Internationale Kurzfilmfestivals

DIGGA war bei interfilm, dem internationalen Kurzfilmfestival  und bei  KUKI dem internationalen Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche.

Kurzfilme sind wie Kurzgeschichten. Ein paar eindrucksvolle Bilder, die mit wenigen Worten auskommen, aber trotzdem eine komplexe Handlung oder sonst eine bestimmte Atmosphäre ausdrücken – und dann ein oft plötzliches, manchmal schockierendes, aber auf alle Fälle überraschendes Ende, das alles, was man vorher gesehen hat, in ein ganz neues Licht rückt.

Die Kurzfilme aus aller Welt werden in Originalsprache gezeigt, entweder untertitelt oder, für die kleinen Gäste, von Sprechern eingesprochen. Interfilm feierte dieses Jahr sogar einen Besucherrekord: 21.000 Besucher konnten in verschiedenen Kategorien ihre Filme sehen und im Anschluss direkt ihre Fragen stellen, denn die Filmemacher waren mit vor Ort im Kino.

Die Filme, die uns am Samstag gezeigt wurden, standen unter dem Motto „Confrontation“. Der Zuschauer wurde also regelrecht konfrontiert mit sozialen sowie gesellschaftspolitischen Themen wie Kinderarmut, Flucht und Pädophilie. Doch nachdem man sich dann in kürzester Zeit so intensiv mit solch schwierigen Themen auseinandergesetzt hatte, begann schon der nächste Film und man wurde mit einer solchen Wucht in die neue Thematik hineingeworfen, wie man aus dem letzten Film hinausgeschleudert wurde.

Die Filme haben uns alle auf ihre Art und Weise beeindruckt und waren ausnahmslos toll gefilmt. Mit einem Kopf voller neuer Bilder und Gedanken verließen wir das Babylon Kino.

 



Lichtspiele Festival 2016: Das Berliner Jugendfilmfestival

Das Lichtspiel Festival ist ein Filmfestival, bei dem Kinder und Jugendliche ihre selbst gedrehten Filme einreichen und dann von einer Jury bewerten lassen können. Die Gewinner bekommen natürlich auch Preise. Es gibt zwei Kategorien: U16= unter 16 Jahren und Ü16= über 16 Jahren. Das heißt, der erste, zweite und dritte Platz wird zweimal vergeben.

Geschichte des Lichtspiel Festivals

Das Lichtspiele Festival wurde früher nur im John Lennon Gymnasium veranstaltet, 2012 wollte sich das Organisationsteam sich nicht auf eine Schule beschränken, sondern ganz Berlin mit einbeziehen.

Um das Festival auf eigene Beine zu stellen wurde im September 2012 der Verein ,,Lichtspiele e.V .“ gegründet. Am 20 Oktober 2013 fand im UCI Colosseum das erste eigenständige Filmfestival statt.

Das Lichtspiele Festival fand im City Kino in Berlin-Wedding statt. Wir sahen wir uns zuerst ein paar Ü16-Filme an, leider hatten wir die U16 Filme verpasst. Nach ein paar Ü16-Filmen gab es eine Pause. Die Zuschauer gingen raus an die Bar oder setzten sich hin und unterhielten sich. Das war unsere Gelegenheit, Jury-Mitglieder, Teilnehmer, Zuschauer oder die Veranstalter nach einem Interview zu bitten. Ein Interview, das uns beeindruckt hat, war mit Kindern, die ca. 6 bis 9 Jahre alt waren und den Film ,,El Penalthy“ produziert hatten.

Podiumsdiskussion

Parallel zu den Ü16-Filmen fand eine Podiumsdiskussion über Schauspieler und Regisseure statt. Es war sehr interessant, als die Schauspieler über ihr Leben redeten, wie sie darauf gekommen sind, Schauspieler zu werden, oder mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen haben. Außerdem wurde auch viel darüber diskutiert, was die Kinder oder Jugendliche sich unter dem Beruf “Schauspieler” eigentlich vorstellen und was man alles braucht, um einen guten Filmen zu produzieren.

Auswertung der Filme

Dann, als die Podiumsdiskussion und die Ü16-Filme vorbei waren, wurden die Gewinner bekannt gegeben. In der Kategorie U16 wurde der Film „Fluchtwege“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet, „Neue Heimat Berlin- die Turnhalle“ mit dem zweiten und „El-Penalthy“ mit dem dritten Preis. Bei der Kategorie Ü16 wurde der Film „Latrop“ erster, „Wer wenn nicht wir“ zweiter und „Aus dem Leben eines Nichts“ dritter.

Nach der Auswertung der Filme war das Lichtspiele Festival vorbei. Dennoch blieben viele Leute und unterhielten sich über die Filme, welche Erfahrungen gemacht wurden, oder was die Gewinner nun mit dem Preisgeld vor haben. Erst, als es dann schon dunkel war, gingen auch die Letzten nach Hause.

 

 



INSIDE IS- das Theaterstück zum Buch

Basierend auf dem Reisebericht von Jürgen Todenhöfer, führt das Kinder- und Jugendtheater Grips ab dem 12.10.2016 das Stück INSIDE IS auf.

