäre so ein Spaß, wie Skaten es ist, nie bis zu meinem Bruder und mir vorgedrungen. Ein hoch auf große Sportartikelhersteller!



Bundestagswahl 2017 – DIE GRÜNEN

Bündnis90/DIE GRÜNEN entstanden im Jahr 1980 aus verschiedensten Umwelt- und Friedensbewegungen heraus und schloss sich elf Jahre später mit dem Bündnis 90 zusammen.

Auch heute legt die Partei daher ihr Augenmerk auf die Umweltpolitik. Seit ihrer Gründung saßen die Grünen bisher einmal, von 1998 bis 2005, als Teil der Regierung im Bundestag. Aktuell belegen sie 63 Bundestagssitze und befinden sich in der Oppositionsrolle.

In Berlin sind die Grünen seit der Abgeordnetenhauswahl 2016 Teil der Landesregierung und ich durfte mich mit dem Landesvorsitzenden, Werner Graf, unterhalten.



Bundestagswahl 2017 – Die CDU

Die Christlich Demokratische Union wurde im Jahr 1945 gegründet und ist, historisch gesehen, die bisher erfolgreichste Partei der Bundesrepublik Deutschland. Seit dem Jahr 1949 befindet sie sich in einer Fraktionsgemeinschaft mit ihrer bayerischen Schwesterpartei, der CSU.

Zu den berühmtesten Mitgliedern der CDU gehören unter anderem die ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl oder Konrad Adenauer und auch aktuell wird das Amt der Bundeskanzlerin ebenfalls durch eine Vertreterin der CDU, Angela Merkel, besetzt. Die CDU bildet zudem eine Regierungskoalition mit der SPD und hat 253 der 630 Bundestagssitze.

Eine der Jugendorganisationen der CDU nennt sich Junge Union und mit ihrem Berliner Landesvorsitzenden, Philipp Dillmann, haben wir uns über die Wählerschaft und Forderungen unterhalten:



Bundestagswahl 2017 – DIE LINKE

DIE LINKE entstand 2007 aus einem Zusammenschluss der Linkspartei.PDS und einer Abspaltung der SPD, der sogenannten WASG. Die PDS hieß früher SED (Sozialistische Deutsche Einheitspartei) und war die damalige Regierungspartei der DDR. Auch daher finden sich immer noch sozialistische und allgemein antikapitalistische Züge in den Vorstellungen und Forderungen der Partei wieder.
DIE LINKE bildet mit Bündnis 90/DIE GRÜNEN die Opposition im Bundestag und besetzt dabei 64 Sitze. Was DIE LINKE aber genau fordert und wer sie wählt, das haben wir Felix Lederle, Bezirks- und Fraktionsvorsitzender der DIE LINKE in Reinickendorf, gefragt:



Visa Vie im Interview: Deutschrap in Berlin

„In dieser Sendung werden Musiktitel gespielt, die deutliche Worte enthalten und mitunter verstörend, beleidigend oder sogar verletzend wirken können“, heißt es immer mittwochs beim Radiosender Fritz. Mit ganz gegenteiligen Adjektiven würde man jedoch die Moderatorin der zugehörigen Sendung beschreiben, die wir vergangene Woche ganz intim in der wunderschönen Bar neben dem Fritz-Radiostudio in Kreuzberg treffen durften. Visa Vie quatscht dort einmal wöchentlich mit den aktuellsten deutschen Rap-Sternchen über deren neuste Releases. Aber da ihre Aufgabe dabei zum größten Teil darin besteht zuzuhören, was Künstler alles so über ihre Kunst zu sagen haben, dachten wir, drehen wir dem Spieß doch einmal um. Das Thema hatten wir uns einige Wochen vorher bei einer Ringbahn-Rundfahrt überlegt: Rap? – Ne, zu ausgelutscht und viel zu groß. – Die Person hinter Visa Vie? – Zu intim. – Stattdessen ein Thema, was jeden von uns betrifft. – Berlin!
Die Hörsturz-Folge dazu hätte “visavie Visa Vie” oder “Lotti trifft Lotti” heißen können (vorgestellt hat sie sich uns mit “Lotti”). Letztendlich trug sie einfach nur den Namen Deutschrap-Berlin-Spezial. Ihr könnt die Sendung inklusive Interviewausschnitte unter folgendem Link nachhören:

Oder ihr schaut mit Bild und Ton einfach jetzt das Interview in voller Länge hier:



Digga auf dem Jugendforum

Schon gleich zu Beginn wird deutlich: Milena steht voll auf das Jugendforum!

“Es fällt aus!” – so hieß es schon,
die Folge: Improvisation

Unter diesem Motto steht dieses Jahr das Jugendforum, eine Veranstaltung, die nicht nur Opfer des bipolaren Wetterfrosches wurde, sondern primär dafür da ist, Jugendlichen eine Stimme zu geben, wenn es um politische Entscheidungen geht.

 

 

 

 

Wie das Jugendforum entstanden ist und was ihre Aufgabe ist, erklärt uns Projektmanagerin Nesreen im Interview:

Von ebendiesen Jugendlichen sind auch zahlreiche vertreten, die entweder für die Bespaßung auf der Bühne zuständig sind, ihre Stände vorstellen oder einfach als Besucher dafür sorgen, dass das Jugendforum eine lohnenswerte Unterrichtsalternative ist. Denn wer am Jugendforum teilnimmt, bekommt tatsächlich eine offizielle Unterrichtsbefreiung. Doch das sollte nicht der einzige Grund sein, heute zum Pfefferberg am Senefelder Platz zu reisen.

