Hörsturzsendung über Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke – Ein für die meisten Jugendlichen sehr wichtiger Teil ihres Lebens. Und genau deswegen waren sie Thema in unserer Hörsturz-Sendung.

Zuerst haben wir uns genauer mit einem altbekannten und schon sehr lang populären sozialen Netzwerk beschäftigt: YouTube. Seit über zehn Jahren ist die Plattform nun schon für alle Welt geöffnet. Wir haben zurückgeblickt auf die Anfänge von YouTube. Wie entstand YouTube? Und worum ging es im ersten YouTube-Video? Außerdem haben wir uns in der Sendung noch mit der neuen YouTube-Funktion “YouTube-Heroes” beschäftigt. Was ist das genau?

Auch sehr populär natürlich momentan die Foto- und Videosharing-Plattform Instagram. Nutzen Eure Hörsturz-Moderatoren Instagram? Außerdem haben wir noch mit einem Instagramer über die Plattform gesprochen und so besondere Einblicke in die Materie des Instagramers erhaschen können. Wir wollten zum Beispiel wissen, ob er denn eigentlich Geld mit Instagram verdient.

Aktuell auch sehr heiß diskutiert, die Plattform musical.ly. Sogenannte Muser können hier Performances zu Full-Playback-Liedern abliefern. Doch das überzeugt nicht Jeden… Wie Eure Hörsturz-Moderatoren wohl zu diesem sozialen Netzwerk stehen?

All das und vieles mehr erfahrt Ihr in unserer Hörsturz-Sendung über Soziale Netzwerke .

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Nimm Kontakt mit uns auf: hoersturz@alex-berlin.de



Das Werbekennzeichnungs-Wirrwar

Was ist, wenn du ein richtig geiles Video drehen willst, dir aber das Geld dafür fehlt? Wie kannst du, wie zahlreiche andere YouTuber, von deinem Hobby leben? Eine Möglichkeit ist das Bewerben von verschieden Produkten. Das muss dann aber auch gekennzeichnet werden – die Zuschauer sollen schließlich wissen, dass du ein Produkt bewirbst und dafür womöglich Geld bekommst. Wie du deine Videos richtig kennzeichnest, verrät dir die neue Auflage der FAQ´s der Landesmedienanstalten zum Thema Werbekennzeichnung auf YouTube und anderen sozialen Netzwerken.

Faustregeln zur Werbekennzeichung

Faustregeln zur Werbekennzeichung

Die FAQ´s geben dir einen Überblick über die wesentlichen Aspekte der Werbekennzeichnung: Wann muss was, wie gekennzeichnet werden. Viele Leute wissen nämlich häufig nicht, wie das geht – kennzeichnen müssen aber alle! Deshalb muss das FAQ jetzt verbreitet werden, denn es bietet (einfach formulierte) Antworten auf die meisten Fragen und kann fast immer weiterhelfen.

In Berlin fand am 17.11.16 zu diesem Thema die Veranstaltung „Follow the Watchdog“, statt. Hier wurden die FAQ´s vorgestellt und besprochen. Anwesend waren neben Vertretern verschiedenster Unternehmen, auch die YouTuber Felix von der Laden (Dner) und Lisa Sophie (ItsColeslaw).  Wir stellten alle fest, dass trotzdem noch einige Fragen offen bleiben. Besonders Felix betonte durch den Einsatz verschiedenster Beispiele, dass die Kennzeichnung (selbst mit Hilfe der FAQ’s) in einigen Fällen immer noch schwierig sein kann.

"Creator meets Advertiser" - Gemeinsamer Talk über das Thema Werbekennzeichnung

“Creator meets Advertiser” – Gemeinsamer Talk über das Thema Werbekennzeichnung

 

Ist beispielsweise ein VLOG von einer gesponserten Reise ein Werbevideo, ein Productplacement oder keins von beidem? Wie muss ich kennzeichnen, wenn meine Zuschauer hauptsächlich aus einem anderen Land kommen, wo die Bestimmungen eben anders als hier sind? Wie werde ich eigentlich bestraft, wenn ich nicht kennzeichne?

 

 

Vorgeschlagen wurde zudem, dass es öffentlich gemacht werden solle, wenn YouTuber wegen fehlender Kennzeichnung bestraft werden. Das wäre ein Mittel zur Abschreckung und würde vielleicht dazu führen, dass die Leute sich zu dem Thema informieren würden. Ob das wirklich der richtige Weg wäre, bleibt fraglich.

Wichtig bleibt vorerst die Verbreitung des FAQ´s, denn es ist und bleibt ein guter Leitfaden. Bei Fragen kann man jederzeit die Landesmedienanstalten kontaktieren, welche einem eigentlich in jedem Fall weiterhelfen können.



