“Wer mich toleriert, den toleriere ich auch.”

Um einmal zu sehen, was überhaupt Homosexuelle von dem Adoptionsrecht und der gleichgeschlechtlichen Ehe halten und was dabei zu beachten wäre, habe ich ein Interview mit Maikel (36) geführt. Er lebt zusammen mit seinem Partner Sascha (31).

Laura: Was haltet ihr von dem Adoptionsrecht? Sollte das durchgesetzt werden und wenn, unter welchen Bedingungen?
Maikel: Ich persönlich bin dafür. Natürlich sollten einige Vorraussetzungen da sein, dass das Kind eine venüftige Basis dafür hat, aufzuwachsen. Es sollte nicht zu locker sein. So ein Kind ist ja kein Spielzeug, das man irgendwie in die Ecke stellt, wenn man es nicht mehr braucht. Egal, ob das jetzt gleichgeschlechtlich oder bei Mann Frau lebt, es muss eine Basis, eine bestimme Sicherheit vorhanden sein. Es ist ja kein Gegenstand, wenn man keine Lust mehr hat, dann kann man das nicht mehr zurückschicken.
Laura: Nochmal zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe: Seid ihr dafür oder dagegen? Wie könnte man das womöglich durchsetzten?
Maikel: Das man da heute noch drüber diskutieren muss empfinde ich als totalen Qutasch. Soll jeder machen, was er will. Ich lebe nach dem Motto: “Wer mich toleriert, den toleriere ich auch.” Ich toleriere eigentlich alles und man sollte auch sowas wie uns tolerieren. Das man da überhaupt noch einen Unterschied macht, in der heutigen Zeit… Es tut ja einem keiner was. Ich finde das total überflüssig. Ich meine, es ist ja schön, dass man die Lebenspartnerschaft hat, damit auch der Partner in gewissen Punkten nicht nur abgesichert ist, sondern auch eine Art Auskunftsrecht hat, wenn der andere Partner mal sehr krank ist. Zum Beispiel, wenn jetzt Paare über mehrere Jahrtzehnte miteinander leben und der eine von einem geht, dass der Andere auch erbberechtigende Ansprüche haben kann. Das sollte man endlich mal aufbrechen, egal ob es dann Christen, Katholiken oder irgendwas anderes gibt. Das man da überhaupt noch einen Unterschied macht, finde ich sowas von überflüssig.

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