Visa Vie im Interview: Deutschrap in Berlin

„In dieser Sendung werden Musiktitel gespielt, die deutliche Worte enthalten und mitunter verstörend, beleidigend oder sogar verletzend wirken können“, heißt es immer mittwochs beim Radiosender Fritz. Mit ganz gegenteiligen Adjektiven würde man jedoch die Moderatorin der zugehörigen Sendung beschreiben, die wir vergangene Woche ganz intim in der wunderschönen Bar neben dem Fritz-Radiostudio in Kreuzberg treffen durften. Visa Vie quatscht dort einmal wöchentlich mit den aktuellsten deutschen Rap-Sternchen über deren neuste Releases. Aber da ihre Aufgabe dabei zum größten Teil darin besteht zuzuhören, was Künstler alles so über ihre Kunst zu sagen haben, dachten wir, drehen wir dem Spieß doch einmal um. Das Thema hatten wir uns einige Wochen vorher bei einer Ringbahn-Rundfahrt überlegt: Rap? – Ne, zu ausgelutscht und viel zu groß. – Die Person hinter Visa Vie? – Zu intim. – Stattdessen ein Thema, was jeden von uns betrifft. – Berlin!
Die Hörsturz-Folge dazu hätte “visavie Visa Vie” oder “Lotti trifft Lotti” heißen können (vorgestellt hat sie sich uns mit “Lotti”). Letztendlich trug sie einfach nur den Namen Deutschrap-Berlin-Spezial. Ihr könnt die Sendung inklusive Interviewausschnitte unter folgendem Link nachhören:

Oder ihr schaut mit Bild und Ton einfach jetzt das Interview in voller Länge hier:



Feminismus und Rap? Das passt doch nicht zusammen, oder?

Diese Frage werden sich bestimmt viele gestellt haben, als sie vom Projekt XX Female Rap Konzert hörten. In Zusammenarbeit mit Mädchen des interkulturellen Mädchenzentrums MÄDEA und den beiden Rapperinnen Sister Fa und Sandra von Mindj Panther hat das KünstlerInnen-Kollektiv ongoing project dieses Projekt realisiert.

Ein halbes Jahr lang haben sich die Teilnehmerinnen im Alter von neun bis vierzehn Jahren mit unterschiedlichen Formen der Diskriminierung auseinandergesetzt und gemeinsam überlegt, was man dagegen unternehmen könnte. Dabei ging es nicht nur um die Unterdrückung von Frauen und Mädchen, sondern auch generell um Ausgrenzung von Menschen aufgrund deren Aussehen oder Herkunft.

Das Ergebnis des Projekts, nämlich drei starke Songs der Mädels und Einzelauftritte von Sister Fa, Sandra und MC Valentina, wurde dann im Theater X auf einer großen Bühne vor vielen Zuschauern präsentiert. Mit tosendem Applaus und Zugabe-Rufen gingen sie von der Bühne.

Auch DIGGA-Reporterin Nura (10) war von dem Konzert und der Leistung der Mädchen stark beeindruckt! In ihrem Text fasst sie zusammen, was sie erlebt hat:

“Wir waren im X-Theater, wurden sehr schön von den Sängern (Kinder) begrüßt. Sie nennen sich XX Sister Queen.
Dann hatten wir das glück das wir bei den Proben zuschauen konnten. Wer es noch nicht weiß, sie sind RAPPER. Ich könnte nie im leben Rapper sein. Von mir verdienen sie großen Respekt.
Das Motto hieß Gleichwertigkeit. Ich habe gemerkt das es ihnen sehr viel bedeutet. Das finde ich sehr gut.
Aber um 18:00 Uhr da hat das große Konzert begonnen. Die Mädels haben so viel power gezeigt das man richtig in Stimmung kam. Es waren auch noch 2 Rapperinnen da . Sie waren aber schon Erwachsene.
Alles zusammen war es ein schönes Konzert uns hat es gefallen. Wenn es euch auch gefallen hat dann gibt doch ein daumen nach oben das werden sich die Rapperinnen bestimmt freuen. Schüss und bis zum nächsten mal.”

Das Publikum ist also begeistert! Aber wie war es für die jungen Nachwuchs-Rapperinnen auf der Bühne? Wir haben drei der Teilnehmerinnen interviewt. Was die Mädchen dazu bewegt hat mitzumachen und wie viel ihnen dieses Projekt geholfen hat, erzählen sie uns in einem Interview:



“You patriotic junkies” – Depeche Mode und ihr düsteres neues Werk (Rezension)

Vier Jahre nach Veröffentlichung des Vorgängeralbums Delta Machine melden sich Depeche Mode mit ihrem vierzehnten Studioalbum Spirit zurück. Politisch, experimentell und gnadenlos pessimistisch besingt das englische Trio Revolutionen, Fehler und vergiftete Herzen.

Behind The Wheel. Promobild von Depeche Mode zum neuen Album “Spirit”. Bildquelle: http://bit.ly/2nSnTtD

Im Voraus wurde viel über dieses Album gesprochen. Mit dabei die altbekannten Stimmen, die dreiundzwanzig Jahre nach seinem Ausstieg noch immer über die Abwesenheit von Alan Wilder klagen. Allerdings auch jene, die diesem Album vorwerfen, es handle sich dabei nicht mehr um Musik, sondern nur noch um sperrige Klang-Arrangements. Doch wie viel ist wirklich dran? Trifft das neue Album der Briten – mittlerweile Wahl-Amerikaner – den Spirit? Schauen wir uns das doch einmal genauer an und gehen die zwölf Titel der neuen Platte einmal Stück für Stück durch.

01 – Going Backwards

Etwas unüblich für die Band beginnt das Album nicht mit einem Intro. Während bei Delta Machine auf Welcome To My World noch ein Synthie knarzte, bevor sich der Song aufbaute, setzt hier gleich die groovende, piano- und gitarrengetriebene Melodie ein. Der Song schreitet voran, klingt fast schon positiv. Der Text allerdings spricht eine ganz andere Sprache. Dieser thematisiert den Drohnenkrieg, der tausende Unschuldige in den Tod reißt und zwar mit einer fortschrittlichen Technologie arbeitet, in Bezug auf die Mentalität aber in großen Schritten rückwärts geht. Interessanter, grooviger Opener mit einem schlendernden Rhythmus. Live wird der wohl ziemlich etwas hergeben  4,5/5

We’re going backwards
Armed with new technology
Going backwards
To a cavemen mentality – Depeche Mode, “Going Backwards”

 

02 – Where’s The Revolution

Der Vorbote von Spirit. Während wir im Musikvideo Martin, Dave und Fletch mit Karl-Marx-Bärten ein Podium durch die Gegend schieben sehen, bietet uns der Song vor allem breite, elektronische Klänge. Das klingt nach einem in dieser Form ungewohnten Synthie-Orchester, das uns auf eine musikalische Reise schickt. Diese Reise führt zwar vorbei an Straßenprotesten und zerstörten Gebäuden, dennoch bleibt die Aussage stark. Der Text triezt und appelliert den Hörer, Dave Gahan schnauzt uns an, nennt uns “patriotische Junkies” und fragt uns, wo die Revolution bleibt. Ich finde, sie ist genau hier. Ein Song, der vor allem inhaltlich die Richtung von Spirit klar zeigt. Auch musikalisch geht der Text in neue Richtungen. Eine solche Breite war vorher ungewohnt, dasselbe gilt für die Chöre bei “The train is coming”. Vielleicht kein Hit, dennoch durchaus spaßig. Der Song lädt definitiv zum langsamen Nicken ein. Corrupt lässt grüßen. – 4/5