Journalistenpech

Es gibt Tage, da läuft auch bei Journalisten alles schief: Interviews platzen, der Beitrag wird nicht fertig, die Deadline naht. Da hilft nur noch, das Beste aus dem “Jounalistenpech” zu machen.

Recherchieren und kontaktieren:

Die Aufgabe bestand darin, ein kleines Video über Wahlwerbung zu produzieren. Wir hatten nicht viel Zeit. In drei Tagen sollten wir den Beitrag komplett fertig haben: Video und Artikel. Zu Beginn haben wir einige Informationen gesucht. Wir haben viele Parteien und Betriebe kontaktiert, die sich mit Wahlwerbung auskennen könnten. Doch nur Absagen. Leider hatte keine Partei oder Betrieb Interesse gezeigt.

Wenn doch mal eine Partei oder ein Betrieb Interesse an einem Interview zeigte, sollten wir eine E-Mail schreiben, doch die Betriebe schrieben nie zurück.

Fehlgeschlagenes Interview:

Da wir nun kein Interview organisieren konnten, haben wir uns entschlossen, nur ein paar Interviews mit Passanten und der BSR zu führen. Wir begannen bei der Berliner Stadtreinigung. Wir fragten einen Mitarbeiter, ob wir ihn interviewen könnten, nach langem Hin und Her durften wir letztendlich niemanden interviewen und das Gebäude  nur von draußen filmen. Doch dies reichte uns nicht.

Passanten-Interview:

Danach gingen wir auf die Straße, um Leute zu interviewen, was sich allerdings leichter anhört, als es ist. Die Passanten sahen uns schon von weitem und bevor wir sie fragen konnten, schüttelten sie den Kopf oder suchten sich verkrampft eine Ausrede. In diesem Moment gaben wir langsam die Hoffnung auf. Zum Glück opferten ein paar Passanten ihre Zeit für ein kleines Interview, doch leider hatten wir bei den ersten Passanten etwas Lampenfieber und wussten nicht, was wir fragen sollten. Wir fühlten uns so wie die Zeugen Jehovas, wenn man sie doch mal reinlässt. Bei so einem Interview musste man auf vieles achten, egal, ob als Kameramann oder Reporter. Als Kameramann musst du beispielsweise auf die Schärfe und das Licht achten, als Reporter hingegen zu jeder Zeit die passenden Fragen parat haben und dein Lampenfieber überwinden. Trotz der vielen Absagen verloren wir nie den Spaß und die Freude an dem Projekt.

Video schneiden und Ton regulieren:

Nach den Interviews kam das Schneiden des Videos. Am Anfang fiel es uns noch schwer, die einzelnen Video-Clips zu einem Video zu schneiden, doch mit  der Zeit bekamen wir das richtige Gefühl dafür.

Und tatsächlich haben wir es geschafft: Trotz aller Schwierigkeiten haben wir ein Video produziert, diesen Text geschrieben und veröffentlicht.



Money, Money Money – Werbung auf YouTube

Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit mit der Videoplattform YouTube: Mit YouTubern und ihren Fans, mit Events rund um die Plattform und der  Macht der Community. Diesmal beleuchten wir die kommerziellen Seite des Themas. 

Natürlich ist es seit Ewigkeiten Brauch, Werbung vor Videos zu schalten um dadurch Geld zu erhalten. Das ist aber schon lange nicht mehr die einzige Einnahmequelle:  Product Placements, Merchandise und die Vermarktung eigener Produkte sorgen dafür, dass viele YouTuber von ihrem eigentlichen Hobby tatsächlich leben können.

Vielleicht erst einmal zu Beginn: Wie kommen Produktplatzierungen überhaupt zustande? Der Eventmanager Karl Carstens erklärt uns bei einem Interview auf den Video Days 2016, wie er zwischen Firmen und YouTubern vermittelt. Beispielsweise war er dieses Jahr mit einigen YouTubern auf der Young IFA in Berlin und suchte mit ihnen nach Produkten, die zu ihnen passen.

Verständlicher Weise haben viele Zuschauer etwas gegen Werbung: Sie kann unpassend und nervig sein. Allerdings schaffen es viele YouTuber, die Produktplatzierungen sinnvoll in ihren Videos unterzubringen. Melissa Lee, die den Kanal breedingunicorns betreibt, erzählt uns, dass sie selbst Product Placements in ihren Videos mache. Dabei sei ihr wichtig, dass das Produkt gut zu ihr und ihren Inhalten passe und deshalb lehne sie auch durchaus einige Angebote ab. Grundsätzlich sei es eine gute Möglichkeit, um mit dem Geld aufwendigere Videos finanzieren zu können. Von dieser Möglichkeit machen, ihrer Meinung nach, fast alle YouTuber ab einer bestimmten Reichweite Gebrauch.

