Fynn hält das ALEX Mikro einem großen, roten Berlinale-Bären hin.

Ich bin Fynn, 15 Jahre alt und mache aktuell mein Schülerpraktikum bei ALEX Berlin. 

Mir bot sich  die Möglichkeit auf mehrere Events der Berlinale gehen zu können und vieles erleben zu dürfen. Der erste Film bei dem ich selbst war, war  „Allons Enfants”. Bei dem Film geht es um eine Tanzschule in Frankreich. Als der Film zu Ende war habe ich mit zwei weiteren Leuten aus dem Alex Team Zuschauer:innen  interviewt, die ebenfalls sich den Film angeschaut haben. Das war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, da ich zum ersten mal richtig vor der Kamera stand und Menschen interviewt habe. Auch die Sichtweisen anderer haben mir nochmal geholfen den Film auf eine andere Art zu sehen. Ich beispielsweise habe ihn als oberflächlichen Jugend-Hip-Hop-Film empfunden, eine Zuschauerin allerdings eher als einen traurigen Film. Im Film gibt es eine Mutter die eine bipolare Störung hat und Alkoholikerin ist. Der Sohn leidet darunter sehr. So etwas ist mir erst nach dem Gespräch aufgefallen. Am Ende haben wir dann noch die Abmoderation und meine Bewertung zu Film aufgenommen.

Auch am Sonntag waren wir im nächsten Film. Diesmal schauten wir uns  „The Hill of Secrets” an , welcher in Südkorea spielt. Bei der Geschichte geht es um ein Mädchen, welches viele Probleme mit ihren Eltern hat. Diesmal stand ich hinter der Kamera und hatte die Verantwortung für Bild und  Ton.  Und obwohl mir das ein oder andere mal noch etwas geholfen werden musste, fand ich, dass es relativ gut lief. Tatsächlich konnten wir auch ein Interview mit der Regisseurin des Films führen. Da sie aber nur Koreanisch konnte, war uns die Dolmetscherin eine  große Hilfe. Sie hat uns alle Antworten und Fragen übersetzen können. Auch mit der Dolmetscherin durften wir tatsächlich ein schnelles Interview führen.

Das waren die beiden Tage an denen ich bei Filmen dabei war. Ich kann sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat sowohl vor, als auch hinter der Kamera zu stehen. Zu den Herausforderungen vor der Kamera zu stehen gehörten, immer so gut wie möglich klar und deutlich zu sprechen. Außerdem musste ich einmal auf Englisch sprechen, da die Interviewten kein Deutsch sprechen konnten. Da das mein erstes mal war (konkretisieren!), war ich die meiste Zeit sehr aufgeregt und musste mich darauf fokussieren, was ich sagte. Hinter der Kamera zu stehen war eine Herausforderung, weil man immer relativ viel einstellen musste, damit man ein gutes Bild hatte. Auch wenn mir das ein oder andere mal geholfen werden musste, denke ich, dass ich es letztendlich ganz gut meistern konnte. Auch wenn es mir schwer fällt zu entscheiden, ob ich lieber vor oder hinter der Kamera stehe, denke ich, dass ich, vor allem was Interviews angeht, lieber vor der Kamera stehe.

Mein letzter Dreh im Rahmen der Berlinale fand bei dem Projekts Berlinale Talents statt. Dort hatte ich das große Vergnügen in das Studio des Projekt gehen zu können. Die Leiter von Berlinale Talents sprachen mit vielen jungen Regisseur:innen und anderen jungen Filmschaffenden über mögliche Projekte, die sich mit Netflix verwirklichen könnten. Dies zu beobachten war sehr spannend, zumal ich selber irgendwann mal Regisseur oder allgemein Filmschaffender werden möchte. Aus den Gesprächen konnte ich ziehen, was wichtig ist zu beachten wenn man selber ein Film machen möchte.

Zusätzlich konnte ich die Moderatorin interviewen, welche sehr nett zu mir war und erklärt hat, wie es ist zu Moderieren und wie man sich dazu überwinden kann vor der Kamera zu stehen. 

Fynn und Moderatorin AC Coppens sitzen nebeneinander in roten Sesseln. Im Hintergrund steht eine pink beleuchtete 20.

Für das Interview konnten die Moderatorin AC Coppens und ich auf “Berlinale-Talents”-Sessseln sitzen.

Außerdem konnte ich die Leiterin Christine Tröstrum sprechen und interviewen. Wir haben über die Gründung von Berlinale Talents gesprochen, und darüber weshalb dieses Projekt für junge Leute wichtig ist 

Fynn halt das Mirko zu Christine Tröstrum. Im Hintergrund steht eine lila angestrahlte 20.

Interview mit Christine Tröstrum.

Insgesamt waren also die letzten Tage im Praktikum sehr spannend und haben mich stark bereichert. Ich konnte viele neue Leute kennenlernen und in die Filmwelt eintauchen. Zusätzlich hat es mir geholfen zu sehen, was ich vielleicht in der Zukunft mal werden möchte. Mein Praktikum geht nun noch ein wenig mehr als eine Woche und ich hoffe ich kann weitere spannende Sachen erleben. 

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Written by DIGGA-Redaktion