03 – The Worst Crime

Eine leicht bluesig anmutende Ballade. Passend dazu ist Dave Gahans Stimme, randvoll mit Hoffnungslosigkeit und Widerwillen. Gänsehaut erzeugte bei mir die Zeile “So step up to the gallows.” Der Song ist eine pure pessimistische Breitseite mit blutigem Text. Wirkungsvoll, atmosphärisch und sehr stimmig. Dave liefert eine großartige Performance und lässt Martin Gores Worte noch um einiges düsterer wirken. – 5/5

04 – Scum

Um einiges roher geht es weiter. Noch nie haben wir die Stimme von Dave so dreckig verzerrt und übersteuert gehört. Wütend und fast schon herablassend klingen die Strophen. Im Refrain hören wir ein gebrülltes “Pull the trigger”, das gleichzeitig lässig und angekotzt klingt. Im Hintergrund wechseln sich dabei verträumte Synthies mit Rock’n’Roll-Gitarren. Nicht beim ersten, aber beim zweiten Hören, entwickelte dieser Song bei mir seine volle Wirkung. Nicht sehr tanzbar, dafür aber vor allem von inhaltlicher Tiefe. – 4/5

05 – You Move

Der fünfte Track der Scheibe knarzt langsam elektronisch los. Schon nach den ersten Sekunden erinnert der Song an alte Zeiten. You Move klingt wie ein misanthropisches Überbleibsel aus den 80ern mit rockigem Gesang. Die Melodie könnte man in dieser Form auch auf Construction Time Again erwarten. Den alten Zeiten wird also angemessen gehuldigt. Der pessimistische und fast schon zynische Spirit (hihi…) der Platte wird dabei gut integriert. Nostalgie und der Wunsch danach, sich zu dem schleppenden Rhythmus zu bewegen, tragen diesen Song. Kurzum: klingt nach einem Frustabstecher in den suspekten Club um die Ecke, geschwängert von Schwere und Lustlosigkeit. Klingt negativ, ist aber genau der Punkt, der diesen Song so gut macht. – 4,5/5

06 – Cover Me

Mit Abstand das bluesigste Stück des ganzen Albums. Cover Me hätte auch gut seinen Platz auf der letzten Soulsavers-Platte finden können. Gahans angenehme Stimme gleitet über ein paar Gitarren-Strums von Martin. Atmosphärisch ist der Song nicht unbedingt traurig, dafür aber getragen von Melancholie und Verträumtheit. Dave besingt das Morgenlicht, und tatsächlich könnte der Song der Soundtrack für einen Sonnenaufgang sein. Ab der Hälfte des Songs geht der Song in einen langen Instrumentalteil über. Dieser ist um einiges elektronischer und erinnert ein wenig an das, was es 2009 auf der Sounds Of The Universe zu hören gab. Ein weiteres Highlight auf Spirit– 5/5

07 – Eternal

Mit zwei Minuten und 25 Sekunden das kürzeste Lied auf SpiritEternal ist ein von Martin Gore gesungener Interlude, dessen Instrumentierung sich auf ein paar gleitende, elektronische Klänge beschränkt. Martin singt auf sphärische Klänge, was hervorragend klingt und funktioniert. Und wenn mit der Zeile “The radiation falls” plötzlich stampfende Menschenmengen einsetzen, erinnert das nicht nur an Pipeline von Construction Time Again, sondern es greift auch das Thema der Revolution wieder auf. Am Ende klingt das seichte, elektronische Summen fast schon wie eine Sirene. In meinem Kopf entstehen Bilder von einem Vater, der sein kleines Kind im Luftschutzkeller an sich drückt, um es vor den Bomben zu schützen. Ein kleines, aber nicht minder atmosphärisches Stückchen, das wieder dem Leitthema von Spirit Platz bietet: der Hoffnungslosigkeit. – 5/5

08 – Poison Heart

Mit dem achten Song der Scheibe kehren Hoffnungslosigkeit und Trauer wieder in gewohnter Größe zurück. Von der Vergiftung unserer Herzen handelt dieser Song, und der Refrain beschränkt sich auf zwei Worte, die die spirit’sche Grundstimmung ganz gut zusammenfassen: “Oh no.” Sphärisch klingt das Zusammenspiel aus Elektronik und Gitarre, die Strums kommen nicht bluesig, sondern schwebend daher. Zwar wird der Song kein Live-Hit, dennoch ist er schön und melodiös. Trotz des Schmerzes, der diesen Song trägt, ist er angenehm zu hören. Dass dieser Song Thema und Atmosphäre des Albums hervorragend einfängt, steht außer Frage. – 4,5/5

09 – So Much Love

Nanu? Plötzlich ziehen Depeche Mode das Tempo an, dass man fast meint, wir hören hier eine umgedichtete Version des Klassikers A Question Of Time. Der neunte Song auf Spirit zeigt, dass Depeche Mode sehr wohl noch klingen können wie zu Zeiten von Black Celebration. Dieser Song ist fraglos der fröhlichste und schnellste Song der Scheibe, fast möchte ich sagen, dass er zu einem heimlichen Hit avancieren kann. Schön oldschool klingt der zügige Elektro-Beat, sodass man sich im Kopf bereits Dave Gahan vorstellt, wie er rhythmisch seine Hüften zu diesem Song schwingt. So Much Love macht Spaß und lässt für ein paar Minuten die Schwere des Albums vergessen. Es zischt, groovt und ist erstaunlich tanzbar. Da soll mir doch mal einer erzählen, Spirit sei ein einziges Gejaule. 😉 – 5/5

10 – Poorman

Die ersten paar Synthie-Anschläge lassen uns wieder an die frühen Alben denken, dann allerdings setzt ein fast schon gospelartiger Chor ein. Auf diesen folgt ein bis zur Unkenntlichkeit verzerrter Gitarrenriff, der aber verdammt cool klingt. Im Hintergrund schnaufen die Synthesizer wie eine alte Eisenbahn, währenddessen greift der Text fast schon die Everything Counts-Thematik auf. Im Vergleich zum vorherigen Song geht es hier wieder um einiges langsamer zu, und die Zeile “Keeping almost everything they make” wird von Gahan mit Backup von Gore fast schon dahingeseufzt. Der Song klingt wahrhaftig wie ein Dokument einer traurigen Zeit, und das ist er durch seine textliche Aktualität auch. Einer der Schlüsselsongs des Albums, der die Stimmung und Thematik hervorragend einfängt. “There’s no news.” – 4,5/5

11 – No More (This Is The Last Time)

Die ersten Sekunden klingen kurz nach Breathing In Fumes, dann jedoch hören wir Dave Gahan wieder leicht angespannt über Wiederholung philosophieren. Mit einer ordentlichen Portion Attitüde verabschiedet sich Gahan textlich von sich immer wiederholenden Ritualen, während das Instrumental sich wieder auf synthetische Reisen begibt. Wieder klingt es ein wenig nach den Achtzigern, fast möchte ich den Vergleich zu Some Great Reward ziehen. No More klingt von der ersten bis zur letzten Sekunde nach Depeche Mode in Reinform. – 5/5

12 – Fail

Der stimmungsmäßige (nicht der musikalische!) Tiefpunkt des Albums. Jegliche Hoffnung, jegliche Euphorie fehlt diesem Song. Martin Gore fragt uns “Do we call this trying?” und klingt dabei so, als wolle er die Antwort überhaupt nicht hören. Zum ersten Mal in fast vier Jahrzehnten Bandgeschichte lässt Gore in Fail eine F-Bombe einschlagen. Das simple Fazit der ersten Strophe, das Fazit zur aktuellen Lage der Gesellschaft lautet: “Oh, we’re f***ed.” Das Finale von Spirit kommt so pessimistisch daher wie kein anderer Song auf dem Album. Das Instrumental unterstreicht den Text fabelhaft, wir hören gleitende, weite, deprimierte Synthies. Das vierzehnte Depeche Mode-Album endet mit der ultimativen Zusammenfassung des Albums. Die letzten Worte des Songs lauten “Oh, we’ve failed.” Dies allerdings lässt sich von dem Song, von dem gesamten Album, nicht sagen. Ein grandioser Abgesang. – 5/5

People
What are we thinking?
It’s shameful
Our standards are sinking
We’re barely hanging on
Our spirit has gone – Depeche Mode, “Fail”

Fazit

Mit Spirit treffen Depeche Mode mitten ins Herz. Die Texte sind hochaktuell, das Album ist von gigantischer Schwere getragen, das Gesamtkonzept so düster wie nie zuvor. Mit ihrer vierzehnten Platte klingen Depeche Mode wieder voll und ganz wie sie selbst: Gleichzeitig neuartig und treu zu sich selbst. Jede musikalische Phase wird auf diesem Album neu besucht, dadurch ist es um einiges elektronischer als der Vorgänger Delta Machine. Auch textlich kehrt es zurück zu Depeche Modes Wurzeln. Die große Rundreise ist ein geschlossener Kreis, vom ersten bis zum letzten Song wirkt das Album perfekt zusammengestellt. Mit reichlich Erfindergeist und Breite beweisen uns (oder zumindest mir) Depeche Mode, dass es Alan Wilder nicht braucht, um das eigene Erbe gebührend weiterzuführen und – vor allem – zu vergrößern. Meiner Meinung nach das vielleicht beste Depeche-Mode-Album des aktuellen Jahrtausends, textlich sogar eines der wichtigsten Werke der Briten überhaupt. Eine absolute Empfehlung!

Gesamt: 56/60 – 93%

Das neue Depeche Mode-Album “Spirit”, erschienen am 17. März 2017 bei Sony Music/Columbia Records. Bildquelle: http://bit.ly/2mXDed3



Typisch nazideutsch-martialisch? – Rammstein und ihre Symbolik (Kommentar)

Wer Rammstein im Jahr 2017 noch als eine Nazi-Band hinzustellen versucht, hat seinen Job als Journalist nicht gemacht. Eine Auseinandersetzung.

Am 16. März dieses Jahres wurde auf der Webseite des renommierten Magazins SPIEGEL ONLINE ein Beitrag mit dem Titel “Rammstein in der Volksbühne – Der Konkurs” des Autors Jens Balzer veröffentlicht. Der ursprüngliche Titel des Artikels lautete “‘Rammstein:Paris’ an der Volksbühne – Die Urszene von Pegida und AfD”, dieser wurde allerdings mittlerweile verändert. Dass er einmal als Überschrift zu dem Text diente, den ich im Folgenden behandeln möchte, lässt sich noch an der URL erkennen.

Doch was ist der Hintergrund? Am 16.03. fand in der Berliner Volksbühne die Premiere des neuen Rammstein-Konzertfilms “Rammstein:Paris” statt, einer aufwendig produzierten Aufnahme, deren Ziel es war, den Zuschauer so nahe wie möglich an das Erlebnis Rammstein, an das erst auf der Bühne komplettierte Gesamtkunstwerk ihrer Musik, heranzuführen. Der Artikel beschäftigt sich mit ebendieser Premiere, wobei es allerdings kaum um den Film geht.

Ich, der ich sowohl Journalist als auch Rammstein-Fan bin, habe zu diesem Beitrag einiges zu sagen. Zu Beginn möchte ich eine Sache feststellen: Ich finde, wer sich mit dem Phänomen Rammstein schriftlich auseinandersetzt, sollte wenigstens versucht haben, die Musik der Band zu verstehen. Nicht, weil man sie mögen muss. Doch es hätte diesem Beitrag sehr geholfen.

Schon nach den ersten Sätzen fiel mir auf, dass dieser Artikel eindeutig eine Kolumne ist. Als solche ist er allerdings auf der SPIEGEL ONLINE-Webseite nicht gekennzeichnet. Schon im Aufhänger ist der Satz “Schade, dass die Premiere des Films ‘Rammstein:Paris’ alles entwertet, wofür das Haus einmal stand.” Dies war die erste Stelle, die mich als Leser stutzen ließ. Das Haus, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz also, stand seit jeher für sozialdemokratische bis kommunistische Werte. Inwiefern wird das durch Rammstein, dem bekennend linken “Hochamt für deutsche Sprache” (laut Welt), entwertet?

Sie sagten grundlos: ‘Schade um die Noten! So schamlos; Das gehört verboten!’ – Rammstein, “Los”

Jens Balzers Beitrag hat ein großes Problem: Er beschäftigt sich mehr mit seiner (zugegebenermaßen sehr guten) Sprache, konstruiert Schachtelsätze und findet hier und da auch schöne Formulierungen. Dabei allerdings scheint er mehr auf Herablassung abzuzielen als auf wirkliche Auseinandersetzung. Denn schon in dem im letzten Absatz zitierten Satz presst er Rammstein ein Image auf, das so alt ist wie die Band selbst: eine offen rechte Gesinnung.

Und damit macht Balzer bereits in den ersten Sätzen des letztendlichen Texts weiter. So sind Rammstein mal eine “maskulin-teutonische Stadionrockgruppe”, wenig später dann “sechs ruß- und ölverschmierte Herrenmenschen”. Die Richtung ist klar. Schon das erste Cover der Band, das die Mitglieder oberkörperfrei und verschwitzt vor dem Abbild einer riesigen Blume zeigte, war in Kritik geraten, weil es sich angeblich Herrenmenschen-Ästhetik bediene.

Das Cover des Rammstein-Debütalbums “Herzeleid” (1995), das für die angebliche Herrenmenschen-Darstellung in die Kritik geraden war. Bildquelle: http://bit.ly/2mQZndi

Doch was braucht es, um in ein paar Muskeln so etwas zu sehen? Ist dann der Rapper Kollegah, wenn dieser seinen muskelbepackten, entblößten Oberkörper präsentiert, auch ein Herrenmensch? Gehören nicht gewisse Vorurteile dazu, um zu dieser Assoziation zu kommen?

Wenig später im Text (in der Zwischenzeit spricht Herr Balzer erstmals tatsächlich über den Film, an dem er ebenfalls kaum ein gutes Haar lässt) ist dann von Rammstein-Frontmann Till Lindemann und “seinem typisch nazideutsch-martialischen Rollen des ‘R'” die Rede. Moment! Das gerollte ‘R’ ist typisch nazideutsch?

Natürlich, die Assoziation ist nicht völlig abwegig, schließlich ist ein gewisser Adolf Hitler einer der bekanntesten Nutzer eben dieser linguistischen Eigenart. Aber typisch nazideutsch? Hierbei versucht Jens Balzer, diese von ihm vorgenommene Verknüpfung als Fakt hinzustellen. Wie gesagt, es ist nicht unbedingt weit hergeholt, dabei an Hitler oder Goebbels zu denken. Das macht es dennoch nicht zu einem Nazi-Phänomen!

Würden wir das rollende ‘R’ grundlegend als das abstempeln, was Jens Balzer in seinem Beitrag behauptet, so würden sich Otto Wels, Marcel Reich-Ranicki, ach, so gut wie jeder Chanson- oder Opernsänger der Welt “nazideutsch-martialischer” Stilmittel bedienen.

Till Lindemann und das gerollte ‘R’ – mit gespaltener Zunge gesprochen. Bildquelle: http://bit.ly/2nzSxIY

Rammstein sind ein komplexes Kunstwerk. Ja, die Musik mag martialisch, stampfend wirken, die tiefe Stimme des Sängers und das berühmte ‘R’ mit Sicherheit düster, die Springerstiefel, die er dabei trägt und die harten Worte, die er singt, sehr deutsch. Aber damit kratzen wir doch nur an der Oberfläche. Springerstiefel werden heute ja auch eher in der linken Szene getragen. Jens Balzer ist mit Sicherheit ein intelligenter Mann, er zeigt es anhand der Sprache in seinem Artikel. Was allerdings auffällt, ist, dass genau diese kaum Stilmittel enthält. Ein Verständnis für Stilmittel ist jedoch notwendig, um das alles aufzubröseln und von der Spitze des Eisberges in das pechschwarze Meer einzutauchen, in dem sich das Herzstück von Rammstein bewegt: die Lyrik.

So sehr Jens Balzer versucht, Rammstein als primitive Rechts-Rocker darzustellen – und das tut er, daran lässt er keinen Zweifel – ihm gelingt es nicht, die Gruppe zu entkräften. Sein herablassender, schachtelsatzreicher Stil kann nicht darüber hinwegtäuschen, worum es ihm geht: Um die pure Reduzierung Rammsteins auf Nazi-Vergleiche.

Plötzlich findet ein Bruch im Artikel statt. Unter der Teilüberschrift Das letzte Großereignis einer Ära” schwenkt Balzer thematisch von der Band zum Intendanten des Hauses, Frank Castorf. Wir erfahren etwas über eine “siebenstündige ‘Faust’-Inszenierung”. Schön und gut, doch was hat diese mit dem bisherigen Inhalt der Kolumne zu tun? Was ist der rote Faden des Textes? Rammstein, Frank Castorf, oder Faust? In meinen Augen zumindest ist es die offensichtlich fehlende Struktur Balzers, die durch diesen unangekündigten Einschub zum Teil entlarvt wird. Er erinnert mich an meine strukturlosen ersten Versuche im Bereich des humoristischen Texts. Diese allerdings hatte ich mit vierzehn, fernab jeglicher Erfahrung und außerhalb einer einflussreichen Redaktion wie dem SPIEGEL.

Rammstein-Gitarrist Richard Z. Kruspe im Film “Rammstein:Paris”. Bildquelle: http://bit.ly/2n6iZvS

Nach diesem drei Absätze umfassenden Diskurs kehrt der Beitrag jedoch wieder dahin zurück, wo er begann. Vom “Maskulinismus-Chic der ‘Neuen Deutschen Härte'” ist jetzt die Rede. Herr Balzer, bitte fühlen Sie sich durch das, was ich jetzt frage, nicht beleidigt, aber: Sind Sie sich überhaupt dessen bewusst, dass Rammstein schon durch die Aufstellung der Mitglieder Ihren gesamten Punkt widerlegt? Dass es in dieser Band einen Christian “Flake” Lorenz gibt, einen großen, dürren Mann mit liebem, weichem Gesicht, der genau gegen diesen “Maskulinismus-Chic” steht? Der durch seine bloße Anwesenheit beweist, dass Rammstein nicht mit Rechts kokettiert, sondern Rechts parodiert?

Rammstein unterlaufen die totalitäre Ideologie nicht durch ironische Distanz, sondern durch Konfrontation mit der obszönen Körperlichkeit der ihr zugehörigen Rituale und machen sie damit unschädlich. – Slavoj Žižek, ZEIT Online

Jens Balzer bezeichnet Rammstein als “sonderbar humorlos” und beweist damit, dass er sich schlicht und ergreifend mit der Band nicht auseinandergesetzt hat. Er mag Rammstein ganz offensichtlich nicht, und das ist ja auch okay so. Doch hat er sich offensichtlich nicht einmal die Mühe gemacht, sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Oberflächlichkeiten sind das, was er in diesem Text verarbeitet und uns als Fakt präsentieren möchte. Wie stark er sich damit in sein eigenes Fleisch schneidet, zeigt er schon im nächsten Satz:

“Da hilft auch nicht, dass sie aus Ostberlin kommen”

Entschuldigen Sie bitte meinen Ton, aber: Was für eine Frechheit besitzt Jens Balzer? Mit welcher Arroganz schreibt er seine Worte? Nie hat die ostdeutsche Herkunft der Band als Entschuldigung gedient. Herr Balzer, bitte erlauben Sie mir, folgendes Zitat von Till Lindemann aus einem Rolling-Stone-Interview hier anzubringen: “Wir waren früher entweder Punks oder Gruftis – wir hassen Nazis!” Es ist falsch, dass die Bandmitglieder “sich auf Nachfrage als Linke bezeichnen”. Die Band hat diesen Nazi-Vorwürfen vor sechzehn Jahren bereits ein Lied gewidmet.

Sie wollen mein Herz am rechten Fleck, doch seh ich dann nach unten weg, dann schlägt es links. – Rammstein, “Links 2 3 4”

“Die Rammstein-Ästhetik ist die Urszene der Das-wird-man-ja-wohl-man-noch-mal-sagen-dürfen-Einstellung, von der die Björn Höckes des Landes bis heute zehren.”

Ich habe in Bezug auf Rammstein schon viel Falsches gelesen. Viele Menschen, die sich selbst als intellektuelle Elite sehen, versuchen, von oben auf die Band herabzusehen und das Ganze als primitiv abzustempeln. Aber dieses Zitat von Jens Balzer ist an Brutalität und Dreistigkeit nur sehr schwer zu überbieten. Björn Höcke, ein verkappter Nationalist mit Goebbels-Mentalität hat mit Rammstein nicht im Entferntesten etwas zu tun. Rammstein mögen zwar “harte Musik” mit deutschen Texten machen. Wenn man der Band aber Nazismus unterstellen will, hilft es, diese deutschen Texte überhaupt einmal zu lesen.

Rammstein sind selten politisch, oft aber provokativ. So thematisieren sie in ihrer Musik den Kannibalen von Rothenburg oder Joseph Fritzl. Wenn es aber mal politisch wird, und das ist in den wenigsten Songs der Fall, dann geht es eindeutig nach links. So kritisierten Rammstein schon den Lebensstil eines Donald Trumps, bevor überhaupt an seine Präsidentschaft zu denken war, im Song “Mehr”. Wie man es auch dreht und wendet: Rammstein ist alles Mögliche, aber nicht die Urszene für Pegida! Die wirklich Rechten, lieber Herr Balzer, die hören nicht Rammstein. Die hören FreiWild, Gigi und die Braunen Stadtmusikanten oder Stahlgewitter, die ekelhafte Sätze singen wie “Wehrmachtsoldaten – von Bonzen, Linken und Kommies verraten.”

“Rammstein an der Volksbühne: Das ist der komplette Konkurs einer einstmals emanzipatorischen Institution, die sich zu ihrem Ende aus falsch verstandenem Trotz gegen den als ‘neoliberal’ diskreditierten Internationalismus des ungeliebten Castorf-Nachfolgers Chris Dercon nun willenlos in die Arme des deutschnationalen Mainstreams wirft. Alle, die dieses Haus immer noch lieben, können an diesem Tag nicht anders, als sich zu schämen.”

Rammstein vor der Volksbühne. Bildquelle: http://bit.ly/2mQTa0U

Deutschnationaler Mainstream? Herr Balzer, fehlende Sympathie ist keine Entschuldigung dafür, dass Sie mit diesem Artikel vor allem an einem gescheitert sind: an Ihrem Job. Als Journalist ist es doch Ihre heilige Pflicht, genau solch oberflächliches Gezänk zu vermeiden. Erlauben Sie mir, mich einmal Ihres Stils zu bedienen: Alle Ihre Kollegen, die ihren Job immer noch lieben, können an diesem Tag nicht anders, als sich zu schämen.

Mir scheint, als schreiben Sie ohne jegliche journalisitische Distanz, dafür aber mit viel unbegründeter Wut und massenweise Vorurteilen. Leider sehe ich mich an dieser Stelle gezwungen zu sagen: Nein, nicht Rammstein ist die Urszene von Pegida und AfD, sondern Ihre Art und Weise der “Argumentation”. Uninformiert, oberflächlich, laut gebrüllt, mit großen Worten und offensichtlicher Wut zelebrieren Sie in Ihrem Artikel eindeutig widerlegbare Aussagen. Damit möchte ich Sie keinesfalls als Nazi bezeichnen, nichts läge mir ferner. Doch Sie argumentieren nach demselben Muster wie jene Menschen, die wir beide harsch kritisieren. Doch wenn wir kritisieren, müssen wir beide das doch auf fundierte Weise, professionell und distanziert tun. Wieso also schreiben Sie über ein Thema, wenn Sie nicht einmal die Energie aufbringen wollen, das zu tun, was ein Journalist immer und immer wieder tun sollte: das Offensichtliche zu hinterfragen und tiefer in die Materie einzutauchen? Das kann doch nicht Ihr Anspruch sein. Wer einfach nur “Rammstein sind Nazis” ruft, macht es sich viel zu einfach.

Ihre Kolumne, Herr Balzer, ist ein ärgerliches und vermeidbares Armutszeugnis, mit dem Sie niemandem, auch nicht sich selbst, einen Gefallen tun. Die zahlreichen Kommentare zu Ihrem Beitrag sprechen hierbei für sich. Wie gesagt: niemand erwartet von Ihnen Lobhymnen, Sie müssen auch gar nicht nett sein. Aber das Verbreiten von Falschinformationen in dieser Form möchte ich nicht hinnehmen. Ich glaube Ihnen ja, dass Sie ein guter Journalist sind und dass Sie es schaffen können, solche radikalen Ausfälle zukünftig zu vermeiden. Zu dieser Kolumne von Ihnen bleibt mir als Fazit nichts Anderes zu sagen als: “Der Neider hat es schlecht gewusst.”

Solange Medien wie der “Stern” oder der “Spiegel” uns hassen, ist die Welt in Ordnung. – Christian “Flake” Lorenz im Rolling-Stone-Interview



Die Geschichte des Rock’n’ Rolls

Für viele fängt Rock’n’Roll mit Elvis Presley an. Doch ist das wirklich so? Blicken wir zurück, finden wir die Ursprünge des Rock’n’Rolls in der Rhythm and Blues Musik.

Was ist Rhythm&Blues? 

Dieser Begriff beschreibt die populäre schwarze Unterhaltungsmusik der 40er Jahre in Amerika und ist aus einem Mix von Blues und Big-BandSound entstanden, der von prägnanten Rhythmus und Bluesmelodien lebt. Da sich der R&B regional unterschiedlich entwickelt hat, ist es schwierig, ihn genauer zu definieren, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Typisch für R&B sind aber das Klavier, die E-Gitarre und oftmals doppeldeutige Texte, was dazu geführt hat, dass die Musik von der weißen Bürgerschicht nicht sonderlich angesehen war. In den 40ern war Amerika noch sehr rassistisch und R&B (bzw die damals noch als “Race Music” bezeichnete Musik) war für Weiße ein Tabu und wurde somit fast ausschließlich von Schwarzen produziert und gekauft.

Doch mit der Zeit war eine Konfrontation der beiden Bevölkerungsanteile in Großstädten wie Memphis oder New York unvermeidbar und der weiße Teil der Bevölkerung, besonders die Jugend, begann sich für diese Musik zu interessieren.

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Von Rhythm&Blues zu Rock’n’Roll

Bekannt wurde der R&B durch den DJ Alan Fredd, der in seiner Radioshow Moondog Rock and Roll House Party als einer der ersten, der dem weißen Teil der amerikanischen Gesellschaft (und vor allem den Jugendlichen) die Möglichkeit gab, diese verpönte schwarze Unterhaltungsmusik zu hören. Er war es auch, der den Begriff des Rock’n’Roll (kurz gesagt eine Verschmelzung zwischen Rhythm Blues & und Country Musik) als eine neue Musikrichtung bezeichnete, da er die Musik, die man in seiner Sendung hören konnte, als Rock’n’Roll definierte. Seine Sendung erreichte in den 50ern Kultstatus, aber weil es kaum weiße R&B-Künstler gab, wurde diese Musik auf anderen Radiosendern nicht gesendet. Da der R&B aber immer populärer wurde, begannen weiße Künstler, die Lieder der schwarzen R&B Musiker zu kaufen und als Rock’n’Roll-Songs zu covern. Erst ab Mitte der 50er Jahre haben sich auch Künstler wie zum Beispiel Chuck Berry (schwarz) in den neuen Markt etablieren können und sowohl schwarze als auch weiße Musiker wurden gespielt und gefeiert. Zu dieser Zeit wurden die Begriffe Rhythm und Blues und Rock’n’Roll  zunächst noch als Synonyme verwendet.