Um an dieser Stelle mal ein Beispiel mit einzubringen: Ich starte demnächst eine Videoreihe über das Thema Politik. Wenn mir nun die Bundeszentrale für politische Bildung eine Kooperation anbieten und mich unterstützen würde, dann würde ich das Angebot nicht ablehnen, weil das zu meinem Konzept passen würde. Es ist also immer die Frage, was beworben oder vorgestellt wird.

Die meisten Zuschauer stellen allerdings das “wer” in den Vordergrund. Es werden häufig die selben Leute immer und immer wieder kritisiert. Teilweise kommt es vor, dass zwei YouTuber das selbe Produkt bewerben, der eine zieht einen riesigen Shitstorm auf sich, der andere nicht. Der YouTuber Mii Mii hat dafür eine sehr interessante Erklärung: „Gute“ und „böse“ YouTuber. Dabei entscheide jeder für sich selbst, wer auf der guten und wer auf der schlechten Seite stehe. Viele Zuschauer gestehen sich dabei nicht ein, dass auch ihre Lieblinge Fehler machen können und so entsteht die Doppelmoral.

Wir sollten auf alles ein gleich kritisches Auge haben. YouTube wird inzwischen ernst genommen, sowohl von den Medien, als auch von der Werbebranche. Das bietet die Möglichkeit von der Videoproduktion leben zu können, indem die eigene Reichweite ausgenutzt wird. So kann hochqualitativer Content, aber auch billige Werbung entstehen. Es hat nun mal alles eine gute und eine schlechte Seite – auch das Thema Werbung.

 

Unsere Erlebnisse auf den VideoDays 2016 in Berlin gibt’s übrigens in unserem neuen DIGGA-Magazin zusammengefasst zum nachkucken:



Björns Eindrücke vom CommunityDay – VideoDays 2016

Was tut man nicht alles um einen Beitrag zu produzieren. Ich zum Beispiel bin um sechs Uhr aufgestanden, um von einem Ende Brandenburgs ans andere zu fahren. Und manch andere stehen noch früher auf, nur um YouTuber zu treffen. Für alle, denen das Ticket zu teuer war, oder die es nicht geschafft haben hinzukommen, ist DIGGA vor Ort und berichtet. Heute ist der zweite und letzte Tag der VideoDays. Welche Eindrücke boten sich uns also an diesem sogenannten CommunityDay? Laura, Soso, Linus und ich haben uns mal ein wenig umgeschaut.

Soso und Laura vor der Metropolis Halle in Babelsberg.

Soso und Laura vor der Metropolis Halle in Babelsberg.

Auch heute warteten laut Veranstalter rund 3.000 Fans darauf, ihre YouTube Stars zu treffen, Fotos mit ihnen zu machen und Autogramme zu bekommen. Bei dem CommunityDay steht weniger die Show, als vielmehr der Kontakt zwischen Fan und YouTuber im Vordergrund. Die meisten rannten sofort nach dem Einlass zu den Autogrammständen, und ignorierten dabei die Werbestände der Sponsoren. Erst nachdem man lange angestanden und seine Stars dann endlich getroffen hatte, bot sich die Gelegenheit einen Blick in die Eingangshalle zu werfen.

Verglichen zum gestrigen ShowDay war es heute fast ruhig. Das liegt aber nur daran, dass man mit seinem Ticket nur vormittags ODER nachmittags in die Metropolis Halle in Babelsberg kommt. Heißt: Gegen 14 Uhr werden alle rausgeworfen, um für die nächste wartende Meute Platz zu schaffen. Dadurch dass es nun heute so klein und familiär war, haben sich die YouTuber auch seelenruhig in den Fanbereich begeben, ohne dabei überrannt zu werden.

Auch der  Durchschnittsbesucher hat sich im Vergleich zum gestrigen Tag nicht verändert: Hipster Look und zerissene Hosen. Mit dabei wie immer die Cap und das Smartphone griffbereit im ausgestreckten Selfie-Arm. Ein sich innerhalb der Masse sehr ähnelndes Publikum, stellten wir auch heute wieder fest. Des Weiteren ist ein interessantes Phänomen, dass nicht nur die Fans, sondern auch die YouTuber immer jünger werden. So ist Ossi.Glossy erst zwölf und macht mit seiner ausgefallenen Art einfach nur sein eigenes Ding. Ob nun aus Aufmerksamkeit oder eigenem Intresse, darüber lässt sich streiten. Ich für mein Teil respektiere ihn voll und ganz.