Das schlechte Wetter konnte die gute Laune nicht mindern. Ein weiterer Grund: Das köstliche Essen!

Aufgrund des gestrigen Unwetters hieß es nämlich erst, das Jugendforum falle aus, da beim Aufbau auf dem Tempelhofer Feld die Zelte von dannen geschwommen seien.

Ein Glück, dass die Herrschaften vom Pfefferberg so liebenswürdig waren, dem Jugendforum die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Hier findet nun – überdacht – ein buntes Programm statt, das von Poetry Slam über Diskussionen mit Politikerinnen wie Sandra Scheeres (SPD) und Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) bis zu Tanzvorführungen reicht.

Die Digga-Redaktion hatte das Glück, mit der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie sprechen zu können. Hier könnt ihr euch das Interview mit Sandra Scheeres in voller Länge anhören.

Was andere Besucherinnen und Besucher für wichtige politische Themen halten und über welche ihrer Meinung nach zu viel diskutiert wird, erfahrt ihr hier:

Zwischendurch hat man Zeit, sich bezüglich verschiedener Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung zu informieren.

“Oma hat was gegen Flüchtlinge” – so lautet es auf einer Karte der Inititative “Junge Gegenargumente”, die ein Rhetorik- und Argumentationstraining anbieten, damit gerade junge Menschen rechtsmotivierten Hassparolen gute Argumente entgegensetzen können.

Aicha beim I,slam.

Vorsichtshalber ist rechtem Gedankengut in personifizierter Form sowieso der Zutritt zum Jugendforum untersagt – schließlich steht die Veranstaltung in erster Linie für interkulturelle Toleranz.

Aus diesem Grund sind auch viele muslimische Jugendliche dabei, zum Beispiel vom “I,slam”, einem Poetry Slam speziell für junge Muslime, die sich kritisch in Textform zu aktuellen Themen äußern.

 

 

 

 

Was die Grundstimmung bezüglich aktueller Themen ist, könnt ihr in folgendem Beitrag erfahren :



Tag 3 auf der TINCON – Eine Messe im kreativen Zweifarbenstyle

Der dritte und somit letzte Tag der TINCON liegt nun hinter uns und es war wie auch an den anderen Tagen schon sehr kreativ, interessant und frech. Viele bekannte und mindestens genauso viele unbekannte Gesichter standen auf den beiden Bühnen, um ihren ganz persönlichen Senf dazuzugeben. Es gab humorvolle Beiträge wie zum Beispiel den der Space Frogs, aber auch politisch angehauchte wie der Talk von Martin Sonneborn und viele mehr.

Ein absolutes Highlight war natürlich das Interview mit Coldmirror, die in der YouTube-Szene mit ihren ganz eigenen Film-Synchronisationen ein bekanntes Gesicht ist. Wenn es also um Network gemixt mit einer guten Prise Humor geht, dann darf sie definitiv nicht fehlen. Für uns ist sie aber besonders interessant, weil sie auch einmal in einem Offenen Kanal, ähnlich wie ALEX Berlin, gearbeitet hatte.

Aber auch mindestens genauso berühmte Menschen wie Ralph Caspers von Sendungen wie „Wissen macht Ah!“ oder „Die Sendung mit der Maus“, der sich übrigens selbst als egozentrisch bezeichnet, wurden mit unseren Fragen beworfen. Für viele Besucher ging mit seinem Besuch ein kleiner Traum in Erfüllung, da er ganz offen und freundlich mit jedem Interessenten gesprochen und auch Fotos gemacht hat. So mancher Anrufer wird jetzt wohl seine Stimme als Anrufbeantworter zu hören bekommen..

Das Interview mit ihm könnt ihr im Beitrag über den zweiten Tag der TINCON bestaunen.

Auch Speaker mit ernsteren Themen wie $ick standen auf der Bühne oder vor unserer Kamera und redeten, wie in seinem Fall, über seine Vergangenheit mit den Drogen und dass er unter Anderem wegen seiner Tochter damit aufhörte.

Nicht ganz so gesundheitsschädigend wie das Thema Drogen waren Talks über die schulischen Möglichkeiten eines Durchschnittsmenschen oder aber auch die wertvollen Hinweise eines Anfangszwanzigers über das Fußfassen in der Filmbranche. Bei Allem waren immer Fragen erlaubt, sodass auch private Interessen und Unklarheiten geklärt werden konnten.

Das DIGGA-Team erschöpft aber stolz nach getaner Arbeit!

Aber nicht nur die prominenten Gäste haben dem Ganzen eine Atmosphäre gegeben. Auch coole, im Alltag immer nützliche Spielereien wie ein kluger Spiegel oder ein Spiel mit einem Lichtschlauch, das übrigens komplizierter war als es sich anhört und auch aussah, trugen zu einem rosagelben Medienspektakel der besonderen Art bei. Der Ort an sich, ein offiziell stillgelegtes Kraftwerk, sprühte zwar nicht ganz vor Charme, aber hunderte verschiedene Lichtapplikationen im kreativen Zweifarbenstyle verliehen dem ganzen einen Hauch von Clubatmosphäre, was in einem Kraftwerk nicht immer gegeben ist.

Wo es im nächsten Jahr hingeht, ist noch ungewiss, vielleicht werden wir dann vom Fernsehturm senden oder vom Flughafen, aber drehen, schneiden und senden werden wir so oder so von der TINCON 2018. Nur die Grumpycat-Winkekatze wird dann wohl nicht mehr mit auf den Plakaten sein..

Zum Abschluss gibt’s noch einen Rückblick mit unseren persönlichen Highlights der TINCON: