Filmfestivals Berlin

Im Februar ist die Berlinale. Aber das ist nicht das einzige Filmfestival in Berlin…

Das Kurzfilmfestival LICHTSPIELE

Fyn und ich waren am Freitag im Auftrag von Digga auf dem Kurzfilmfestival “Lichtspiele”. Alle Filme, die vorgestellt wurden (es waren ungefähr 10) waren von Jugendlichen gedreht.
Am Anfang hatte ich nicht so große Lust, mich aus dem warmen Bett in die Kälte zu quälen, aber im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es sich gelohnt hat.

Die Filme, die vorgestellt wurden, waren sehr unterschiedlich.
Es waren einige sehr triste und bedrückende dabei, wie zum Beispiel “13 Minuten” oder “Rote Tränen”.

Den Film “13 Minuten” fand ich besonders gut gemacht. Im Vorspann wurden einige komplett verschiedene Dinge aufgelistet, was man alles in 13 Minuten machen kann – Nudeln kochen, sich schminken, Klavier spielen, usw. Dann startete der Film erst richtig und man sah Szenen, wo ein Mädchen gemobbt wurde. Dann ein Schnitt, und eine Hand, die eine Tür öffnete. Man wusste noch nicht, von wem die Hand war. Die Hand hielt eine Pistole, hob sie und… plötzlich war alles schwarz. Dann sah man die 13 Schüler einer Klasse tot am Boden liegen. Das war das Ende. Als Abspann erschien die Liste vom Vorspann noch einmal, doch da, wo vorher das “usw.” gestanden hatte, stand nun als letzter Punkt, was man alles in 13 Minuten tun könnte: 13 Menschen ermorden. Dieser Film hat mich sehr mitgenommen, aber auch beeindruckt.

Ein Kurzfilm, der mir auch mit am besten gefallen hat, hieß, wie schon oben genannt, “Rote Tränen”. Ich hatte mir schon vorher gedacht, dass nun vielleicht ein nicht unbedingt so heiterer Film kommen würde. Ich lag richtig. Da ich jetzt nicht den ganzen Inhalt wiedergeben will, sage ich dazu nur, dass ich es besonders gut gelungen fand, wie man durch die vielen Rückblenden, die man durch den Schwarz-Weiß-Effekt gut erkennen konnte, langsam, Stück für Stück, die Vorgeschichte versteht.

Sonst gab es noch mehrere komplett andere Filme, zum Beispiel eine Art Dokumentation über Wahrnehmungstraining. Das Thema und die Idee fand ich sehr interessant, aber es war meiner Meinung nach ziemlich langweilig umgesetzt, weil manche Szenen einfach zu lang gezeigt wurden.
Es wurde auch noch ein anderer meiner Meinung nach sehr merkwürdiger Film gezeigt, in dem es um Schüler geht, die auf Geisterjagd gehen. Dazu erklingt “Thriller” von Michael Jackson, was die Situation ins Lächerliche zieht, aber irgendwie war es auch witzig.

Aber der Film, den ich eigentlich am besten fand (wenn man das aufgrund der unterschiedlichen Arten und Themen überhaupt sagen kann), war der Film “Lydia“. Er kam ganz am Ende und war wirklich anders, als alle Filme, die wir davor gesehen hatten. Er zeigte – wenn auch vielleicht leicht überzogen – die Welt der heutigen Jugendlichen. Die Oberflächlichkeit, das ganze Leben in den sozialen Netzwerken, und wie man sich gar nichts mehr zu sagen hat, weil man außer online gar nichts mehr richtig erlebt. Und wie man sich irgendwann verzweifelt ins Feiern stürzt. Das klingt jetzt eigentlich ziemlich ernst, aber das war der Film eigentlich nicht, jedenfalls nicht nur. Das hat mir auch besonders gut gefallen, denn die meisten anderen Filme waren eher ernst. Doch die leider ziemlich realistischen, aber auch sehr lustigen Dialoge haben mir sehr gut gefallen und ich musste mehrmals laut lachen. Die Darsteller haben zum Teil komplett aneinander vorbei geredet, weil sie einander gar nicht mehr zugehört haben und sowieso noch halb bekifft waren von der letzten Party.

Wenn ich jetzt wieder darüber nachdenke, ist es eigentlich schon traurig, dass die Welt offenbar so wird, vielleicht nicht ganz so extrem, aber in die Richtung schon. Als Fyn und ich am Ende der Veranstaltung noch Zuschauer zu ihrer Meinung zu den Filmen befragt haben und auf diesen Film zu sprechen kamen, wurde ich als Jugendliche gefragt, ob das denn wirklich so sei, wie im Film beschrieben. Zum Glück konnte ich sagen, dass es übertrieben dargestellt wurde. Trotzdem fand ich auch diesen Film sehr beeindruckend.

Insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen und ich ging voller neuer Eindrücke aus der UFA-Fabrik.

 
…und denkt daran: Bald ist Berlinale und auch wir werden dabei sein mit unserem alljährlichen Volltreffer-Spezial “Bärenstark”! Nicht verpassen!

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