 

Die vor einigen Jahren verhassten Product-Placements werden nun weitestgehend von YouTubern und Fans akzeptiert. YouTuberin Melissa äußerte sich durchaus positiv dem Gegenüber. Auch meint sie, dass sie nicht alle Angebote annimmt, und auch kein anderer YouTuber so handele. Die Einnahmen allein reichten ja nicht einmal um die Miete zu begleichen, wie Melissa Lee selber sagt.

Laura interviewt die polarisierende YouTuberin Katja.

Laura interviewt die polarisierende YouTuberin Katja.

Nicht nur Melissa oder Katja, auch Christoph Krachten haben wir vor unsere Kamera bekommen. Laut Krachten seien die Veränderungen an den VideoDays nur positiv. Generell hat er seine Veranstaltung sehr gelobt und negative Argumente abgewiesen. Zu der Frage, warum die Preise immer teurer würden, meinte er, dass er so die Miesen vom letzten Jahr vermeiden wollte. Trotz des hohen Preises sei die Veranstaltung jedoch ohne die Werbetreibenden nicht möglich.

 

Christoph Krachten äußert sich aus der Sicht des Veranstalters über die VideoDays.

Christoph Krachten äußert sich aus der Sicht des Veranstalters zu den VideoDays.

 

Die VideoDays haben natürlich schon immer von der Werbung gelebt. Für mich persönlich ist der Ticketpreis aber nicht gerechtfertigt, wenn der kommerzielle Aspekt eines solchen Events so schwerwiegend ist.

 

 

 

Für mich persönlich hat sich der Reiz der VideoDays verloren. Der Veranstaltungsort ist weniger in Berlin, als viel mehr in Potsdam, viele YouTuber haben einfach abgesagt und die Fans keinen Kommentar dazu bekommen. Trotz der Mängel war es für mich auch ein cooles und bereicherndes Erlebnis.



VideoDays 2016 – zwischen Hype und Kommerz

Heute erwartet die YouTuber-Welt ein ereignisreicher Tag: Der Auftakt der Berliner VideoDays. In Köln waren dieses Jahr rund 15.000 Besucher.

Die VideoDays wurden 2010 auf der Gamescom in Köln gegründet und sind mittlerweile das größte YouTuber Treffen Europas. Hier in Berlin finden diese bereits zum zweiten Mal statt. Ursprünglich waren auch in Hamburg und München VideoDays geplant. Momentan ist es noch unklar, ob diese stattfindet, was heißt, dass es hier in Berlin wahrscheinlich die einzige Veranstaltung bleibt. Und wir von DIGGA mittendrin.

wenn Fanträume in Erfüllung gehen

VideoDays – wenn Fanträume in Erfüllung gehen

Bei so einem großen Event fragen wir uns natürlich, welche Rolle die Kommerzialisierung bei YouTubern spielt und ob diese überhaupt berechtigt ist?

Wer kennt das nicht: Du möchtest ein Video schauen, aber zwischen dir und dem Video stehen mindestens eine Minute Werbung. Dich hält das natürlich nicht davon ab, deinem Youtuber zuzuschauen. Ihr erfahrt neben bei auch noch, dass dieser auf den VideoDays ist. Nachdem ihr euch dieses Ticket organisiert habt, fragt Ihr euch vielleicht: Warum so viel Geld?

Die VideoDays gehören, laut Veranstalter, zu den etabliertesten und bekanntesten Veranstaltungen in Deutschland. Schlägt sich das auch im Preis nieder? Für 33 bis zu 35,90 Euro kann man eine Karte bekommen. Viele Fans finden das fair.

Bevor um 10 Uhr Einlass war, haben wir mit einem Muser (Nutzer von mysical.ly) gesprochen. Musical.ly ist eine Plattform, die es jedem ermöglicht, selbst Musikvideos von maximal 15 Sekunden Länge zu erstellen und zu teilen. Die Frage stand im Raum, ob diese denn genauso auf Werbung bauen, wie YouTube bzw. die YouTuber. Unser Muser Falco Punch meinte, dass er persönlich nicht mit Product Placement arbeite und das ihm bei Musical.ly das weniger auffalle, er wies aber auf Lisa und Lena hin, die bekanntesten Muser Deutschlands, die in allen ihren Videos Markenklamotten tragen und auch Werbeverträge mit zum Beispiel Adidas haben.