Der erste Rock’n’Roll Song, der auf Platz Eins der Charts landete und die ganze Welt mit dem Rock’n’Roll-Fieber ansteckte, war Bill Haley’s Single „Rock around the Clock“, die durch den Film „die Saat der Gewalt“ bekannt wurde.

Typisch Rock’n’Roll

Rock’n’Roll war, wie der Swing 20 Jahre zuvor, die Musik der Jugend. Man muss sich das so vorstellen, dass Lieder, wie Rock around the Clock das coolste, wildeste und anstößigste war, was es bisher an Musik gab. Aber Rock’n’Roll war mehr als Musik für die Jugendlichen: Rock’n’Roll war eine Lebenseinstellung, ein Widerstand gegen die konservativen Eltern, der in Kleidung, Frisur und oftmals auch Straßenkrawallen ausgelebt wurde. Mädchen trugen statt ordentlichen Zöpfen offene, toupierte Haare und erstmals auch Hosen! Jungen gaben sich lässig mit Jeans, Lederjacke und natürlich einer Haartolle, wie Elvis Presley sie trug.richtig
Mit einer der wichtigsten Faktoren war die Tanzbarkeit der Musik, beziehungsweise die Möglichkeit, sich viel freier zu bewegen als bei anderer Musik und das dadurch vermittelte befreiende Lebensgefühl. Außerdem stellte Rock’n’Roll die Rassentrennung in Frage, da die Musik sowohl von Weißen als auch Schwarzen produziert und gehört wurde. Ab der zweiten Hälfte der 50er Jahre gehörte Rock’n’ Roll zum Mainstream bei Jugendlichen und Künstler wie Elvis Presley, Bill Haley, oder Fat Dominos waren von den Charts nicht mehr wegzudenken, was aber nicht heißt, dass in den 50ern nur Rock’n’Roll gehört wurde!

Der Untergang von Rock’n’Roll

Insbesondere Elvis Presley wurde zum Symbol des Rock’n’Roll und war einer der wichtigsten Vertreter des Rockabilly. Ab Ende der 50er bzw Anfang der 60er kam es durch viele verschiedene Ereignisse wie zum Beispiel den Flugzeugabsturz von Buddy Holly, The Big Booper und Ritchie Valens, Little Richards Entscheidung sich der Kirche zu wenden, die Verhaftung von Chuck Berry, die Wehrpflicht von Elvis sowie Skandale um Jerry Lee Lewisder beschlossen hatte, seine 13 jährige Cousine zu heiraten und Allen Fredd (Payola) langsam zum Ende der ursprünglichen Rock’n’Roll Ära. In den 60ern fing die Musik an, sich immer mehr zu differenzieren, Girl Groups wie The Shirelles, Surfrock, der sich aus dem instrumentalem Rock’n’Roll entwickelte, und Folkmusik (Bob Dylan) wurde Anfang der 60e -Jahre sehr populär. Ab Mitte der 60er kam dann die sogenannte British Invasion, die darin bestand, dass die Beatles und Rolling Stones die ganze Welt im Sturm eroberten.

Aus dem Rock’n’Roll der späten 50er und der von den Beatles geprägten Beatmusik entstand dann Rock und Pop, aber das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte…



Mainstream: Zwischen Anpassung und Abgrenzung

Wie wir heute mit Mainstream umgehen. Und warum es schon wieder Mainstream ist, nicht Mainstream sein zu wollen.

Ein Leben als Mainstreamer kann ganz schön anstrengend sein. Man muss zwanghaft jeden neuen Trend mitmachen und sich genauso verhalten, wie die anderen es von einem erwarten.

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Hip, hipper, Hipster – Jugendkultur von heute?

Aber was genau ist eigentlich Mainstream? Im Duden wird der Mainstream als „die vorherrschende gesellschaftspolitische, kulturelle Richtung“ definiert. Also das, was in sämtlichen Lebensbereichen, wie zum Beispiel Kleidung, soziale Medien oder Musik, von der Gesellschaft als „normal“ definiert wird und dem Geschmack der breiten Masse entspricht. Beeinflusst wird der Mainstream durch Medien wie Internet oder Fernsehen (MTV!).

Aber auch wenn Modemagazine berichten, wie Stars sich anziehen, kann es schnell dazu kommen, dass sich ein neuer Trend entwickelt, denn Mainstream hat natürlich auch viel mit Konsum zu tun. Doch überall, wo es Mainstream gibt, existieren natürlich auch „Gegenkulturen“, die sogenannten Subkulturen.

Wie trennbar sind Mainstream und Subkulturen?

Eine Subkultur wird dadurch definiert, dass sie sich von der Massenkultur, also dem Mainstream, abgrenzt und nach ihren eigenen Normen, Regeln und Werten lebt.

Bekannte Subkulturen sind zum Beispiel die Skaterszene, Punk, Gothic oder HipHop. Aber auch innerhalb der jeweiligen Subkulturen gibt es wieder einen Mainstream und Unterteilungen in weitere Nischen.

Punk, eine Subkultur, die in den 70ern in Großstädten wie London und New York entstanden ist

Es ist nicht immer einfach, zwischen Mainstream und Subkultur zu unterscheiden. Es kommt immer wieder vor, dass eine Subkultur zum Mainstream wird und plötzlich alle Skaterkleidung tragen oder Rock’N’Roll hören. Der Markt kommerzialisiert die Subkultur dann und es entsteht ein Hype, der Monate bis Jahre anhalten kann, bis der Mainstream sich dann einfach einem neuem Trend zuwendet. Die „richtigen“ Anhänger der Subkultur machen dann einfach ihr Ding weiter.

Oftmals und vor allem in der Musik wird vom Mainstream abwertend gesprochen. Klar, wer nur Charts hört, zu 100% genau das macht, was alle machen und sofort jedem neuen Trend nachspringt, ist nicht sehr originell.

Ziel ist es also, individuell zu bleiben und sich trotzdem anzupassen. Ist man zu auffällig anders, hat man den schmalen Grat zwischen Individualität und Anpassung verfehlt und gilt als uncool.

Indie/ Alternative – eigentlich weiß niemand genau, was es ist

Was hört Berlin?

Wenn ich mich so auf dem Schulhof umgucke, ist genau dieser Mainstream, zwanghaft nicht zum Mainstream zu gehören und doch auszusehen wie alle, sehr präsent. Nun hat mich interessiert, wie das beim Musikgeschmack aussieht und warum es in den aktuellen Charts scheinbar mehr um die Inszenierung und Vermarktung des Künstlers geht, als um das Lied selbst.

