Schuhe im Gras neben Gänseblümchen

Corona Shutdown: Zuhause rumlungern und quasi nichts tun. Darf ich präsentieren: Mein Alltag Quarantäne seit 7 Wochen als Schülerin und trotz alledem kann man ein kleiner Held sein.
Nicht nur in Bezug auf die Infektionszahlen, sondern auch in Bezug auf mehr Nachhaltigkeit können wir Vieles aus dieser Zeit lernen 

Fabriken arbeiten nicht mehr, die Leute fahren aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht mehr so viel mit dem Auto und das macht sich erheblich im Klima sichtbar. Die Luftqualität auf der ganzen Welt verbessert sich: Der Himalaya in Indien wird seit 30 Jahren wieder sichtbar und L.A. gehört zu einer der saubersten Städte.  

Ich persönlich, wie denke ich auch viel andere, habe in dieser Zeit gemerkt, da ich öffentliche Verkehrsmittel momentan eher meide, dass auch vieles mit dem Fahrrad machbar ist.  Man ist umweltfreundlich unterwegs, es macht Spaß und man bewegt sich sogar noch an der frischen Luft, statt im stickigen Zimmer zu sitzen und abzuchecken, welche Serie man als nächstes auf Netflix durchsuchtet.  

Mensch sitz aus einer Wiese neben einem Fahrrad

mit dem Fahrrad die Natur erkunden

Ernährungsgewohnheiten umstellen

Kurz mal shoppen oder mit den Freunden Essen gehen ist gerade nicht. Stattdessen kann man sich mal bewusst mit seinem alltäglichen Konsum auseinandersetzen, diesen hinterfragen und sich Gedanken darüber machen, was man wirklich braucht, um glücklich zu sein.
Da meine Eltern glücklicherweise noch arbeiten, habe ich durch meine Faulheit mir selbst Fleisch zuzubereiten herausgefunden, dass ich auch gut mit weniger Fleisch auskomme und es mir reicht 1-2 Mal pro Woche Fleisch zu essen.  

Yogurt mit Erd- und Himbeeren

Lecker Obst

Jeden Mittwoch findet bei uns im Ort der Wochenmarkt statt, wo Gemüse und Obst zwar etwas teurer ist, aber gut, um die lokalen Bauern zu unterstützen.
Kleiner Tipp am Rande für Nachhaltigkeit beim Einkaufen: immer eine Einkaufsliste vorher schreiben, dann kommt man nicht in Versuchung übermäßig viel zu kaufen, was man gar nicht braucht.
Regionales Einkaufen ist wiederum auch nachhaltig und mal ehrlich, außer für Essen und andere Kleinigkeiten geben wir doch gerade bei geschlossenen Läden, Kinos, und sonstigen Ausgehmöglichkeiten nicht mehr Geld aus, als vor der Pandemie, also wieso nicht in gutes, regionales Essen investieren?  

Tisch mit Essen

Grillen geht auch vegetarisch und mit Gemüse aus der Region

Konsumverhalten überdenken

Zudem habe ich gemerkt, dass ich um glücklich zu sein, übertrieben gesagt nicht jede Woche neue Klamotten, Bücher und co. brauche, sondern es gut auch mal mit den Dingen geht, die ich schon habe.
Apropos Dinge, die ich schon habe…Brauche ich die wirklich alle?

Klamottenstapel

einfach mal ausmisten

Gerade jetzt, wo man doch schon ein bisschen mehr Zeit hat als sonst, kann man sich damit beschäftigen und anfangen auszumisten. Jeder kennt es doch, Sachen die schon jahrelang in irgendeiner Schublade rumliegen und noch nie angerührt wurden. Nachhaltig? Naja, dem Klima schaden sie nicht, wenn sie nur herumliegen, aber vielleicht freut sich ja jemand anderes darüber und kauft die Sache dann second-hand bei dir ein (z.B. über Kleiderkreisel oder eBay) und nicht aus einer Ladenkette. So ist dem Klima schon ein klein wenig auf die Sprünge geholfen.  

Einfach selber machen

Außerdem würde ich sagen: Quarantäne macht kreativ. Viele Dinge kann man auch selber machen oder wiederverwerten, statt sie neu zu kaufen. Ob aus alten T-Shirts Masken zu nähen oder umweltfreundliches Spülmittel aus Efeu selber machen, alles ist möglich. 

Nun ihr seht, um nachhaltiger zu leben, braucht es gar nicht so viel.
Tragen wir alle statt keinen, einen kleinen Teil dazu bei, sei es eine Bambuszahnbürste statt einer Plastikzahnbürste zu benutzen, feste Seife statt aus der Tube oder das Obst in Papier- statt Plastiktüten einzupacken, können wir gemeinsam Großes bewirken! 

Wildblumenstrauß

Text und Bilder: Lydia  

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Written by Digga-Redaktion