11:30 Uhr Gekreische am Magentateppich: Mike Singer (15) ein Musiker, der auf Youtube über 300.000 Abonnenten hat, wird feierlich durch seine weiblichen Fans empfangen. Aber er ist nur einer von vielen Musikern/Youtubern, die sich heute am Magentateppich feiern lassen haben.

YouTuber OssiGlossi

YouTuber OssiGlossi

 

Viele der jungen Fans sind zum ersten Mal bei den VideoDays und freuen sich ihre Vorbilder und Lieblingsyoutuber zu sehen, die meist im selben Alter wie sie sind. Es floss auch die oder andere Träne. Auch für die Musiker/Youtuber ist das Treffen ihrer Fans etwas ganz „intimes“ und gehört „zu den schönsten Momenten“. Was auffällt, sind die vielen auch sehr jungen Stars wie zum Beispiel Ossi.Glossy(12, Schminkvideos) oder Sapphire (13,Coverartist).

 

 

Selfietime mit Mike Singer

Selfietime mit Mike Leon

 

Bei den VideoDays geht gar nichts ohne Social Media! Niemand ist hier ohne Smartphone. Das Wichtigste ist natürlich das Selfie mit seinem Internetstar, dass man hier auch sofort auf einen Beutel drucken kann.

 

 

Fazit des ersten Tages

Wir haben nach dem ersten Tag noch keine Antwort auf unsere Einstiegsfrage.

Wenn ich mich hier aber umsehe fallen mir dennoch Dinge auf, die Auswirkungen der Kommerzialisierung von YouTube sein könnten.

Gefühlt alle Jugendlichen tragen nämlich die selben Klamotten: ein „Artsy- Hipster- zerissene- Hose-Look“ und natürlich mit Cap. Daraus schließe ich, dass die Nachahmung der Stars sehr wohl eine große Rolle spielt und YouTuber daher als ideale Werbeträger dienen können.

Aber auch wenn das alles hier für meinen Geschmack zu oberflächlich wirkt, habe ich doch eine Sache gelernt, wenn man erfolgreich YouTube machen will, sind Natürlichkeit und Kreativität das Wichtigste.



Alle Macht der Community!

Ein Kommentar.

Vor nun mehr als einem Jahr haben wir uns mit der der online Videoplattform YouTube auseinandergesetzt. In unserer dazu erschienen Webreportage ließen wir sowohl YouTuber, als auch ihre Community zu Wort kommen und gaben dadurch einen kleinen Einblick in das YouTube-Universum mit seinen guten aber auch schlechten Seiten. In einem Jahr kann viel passieren und so hat sich auch YouTube verändert.

Während damals noch hauptsächlich Beauty-Videos und Hauls (Produktempfehlungen) angesagt waren, finden sich heutzutage hauptsächlich sogenannte Pranks (Prank=Streich) in den YouTube-Trends. Durch nackte Haut, rote Kreise und provokante Überschriften machen die Creator auf ihr Video aufmerksam. Das Ganze funktioniert; diese Videos werden tausendfach geklickt und manche YouTuber scheinen so über Nacht berühmt zu werden. Sie passen ihre Videos voll und ganz den Wünschen des Zuschauers an, um möglichst viele Klicks und entsprechend viel Geld zu bekommen.

Vor einigen Jahren sah das noch ein bisschen anders aus. Die YouTuberin „Coldmirror“ , auch Kaddi genannt, betreibt ihren Kanal, auf welchem sie beispielsweise Synchronisationen, bevorzugt von Harry Potter, und Animationen hoch lädt. Sie ist nun seit fast zehn Jahren dabei und konnte so die Entwicklung der Plattform mitverfolgen. Kaddi ist eine der Personen, die kein Geld mit ihren Videos verdienen, da sie sich nicht an dem YouTuber-Partner-Programm beteiligt. Sie nutzt YouTube als Plattform, um ihrer Kreativität freien Raum zu lassen. Sie meint, dass alles inzwischen professioneller geworden sei und auch die Gedanken hinter der Videoproduktion andere wären. „Man sollte vielleicht Videos machen, nicht mit dem Wunsch bekannt zu werden, sondern einfach mit dem Wunsch: Ey, ich mach jetzt mal ein geiles Video.“ Zwar gibt es noch einige Creator mit diesem Wunsch, allerdings werden diese Videos seltener geklickt, gelangen also nicht auf die Startseite und gehen dadurch unter.

