Spaziergang (Gedicht)

Fern von den Stürmen meiner Stadt
Ganz abseits, ganz weit fort –
Dort wo es manchmal windstill ist,
Dort, wo es nie rumort.

Da stehe ich, ganz mit mir allein –
Werd‘ ich jemals noch mal freier sein?
Ich kann alles tun, wonach mir beliebt,
Ich seh‘, was ich bin – Ein Mensch, der liebt.

Mein Leben wirkt schwer aus heutiger Sicht –
Aber in ein paar Jahren denk‘ ich das nicht.
Endlich die Pläne, endlich die Chance!
Endlich ein Licht – La fète commence!

Die Arbeit wird leichter, so schwerer sie fällt –
Ich komme voran, weil niemand mich hält.
So frei wie der Wind, so war ich noch nie;
Doch so will ich leben, in Harmonie.

Wie werd‘ ich’s gestalten, wenn es funktioniert?
Wie wohl mein Umfeld drauf reagiert?
Sie lachen wahrscheinlich weiter darüber –
Ich will’s ignorieren, doch schaue nicht drüber…

So sehr sehn‘ ich mich nach dort zurück,
Wo Städte auf ewig lärmen.
Denn da kann ich sein, wer ich wirklich bin,
Und kann von der Freiheit sterben.
Ich brauch‘ nicht zu tun, was mir beliebt –
Ich bin nicht viel mehr als ein Mensch, der liebt.

 

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