Lesezeit 3:30 min

Wie jedes Jahr ist natürlich auch auf der 71. Berlinale unser Bärenstark-Team mit am Start. Wir waren in der Sektion Generation unterwegs, um das eine oder andere Interview zu führen, aber auch natürlich um uns die Filme anzuschauen. Heute geht es um den Film “Beans”, der sogar eine Auszeichnung gewonnen hat. Tracey Deers Spielfilmdebüt beruht auf ihren eigenen Erinnerungen und wahren Begebenheiten.

Worum geht es im Film?

Der Film erzählt die Geschichte eines Mädchens namens Tekahentahkhwa, doch alle nennen sie Beans. Sie lebt gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Ruby und ihren Eltern in einem Reservat im kanadischen Quebec. Beans trägt dort zahlreiche Konflikte aus, traut sich allerdings nur selten ihre Meinung zu vertreten. Das ändert sich, als es in einem benachbarten Reservat zu einem schnell eskalierenden Streit kommt, weil ein Friedhof entweiht werden soll, um dort einen Golfplatz zu bauen. Ehe sich Beans versieht, ist sie mittendrin in dem als Oka-Krise bekannten Konflikt. Sie lernt neue Freunde kennen und begibt sich auf den Weg der Selbstfindung und des Erwachsenwerdens.

Was erwarten die Zuschauerinnen und Zuschauer vom Film und wie gefällt ihnen die aktuelle Berlinale?

Viele der Zuschauer sind nicht das erste mal bei der Berlinale mit dabei und finden, dass diese trotz der Pandemie ein voller Erfolg ist. Die Veranstalter haben sich große Mühe gegeben alles so aufzubauen, damit es den “normalen” Umständen entspricht, sagt zumindest der Praktikant Ben. Auch die diesjährige Kinderjury kann sich nicht beschweren, laut ihnen herrscht eine ganz entspannte Stimmung und die Freiluftkinos seien eine gelungene Abwechslung.

Der Film punktet mit einer sehr spannenden Beschreibung, sagte Sausan, eine Zuschauerin des Films und sie sei schon ganz neugierig ihn jetzt endlich gucken zu können. Auch andere Zuschauer haben aufgrund der Auszeichnung hohe Erwartungen an den Film.

Kinderjury: Warum wurde der Film ausgezeichnet? 

Die Mitglieder der Kinderjury Generation Kplus – Aaron Julius Marx, Jarik Konstantin Richter, Nola Strunk – vergeben den gläsernen Bären, für den Film Beans von Tracey Deer aus Kanada. Laut der Jury hat der Film aufgrund der wahren Begebenheiten stark beeindruckt und die Geschichte ging ihnen sehr nahe. Besonders die Schauspieler wurden in emotionalen Momenten ausgezeichnet in Szene gesetzt, sagten die drei. Die gute Darstellung des leider noch immer vorhandenen Rassismus und Kolonialismus in der Welt wurde ebenfalls sehr gelobt, da der Film zum Nachdenken anregt.

Fazit 

Es war ein sehr bewegender und emotionaler Film, der die Auszeichnung auf jeden Fall verdient hat. Besonders die politische Seite spielt im Film eine wichtige Rolle, die mit zahlreichen Archivaufnahmen verdeutlicht wird. Jedoch ist der Film noch vielseitiger. Denn hier geht es um mehr: um Selbstbehauptung und Selbstbewusstsein eines jungen Mädchens in einer teilweise sexistischen Gesellschaft. Aber eben auch einer Mohawk in einer rassistischen Welt. Beans ist auf der Suche nach dem Richtigen, um Widerstand zu leisten und sich selbst zu behaupten. Im Film entwickelt sie sich von dem anfangs schüchternen kleinen Mädchen immer mehr zu einer starken und selbstbewussten Frau, die eigene Entscheidungen treffen kann. Klar wählt sie dabei zuerst nicht immer den richtigen Weg, aber aus seinen Fehlern lernt man. Ich glaube, gerade die jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauer konnten sich in einer gewissen Weise in ihr wiederfinden.

Natürlich hatten wir auch bei diesem Film wieder Kamera und Mikro dabei, um euch auf die Berlinale mitzunehmen:

Ein Beitrag von Lara

FacebookTwitterPinterestGoogle +Stumbleupon
Written by Digga-Redaktion