Ein weiterer YouTuber, der den gleichen Gedanken wie Coldmirror verfolgt, ist der selbsternannte Heimwerkerking Fynn Kliemann. Er baut in seinen Videos die verrücktesten Geräte, beispielsweise eine Eierverschenkmaschine. Zudem schaltet er keine Werbung vor seinen Videos und verdient dadurch ebenfalls kein Geld, sondern hat zusätzlich einen ganz normalen Job. Auch für ihn ist es wichtig, die Videos so zu produzieren, dass er Spaß daran hat. Er beachte dabei auch keine  Klicks oder Statistiken. Für ihn ebenfalls wichtig: nicht das machen, was alle anderen machen oder haben wollen, wie er bei seinem Vortrag auf der Tincon (teenage internetwork convention) erzählt: „Guckt euch nicht irgendwas an, was andere gemacht haben und gründet den dreißigsten Beautychannel oder den dreitausendsten, sondern macht irgendwas Uniques.“

Aber warum entschließen sich trotzdem die meisten gegen diesen Weg? Ist daran nur das Geld schuld, oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle? Woher kommt diese Anpassung?

Robin ist Betreiber des Kanals „RobBubble“ und lädt auf diesem unter anderem YouTube bezogen, satirische Beiträge hoch. „Mit der Zeit ist YouTube gewachsen. Es kamen andere Mainstream Bewegung nach und nach auch auf YouTube und dieser Nerdkosmos, dieser kleine Kosmos, wird immer kleiner auf der Plattform“, sagt er. Früher hätte diese Gruppe die Seite beherrscht, aber nun hätten auch andere Leute mit anderen Interessen die Seite entdeckt und bevorzugen dementsprechend anderen Content.

Marie Meimberg, die wir bereits vor einem Jahr interviewten, ist auch der Meinung, dass YouTube wie alle anderen Märkte funktioniere. Sie betont, dass die Community natürlich einen immensen Einfluss auf den jeweiligen YouTuber habe. Wenn sich also die Community dazu entschließen würde, keine Pranks mehr zu schauen, dann würden die Klickzahlen runtergehen und die, die mit YouTube ihr Geld verdienen, müssten sich was anderes überlegen. Es fänden sich nur leicht bekleidete Frauen auf den Thumbnails, weil die Zuschauer darauf ansprengen.

Wir haben nun bereits festgestellt, dass die meisten YouTuber sich ihren Fans anpassen – manche stärker und manche schwächer. Dabei sollte aber nicht stumpf beleidigt, sondern konstruktive Kritik gegeben werden – solche Kommentare nehmen die YouTuber viel eher ernst. Mitdenken ist das Stichwort, wie auch Manniac meint. Die Zuschauer dürfen nicht immer alles einfach so hinnehmen.

Ich selbst finde das Verhalten einiger YouTuber durchaus bedenklich, wie beispielsweise das des YouTubers Mert Matan. In dem sogenannten „Gay Prank“ gibt er vor seinem Vater vor, schwul zu sein, woraufhin dieser anfängt auf ihn einzuprügeln. Ein solches Video bekräftigte Menschen mit homophoben Ansichten in ihrem Denken und Handeln. Die Community muss sich gegen die Verbreitung solcher Messages wehren. Das ist keine Meinungsäußerung, sondern Diskriminierung.

Letztendlich hat nur die Community die Macht, YouTube wirklich zu verändern – ob im positiven oder negativen Sinne.

 



Irgendwas mit Medien – Die TINCON 2016

3-D-Drucker, kämpfende Roboter und jede Menge Winkekatzen konnten am vergangenen Wochenende (27-29.5.2016) auf der ersten teenageinternetwork convention, kurz TINCON, bewundert werden. Journalisten, YouTuber, Aktivisten, Musiker und Forscher vermittelten ihr Wissen auf verschiedenste Art und Weise an Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren. Erwachsene mussten draußen bleiben. Ich war zusammen mit Béla und Linus natürlich auch dabei und möchte euch ein kleinen Einblick geben.

Die TINCON ist nicht mit einer Veranstaltung wie dem Videoday zu vergleichen. Hier können Jugendliche etwas lernen und das ist definitiv spannender, als irgendwelchen total abgehobenen YouTubern hinterher zu rennen. Kommunizieren konnte man dabei nicht nur vor Ort, sondern auch über die TINCON-App. Für die 25 Euro, die das gesamte Event kostete, konnten Jugendliche  interessante Workshops besuchen und spannenden Vorträgen lauschen.

