Irgendwas mit Medien – Die TINCON 2016

3-D-Drucker, kämpfende Roboter und jede Menge Winkekatzen konnten am vergangenen Wochenende (27-29.5.2016) auf der ersten teenageinternetwork convention, kurz TINCON, bewundert werden. Journalisten, YouTuber, Aktivisten, Musiker und Forscher vermittelten ihr Wissen auf verschiedenste Art und Weise an Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren. Erwachsene mussten draußen bleiben. Ich war zusammen mit Béla und Linus natürlich auch dabei und möchte euch ein kleinen Einblick geben.

Die TINCON ist nicht mit einer Veranstaltung wie dem Videoday zu vergleichen. Hier können Jugendliche etwas lernen und das ist definitiv spannender, als irgendwelchen total abgehobenen YouTubern hinterher zu rennen. Kommunizieren konnte man dabei nicht nur vor Ort, sondern auch über die TINCON-App. Für die 25 Euro, die das gesamte Event kostete, konnten Jugendliche  interessante Workshops besuchen und spannenden Vorträgen lauschen.

Ein gutes Beispiel dafür war die Präsentation von Thilo Kasper, namens „Evil Memes – Die dunkle Seite der Macht“. Ich hatte bis zu diesem Vortrag nie darüber nachgedacht, dass die lustigen Bilder von fremden Leuten, die auf sämtlichen sozialen Netzwerken zu finden sind, natürlich auch reale Personen zeigen. Man macht sich heutzutage keine großen Gedanken darüber, was man postet und welche Folgen das womöglich haben kann.
Auch der Vortrag von Oguz Yilmaz, einem ehemaligen Mitglied des YouTube Comedytrios Y-Titty, über die Reichweite und die mit einhergehende Verantwortung seitens der YouTuber, war sehr interessant. Sowohl die guten, als auch die schlechten Seiten der Vernetzung durch das Internet und der weltweiten Kommunikation darüber, wurden aufgezeigt.
Der Berliner Aktivist Raul Krauthausen pimpte seinen Beitrag zum Thema „Hate Speech“auf eine ganz besondere Art: Er suchte im Publikum nach den kreativsten Schimpfwörtern und brachte mich, sowie fast alle Zuschauer zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Auch Ralph Caspers war dabei. Endlich konnte ich mal einen meiner größten Kindheitshelden treffen!

Das ist, was die TINCON will: Wissen vermitteln. Dieser Wissensaustausch findet nicht nur zwischen „Speaker“ und Besucher, sondern auch unter den Besuchern selbst statt. Eine Convention, bestehend aus medienbegeisterten Jugendlichen, war für mich jedenfalls der beste Ort, um neue Kontakte zu knüpfen. Es gab eine Art Verbundenheit untereinander, weil die gleichen Interessen geteilt wurden. Wir alle wollen „irgendwas mit Medien machen“, wir alle mögen Winkekatzen und wir alle wollen dazulernen. Es war dabei sehr angenehm, ausnahmsweise nicht von 15.000 (wie auf den Videodays), sondern nur von ein paar hundert Leuten umgeben zu sein. Es war immer genug Zeit für Fragen, ob auf oder neben der Bühne.

Auch die Workshops waren sehr interessant, ich meine, wer wollte nicht schon mal in einem Virtual Reality Kino sitzen, einen kleinen Zeichenroboter bauen oder seine selbstentworfene Brille mit einem 3-D-Drucker drucken? Es war wirklich gut organisiert, geplant und auf die Zielgruppe abgestimmt. Ich durfte auch die Bekanntschaft mit einigen Mitgliedern des Jugendrates machen, der ebenfalls aktiv bei der Planung mitgewirkt hatten. Endlich mal ein Event, bei dem die Zielgruppe mitbestimmen konnte!

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Kaddi, ich und andere tolle Leute in einem lustigen Bus.

Mein persönliches Highlight war der Auftritt der YouTuberin Coldmirror (auch häufig Kaddi genannt), die sich, zusammen mit Batz (ebenfalls YouTuber; arbeitet bei Moviepilot), den teilweise sehr lustigen Fragen ihrer Community stellte. Auch danach wuselte sie noch auf dem Gelände herum, machte ein paar sehr witzige Fotos mit uns und bewies, dass es immer noch Leute gibt, die sich nicht vor der Kamera verstellen. Kaddi ist einfach eine verdammt lustige und liebe Person. Bitte sei nächstes Jahr wieder dabei und mach bis dahin, genauso wie bisher, einfach dein Ding!
Zum Schluss nochmal großen Dank an die Organisatoren, die wunderbare Moderatorin und an alle die bei dieser Veranstaltung mitgewirkt und sie besucht haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe einiges gelernt, ausprobiert und neue Freunde gefunden. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr mindestens genauso toll wird und dass noch mehr Leute die gleichen schönen Erfahrungen wie ich machen können!

 

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