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Hippie, Jugendbewegung der 60er und 70er bekannt für lange Haare und Drogenkonsum und natürlich FREE LOVE

Zusammen mit Milena habe ich mich also auf den Weg gemacht und in Berlin eine Umfrage zum Thema Musikgeschmack bei Jugendlichen durchgeführt.

Wie ich vermutet hatte, hörten etwa die Hälfte der Befragten zwischen 11-19 Jahren HipHop bzw Rap. Zwar ist Rap nicht sehr stark in den Charts vertreten, ist aber natürlich trotzdem Mainstream bei Jugendlichen. Niemand, der aktuellen Rap hört, kann behaupten, dass er einen individuellen Musikgeschmack hat. Deshalb ist Mainstream auch nicht einfach alles, „was im Radio läuft“. Die Aufteilung zwischen Mainstream und Subkultur ist inzwischen um einiges komplexer geworden und manche Subkulturen wie HipHop beziehungsweise Rap sind so groß und beliebt, dass Mainstream-HipHop eigentlich nicht mehr als Subkultur bezeichnet werden kann. HipHop ist beides; Subkultur und Mainstream.

Was macht Charts so besonders?

Etwa 25% der Befragten gaben an, Charts und Pop zu hören. Das ist weniger als erwartet, aber macht immer noch ein großen Teil der Jugendlichen aus. Was macht die Charts also attraktiv ?

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Techno, eine Subkultur aus den 90ern

Hören wir uns die aktuellen Charts mal genauer an, stoßen wir hauptsächlich auf Elektropop und RnB. Die Musikvideos sind aufwendig inszeniert, die Künstler gut vermarktet. All das steht im Gegensatz zum recht simpel gestalteten Lied, wobei das bei einem typischen Hit nicht neu ist. Was einen Hit ausmacht, sind im Regelfall einfache Texte und ein eingängiger Refrain, der im Kopf bleibt. Das hat sich seit den 70ern nicht groß geändert.

Es bringt auch nichts zu behaupten, dass Chartmusik keine richtige Musik ist und es nicht wert ist, als Musik bezeichnet zu werden. Auch wenn die Lieder vielleicht nicht die innovativsten und kreativsten sind, spiegeln sie nichtsdestotrotz den Massengeschmack und somit die Zeit, in der sie entstanden sind, wider. Sie bekommen wahrscheinlich im Nachhinein eine größere Bedeutung als gerade in diesem Moment. Denn das, was vom Mainstream bleibt, sind nicht die einzelnen Lieder, sondern der Sound des Jahrzehnts.

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Viele Subkulturen in einem Bild vereint

 



Barfuß am Klavier: AnnenMayKantereit ist authentisch

Es ist doch so: Deutsche Musik kann man heutzutage nicht mehr hören, ohne sich seines Landes und seiner Sprache zu schämen. Und international spielt sie schon gar keine Rolle – doch zu recht.

Was wir seit Udo Jürgens Tod hervorgebracht haben, sind letztlich entweder Möchtegern-Gangster-Rapper wie Sido und Bushido („Schwör, ey, isch fick deine Mudda“) oder sonst irgendwelche Rentner-Hoffnungsschimmer-Blondchen wie Helene Fischer, die zu unfassbar billig produzierten Playbacks schlechte, pseudo-poetische Reime wahlweise daherhauchen oder daherblöken, dass sie beinahe eine Beleidigung für den Begriff „Schlager“ darstellen.

Und dann kommen vier Kölner Anfang 20 und erobern mit ihrer Musik binnen kürzester Zeit die sozialen Medien.

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Die Gruppe AnnenMayKantereit ist ein großartiges Beispiel dafür, wie man heutzutage mit wirklich guter Musik im Internet auf echte Zustimmung stoßen kann und mittels dankbarer Fans deutschlandweit und sogar international bekannt werden kann.

Angefangen haben die Jungs 2011, und zwar zunächst auf der Straße und nur zu dritt.

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Erst waren es nur Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit (daher der seltsame Bandname), und 2014 kam dann noch Malte Huck dazu.

Sie machen Musik so, wie es ihnen gefällt, sagen sie auf ihrer Webseite. Also singen die vier in ihren Liedern über alles, was sie beschäftigt: Über Liebe, Freundschaft, Verlust, Erwachsenwerden – kurz, über das Leben. 

Nun könnte man natürlich anmerken, ob das Leben nicht vielleicht etwas mehr zu bieten hat als das, aber gut.

Jedenfalls überzeugt AnnenMayKantereit vor allem mit einem: Authentizität.

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Einfache, klare Sprache, melancholisch-schöne Melodien, die einem schnell ins Ohr gehen und trotzdem nicht langweilen, Texte, die eigentlich jeden in irgendeiner Weise ansprechen, weil sie weder dramatisieren noch beschönigen.

Auch bei ihren Videos hat man das Gefühl, dass nichts gestellt ist; bei “Oft gefragt” beispielsweise sieht man ihnen einfach das ganze Lied lang beim Essen zu. Besonders aufwendig geschnitten sind die Videos auch nicht und wenn dann mal zum Beispiel ein Zug vorbeifährt, ist das nicht schlimm.

Aus der rauen, markanten Stimme des Sängers Henning May spricht viel Lebenserfahrung, womit er es geschafft hat, Millionen von Menschen weltweit zu begeistern.

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Besonders auffällig ist hierbei, dass man unter den unzähligen Kommentaren zu den YouTube-Videos so gut wie gar keine Hass-Kommentare findet, sondern ausschließlich Lob und Bewunderung und außerdem zahlreiche Menschen aller möglichen Nationalitäten, die jetzt motiviert sind, Deutsch zu lernen, um die Texte verstehen zu können.

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Hier eines ihrer bekanntesten Lieder – “Oft gefragt”:

 

Und nun erscheint am 18.3., also in fünf Tagen, endlich ihr erstes richtiges Album „Alles Nix Konkretes“.

 

 

Quellen (u.a.):

www.annenmaykantereit.com

www.wikipedia.org/wiki/AnnenMayKantereit (ich weiß, das ist furchtbar schlecht und umprofessionell, Schande über mich)

 

 

 



DIGGA NEWCOMER

In den Herbstferien vergangenen Jahres haben wir von DIGGA einen Workshop zusammen mit jugendlichen Geflüchteten veranstaltet.

Ich, Luai aus Syrien war auch dabei. Das ist das Ergebnis unseres Workshops:

Der Workshop war ganz gut und hat eine Woche gedauert.

Wir haben uns mit den Themen Sport und Straßenmusik beschäftigt und dann in Teams aufgeteilt.

Wir haben Leute auf den Straßen gefragt.

Wir haben einen Straßenmusiker zu Alex eingeladen, gefilmt und interviewt. Ich war Kameramann und das hat gut geklappt.

Aber wir waren auch vor der Kamera und haben uns zum Thema Sport geäußert.

Nach den Dreharbeiten haben wir dann selber geschnitten und alles hat Spaß gemacht.

Aber ganz besonders hat mir die Arbeit hinter der Kamera gefallen und zu schneiden.



“Coca-Cola, Wonderbra” – Rammstein in Amerika

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Rammstein- die Band. Quelle: play.spotify.com

 

Wer wartet mit Besonnenheit,
der wird belohnt zur rechten Zeit.
Nun das warten hat ein Ende:
leiht euer Ohr einer Legende!