Ein gutes Beispiel dafür war die Präsentation von Thilo Kasper, namens „Evil Memes – Die dunkle Seite der Macht“. Ich hatte bis zu diesem Vortrag nie darüber nachgedacht, dass die lustigen Bilder von fremden Leuten, die auf sämtlichen sozialen Netzwerken zu finden sind, natürlich auch reale Personen zeigen. Man macht sich heutzutage keine großen Gedanken darüber, was man postet und welche Folgen das womöglich haben kann.
Auch der Vortrag von Oguz Yilmaz, einem ehemaligen Mitglied des YouTube Comedytrios Y-Titty, über die Reichweite und die mit einhergehende Verantwortung seitens der YouTuber, war sehr interessant. Sowohl die guten, als auch die schlechten Seiten der Vernetzung durch das Internet und der weltweiten Kommunikation darüber, wurden aufgezeigt.
Der Berliner Aktivist Raul Krauthausen pimpte seinen Beitrag zum Thema „Hate Speech“auf eine ganz besondere Art: Er suchte im Publikum nach den kreativsten Schimpfwörtern und brachte mich, sowie fast alle Zuschauer zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Das ist, was die TINCON will: Wissen vermitteln. Dieser Wissensaustausch findet nicht nur zwischen „Speaker“ und Besucher, sondern auch unter den Besuchern selbst statt. Eine Convention, bestehend aus medienbegeisterten Jugendlichen, war für mich jedenfalls der beste Ort, um neue Kontakte zu knüpfen. Es gab eine Art Verbundenheit untereinander, weil die gleichen Interessen geteilt wurden. Wir alle wollen „irgendwas mit Medien machen“, wir alle mögen Winkekatzen und wir alle wollen dazulernen. Es war dabei sehr angenehm, ausnahmsweise nicht von 15.000 (wie auf den Videodays), sondern nur von ein paar hundert Leuten umgeben zu sein. Es war immer genug Zeit für Fragen, ob auf oder neben der Bühne.

Auch die Workshops waren sehr interessant, ich meine, wer wollte nicht schon mal in einem Virtual Reality Kino sitzen, einen kleinen Zeichenroboter bauen oder seine selbstentworfene Brille mit einem 3-D-Drucker drucken? Es war wirklich gut organisiert, geplant und auf die Zielgruppe abgestimmt. Ich durfte auch die Bekanntschaft mit einigen Mitgliedern des Jugendrates machen, der ebenfalls aktiv bei der Planung mitgewirkt hatten. Endlich mal ein Event, bei dem die Zielgruppe mitbestimmen konnte!

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Kaddi, ich und andere tolle Leute in einem lustigen Bus.

Mein persönliches Highlight war der Auftritt der YouTuberin Coldmirror (auch häufig Kaddi genannt), die sich, zusammen mit Batz (ebenfalls YouTuber; arbeitet bei Moviepilot), den teilweise sehr lustigen Fragen ihrer Community stellte. Auch danach wuselte sie noch auf dem Gelände herum, machte ein paar sehr witzige Fotos mit uns und bewies, dass es immer noch Leute gibt, die sich nicht vor der Kamera verstellen. Kaddi ist einfach eine verdammt lustige und liebe Person. Bitte sei nächstes Jahr wieder dabei und mach bis dahin, genauso wie bisher, einfach dein Ding!
Zum Schluss nochmal großen Dank an die Organisatoren, die wunderbare Moderatorin und an alle die bei dieser Veranstaltung mitgewirkt und sie besucht haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe einiges gelernt, ausprobiert und neue Freunde gefunden. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr mindestens genauso toll wird und dass noch mehr Leute die gleichen schönen Erfahrungen wie ich machen können!

 



re:publica 2016 – Ein Fazit des zweiten Tages

Nach einem anstrengenden und ereignisreichen Tag auf der Media Convention lese ich mir zuhause noch einmal die Artikel durch, die gestern entstanden sind. Whistleblower, Shit – und Candystorm und  Product Placement… Ich habe unglaublich viel dazugelernt und viel Neues gesehen. Es ist schon verrückt, was heutzutage alles technisch machbar ist.

IMG_0159Trotzdem stellt sich mir oft die Frage, ob es wirklich wichtigen Fortschritt bringt – um nur mal auf die VR-Brillen anzuspielen. Gut, aber man muss fairerweise sagen, dass die Menschen früher dem Farbfilm ebenso skeptisch gegenüberstanden und auf den könnte heute keiner mehr verzichten.

Was ich allerdings, abgesehen von den ganzen – natürlich nicht direkt hilfreichen und lebensnotwendigen, aber durchaus lustigen – technischen Neuerungen, erschreckend fand, war die hohe Anzahl an Anglizismen, die überall verwendet wurden.

Ich als Deutschlehrertochter probiere ja schon, dem allmählichen Verkommen der deutschen Sprache durch korrekte Grammatik und ein nicht zu hohes Maß an Anglizismen entgegenzuwirken, doch die Media Convention war, was das angeht, ein großer Schritt in die entgegengesetzte Richtung.

Beinahe alle der Begriffe, die wir im Rahmen unserer Reihe „Was ist was?“, erklärt haben, waren englische Wörter. Wie viel leichter und verständlicher wäre es, wenn man einfach deutsche Begriffe verwenden würde?

Allerdings ist diese Branche auch international, was natürlich ein starkes Argument ist, doch dennoch habe ich persönlich mich noch nicht mit den ganzen neuen englischen Begriffen angefreundet. Aber letztlich benutzt man sie dann doch – früher hätte ich nie gedacht, dass ich mal von einer „Website“, einem „Post“ oder einem „Like“ sprechen würde. Doch nun verstehen meine Großeltern mich noch weniger und beim Abendessen verlieren wir uns in Definitionen.

Trotzdem hat mir die Arbeit auf der Media Convention große Freude bereitet und es ist eine empfehlenswerte Veranstaltung!



re:publica 2016 – Ein Fazit des ersten Tages

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Hier ist mein Fazit zum ersten Tag der #MCB2016.

Wow – das war ein Brocken Arbeit! Der erste von zwei Tagen auf der re:publica war vor allem anstrengend, aber auch anregend und spannend. Hier mein persönliches Fazit des Tages.

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Janek und ich bekommen endlich ein wenig Sonne.

Für mich persönlich begann der Tag etwas unerfreulich: Ich habe verschlafen. Meine Kollegen werden jetzt behaupten, das sei typisch für mich, tatsächlich kam es bei mir zu diesem Ausnahmezustand am 2. Mai zum ersten Mal.

Mit fünf Minuten Verspätung (obwohl ich zwanzig Minuten zu spät aus dem Haus war) war ich also auf dem Gelände der re:publicaTEN.

Sonnenbrillen, Anzugträger, Liegestühle, Handys, Laptops, Tablets. So im Grunde kann man das Bild, das sich beim Betreten des Geländes erstmalig ergab, gut zusammenfassen. Nach einem ausgedehnten Briefing – eine Einweisung aller Beteiligten in die heutigen Aufgabe – gingen Janek und ich an unsere Arbeit. Bei diesem Briefing hat sich übrigens vor allem eins gezeigt: Unser Team ist riesig!

Hate Speech Bild

In letzter Zeit werde ich von meinen Kollegen primär essend oder schreiend fotografiert.

Was haben wir denn jetzt dort gemacht? Wir, die wir für DIGGA auf der re:publica verantwortlich waren, haben uns hier auf der Plattform mit der Serie WAS IST WAS? befasst. Unsere Fragestellung: Wissen die Besucher der re:publica eigentlich, was die ganzen Fachbegriffe, die auf dem Event fallen, überhaupt bedeuten?

Neben den Artikeln mit Definitionen zu den einzelnen Begriffen gab es auch Videomaterial:

Ein Wunder der Technik.

Was gab’s sonst? Wir waren in den Hallen unterwegs. Online-Magazine, Fernseh- und Radiosender waren dort. Wahrscheinlich einer der Höhepunkte gestern: die Liveschalte zu Edward Snowden. Aber auch im Bereich Virtual Reality gab es viel zu sehen: Am ZDF-Stand bekam man unter anderem kostenlos ein sogenanntes Cardboard, eine Art Brille, mit der man über sein Handy Videos in 3D und 360° sehen kann. Es ist unfassbar interessant, was sich heute mithilfe von ein wenig Pappe, zwei Linsen und einem handelsüblichen Smartphone (wenn es denn groß genug ist) alles möglich ist.

William Cohn

Ebenfalls am ZDF-Stand traf ich diesen lebenden QR-Code, bekannt u.a. aus dem NEO MAGAZIN ROYALE.

Leute liefen herum, von einer Halle in die nächste, und hatten keine Zeit. Denn das Programm war prall gefüllt: Vorträge zu den verschiedensten Themen, besagte Snowden-Liveschalte, aber auch das Programm an den zahlreichen einzelnen Ständen. Es gab also viel zu tun, vor allem für unser Team: Es wurde der Blog von ALEX Berlin bespielt, ein SoundCloud-Account eingerichtet, natürlich auf DIGGA berichtet und Livestreams und YouTube-Videos erstellt. Auch auf den sozialen Netzwerken waren wir aktiv.

Wir haben sehr viel gemacht, viel Content für euch produziert. Mir hat sowohl das Arbeiten als auch das Bewegen auf dem Gelände großen Spaß gemacht. Der erste Tag auf der Media Convention 2016 war arbeitsreich, aufregend, hochinteressant und kreativ. Freut euch schon auf das Fazit zum zweiten Tag.