Rammstein. Ein Name, der bei jedem ein etwas anderes Gefühl auslöst. Wir alle wissen aber, was es mit der NDH-Band rund um Frontmann Till Lindemann auf sich hat. Nach längerer Bühnenabstinenz (Das letzte Album Liebe ist für alle da erschien 2009, das letzte Konzert fand 2013 statt) meldet sich die Band aber auf ihrem YouTube-Kanal in Form eines Trailers zurück.

In Amerika. Nach langer Zeit gibt es also endlich Neues von Rammstein. In der Zwischenzeit erschienen zwar Bücher und Alben von Nebenprojekten wie Lindemann (Skills in Pills) und Emigrate (Silent So Long), doch um die 1995 gegründete Band blieb es still.

Das Warten hat ein Ende! Mit den oben zitierten Zeilen wird nicht nur der Song Rammlied und das Album Liebe ist für alle da eröffnet, sondern auch die DVD/BluRay In Amerika, die am 25. September erscheint, angekündigt. In einem YouTube-Video wird die Performance zu dem Song gezeigt, wir sehen Rammstein wie gewohnt in einer Kombination aus Musik, ausgefallener Kleidung und einem Effekt-Feuerwerk. Ja, Feuerwerk, denn damit spielen die sechs Ostberliner schon seit über zehn Jahren gern.

Rammstein sind zurück. Auch wenn sie Amerika nicht unkritisch gegenüberstehen, wie sie im 2004 auf dem Album Reise Reise vertretenden Song Amerika ironisch-skurril betonen, live sind sie dort gern gesehen. Das Konzert im Madison Square Garden zeigt ihre Rückkehr auf die amerikanischen Bühnen, ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Amerika-Konzert.

Wir bilden einen lieben Reigen,
ich werde euch die Richtung zeigen,
nach Afrika kommt Santa Claus,
und vor Paris steht Micky Maus.

Aus dem Rammstein-Song Amerika.

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Das Cover der Live-DVD/BluRay. Quelle: negatief.de

Neben dem etwa einhundert Minuten umfangreichen Konzertfilm enthält In Amerika die zweistündige Dokumentation Rammstein in Amerika und ein Making Of des letzten Albums Liebe ist für alle da. Vorbestellen kann man das legendäre Konzert für’s Heimkino auf Amazon, bevor es dann am 25. September erscheint.

Wenn die Freude traurig macht,
keine Sterne in der Nacht.
Bist du einsam und allein:
Wir sind hier – schalte ein!

Aus dem Song Rammlied.



MUSIK MACHEN

MUSIK EINFACH AM COPUTER MACHEN!

Schon mal daran gedacht, Musik zu machen?

Ich erkläre dir wie!
Vor zwei Jahren habe ich angefangen Musik zu machen, allerdings nur mit meinem kleinen Keyboard. Leider habe ich keine Möglichkeit gehabt, meine Musik aufzunehmen oder zu bearbeiten, bis mir meine Eltern zu Weihnachten eine Software gekauft haben, mit der man Musik machen kann. Diese Software heißt „FL Studio“. Seitdem ich diese besitze, mache ich die gesamte Zeit meiner Freizeit Musik am Computer. Meine Musik lade ich immer im Internet hoch. Ich werde öfters von anderen Musikern angeschrieben, ob wir mal einen Song zusammen machen könnten. Es macht richtig Spaß zusammen über das Internet mit Leuten Musik zu machen. Ich kann das nur jedem empfehlen!

Mit FL Studio sind sehr viele bekannte Lieder entstanden, z.B. das Lied “Animals” von Martin Garrix oder “Levels” von Avicii. Dieses Programm bietet sehr viele Möglichkeiten und ist auch für Anfänger leicht zu bedienen. Ich werde dir jetzt erklären, wie du einen kleinen Beat erstellen kannst. Ein Beat bzw. Beatmusik ist Musik, die mit Pop – und Rock – Instrumenten gespielt wird.

In FL Studio gibt es fünf wichtige Fenster, mit denen du arbeitest.
Eins davon ist der Browser (ein Suchprogramm für Dokumente oder sonstiges). Der Browser ist deine Datenbank. Dort findest du alle deine Samples und Plug-Ins (Plug-Ins sind Extras die man in einem Programm installieren kann). Öffnen kannst du deine ganzen Fenster oben an dem Shortcut Panel.

Abb. 1
„Shortcut Panel“

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Vom Browser ziehst du deine Sounds in den Patter hinein.
Patter, in Englisch „Muster“, sind Elemente oder Blöcke mit Instrumenten besetzt. Im Patter legst du deine Steps (mit Steps steuerst du deinen Rhythmus) oder deine Noten. Die Piano-roll (Fenster mit Notensteuerung) öffnest du, indem du wieder auf das Piano-roll Icon im Shortcut Panel klickst . Wie man schon vermutet, kannst du in deine Piano-roll die Melodien und Akkorde legen, die dann später im Patter angezeigt werden.

Abb. 2
Step-Sequenzer: Hier setzt du deinen Rhythmus und erstellst deinen Patter.

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Das nächste Fenster ist die Playlist. Dort baust du deinen Song mit den Patter auf. Du legst dein erstelltes Patter in die Playlist und drückst auf ,,Play”. Du kannst auch mehrere Patter erstellen und sie alle in die Playlist legen und so einen langsamen Aufbau des Songs erreichen.

Abb. 3
Playlist mit Songaufbau

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Das letzte Fenster ist der Mixer (die Instrumente werden verteilt und mit Effekten belegt). Für mich als Producer das Wichtigste, für Anfänger ist der Mixer allerdings noch unwichtig. Deine Samples und Plug-Ins kannst du dann alle einzeln in die Kanäle des Mixers legen und sie dann mit Effekten bearbeiten.

Abb. 4
Mixer: Soundverbesserung u. Effekte

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Wenn du auf einem Plug-In oder Sample im Pattern klickst, dann öffnet sich dort das Fenster „Channel Settings“. Oben rechts am Fenster befindet sich ein kleines Kästchen (s. Abb. 5). Damit kannst du deinem Plug-In oder Sample eine Nummer geben und dementsprechend wird das Plug-In oder Sample in einem Mixer Kanal eingeteilt.
Z.B. gibst du deinem Plug-In dort die Nummer 13, dann wird das Plug-In im Mixer Kanal Nummer 13 eingeteilt. Du kannst danach auf den Kanal 13 deine Effekte legen.

Abb. 5
„Channel Settings“

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Nun kennst du die wichtigen Fenster zu FL Studio und kannst anfangen, deinen eigenen ersten Song zu basteln! Wenn du mehr mit dem Programm arbeitest, dann wirst du bemerken, dass es ganz einfach aufgebaut und leicht zu verstehen ist.

Die Demoversion von FL Studio (kostenlos ohne Zeitbeschränkung Testen):
http://www.image-line.com/index.html
Mehr Tutorials zu FL Studio und den Kauf des Programms findest du auf:
http://www.image-line.com/flstudio/editions.php