 

Jeder von uns hat schon mal über den Islamischen Staat nachgedacht, jeder fragt sich, warum man nach Syrien reist, warum man dort tötet, vielleicht sogar stirbt. Alle diese Fragen beschäftigen auch Yüksel Yolcu. Nach einer einjährigen Recherche hat der Grips– Regisseur hat seine Fragen und Gedanken nun in sein neustes Werk einfließen lassen. Jürgen Todenhöfer, ein ehemaliger CDU/CSU- Bundestagsabgeordneter, legt mit seinem umstrittenen Buch “INSIDE IS” den Grundstein für das Theaterstück. In seinem Roman dokumentiert der Journalist seine Interviews mit deutschen Islamisten, die er zum Teil via Skype, aber auch während seines zehntägigem Aufenthalts in Mossul, der Hauptstadt des sogenannten Kalifats, persönlich führte. Die dadurch erhalten Eindrücke und Ideologien werden auch im Theaterstück widergespiegelt. Wir haben uns INSIDE IS angesehen und  ein Interview mit der Theaterpädagogin Ellen Uhrhan geführt.

Das Werk beginnt mit einem salafistischen Aufruf dreier Hassprediger, die sich mit anderen Vertretern des Islam eine verbale Auseinandersetzung über die Bedeutung des Dschihad liefern. Dann wechselt das Bild und wir sehen einen Imam, der im Gefängnis mit einem der Protagonisten spricht. Zwei weitere Hauptfiguren treffen wir in der nächsten Szene: Es sind Frederic und Jürgen Todenhöfer, gespielt von Patrik Cieslik und Christian Giese. Frederic stellt uns seinen Vater vor und wir erfahren, wie schlecht es mit der Recherche zum Buch vorangeht. Dann hat Frederic eine Idee und bringt das gesamte Stück in Fahrt. Fabian, eine weitere Hauptfigur, ist in Syrien als Märtyrer gestorben. Während des Theaterstücks werden seine Eltern vom Imam interviewt. Sie können sich nicht erklären, wann und warum sich Fabian radikalisiert hat und treffen damit genau auf die wichtigste Frage hinter dem gesamten Stück. Frederic und Jürgen Todenhöfer machen sich währenddessen an die Umsetzung von Frederics Plan und stoßen auf die anderen Protagonisten: Fabian, den Zurückgekehrten und ein deutsches, zum Islam konvertiertes Mädchen. Die fünf teilen sich ein Taxi. Es ist der erste und letzte Auftritt des Mädchens, ihr Ende bleibt offen.

Meiner Meinung nach ist Yüksel Yolcus neustes Theaterstück mehr als nur gelungen. Es spiegelt die meisten Fragen wieder, die ich mir in Bezug auf den sogenannten Islamischen Staat stelle und ist brillant umgesetzt. Ich kann INSIDE IS nur empfehlen.



Aus die Maus: Neues aus dem GRIPS-Theater

Während der großen Zaubershow rumpelt und klirrt es im Backstage. Dann schiebt eine kleine, heruntergekommene Frau einen Wagen beladen mit all ihren Habseligkeiten über die Bühne und ist auf einmal Teil der Vorführung. Wie ist sie dort hingekommen? Und ist das alles Teil des Theaterstücks oder bringt sie mit ihrem plötzlichen Erscheinen tatsächlich das Konzept durcheinander?

„Aus die Maus“ heißt das neue Theaterstück des GRIPS-Theaters Berlin, das am kommenden Donnerstag seine Premiere feiert. Es handelt von der obdachlosen Kippe, die bis dahin unbemerkt im Theater wohnte und eines Morgens nur versehentlich auf die Bühne stolpert – und das ausgerechnet während einer Vorstellung des Zauberkünstlers Magic Maus.
Dabei ist das Szenario gar nicht so unwahrscheinlich, denn im Theater Podewil, in dem auch die Vorführung stattfindet, lebte tatsächlich mehrere Wochen lang eine Frau, ohne dass jemand etwas davon mitbekam. Georg Piller sah sofort die tolle Geschichte hinter diesem Umstand und holte sich mit Nadja Sieger, die selbst eigentlich als Clown auf der Bühne zu sehen ist, eine würdige Regisseurin an seine Seite. Mit nur zwei Schauspielern, einem einzigen Spielort und dafür unendlich vielen Komplikationen, Missverständnissen und lustigen Zufällen inszenierte sie das ganze Stück.

Regine Seidler (links) als Kippe und Frederic Phung als Maus auf der Bühne

Regine Seidler (links) als Kippe und Frederic Phung als Maus auf der Bühne

Spannend ist, dass die Kinder im Publikum nicht nur zuschauen, sondern in die Vorstellung mit eingebunden werden. Das wird spätestens klar, als die obdachlose Dame Kippe, gespielt von Regine Seidler, mitten im Publikum Platz nimmt und das Gespräch mit den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern sucht.
Das Fehlen der imaginären „vierten Wand“ macht die Vorstellung sehr lebhaft und realistisch, andererseits auch wirklich schwer zu planen. „Kippe wird darauf reagieren. Alles, was in diesem Raum passiert, wird automatisch Teil der Vorstellung“, weiß auch Nadja Sieger, die sehr gespannt auf den Verlauf der Generalprobe und die Reaktionen der Kinder war.

Kippe lebt als Obdachlose im Theater

Kippe lebt als Obdachlose im Theater

Permanent gestört durch die Frau, die unvermittelt auf der Bühne stand und so ganz andere  Ansichten hat, hat Schauspieler Frederic Phung die Mauseschnauze voll. Er zieht seine Maske ab, ist mehr er selbst als Schauspieler oder Maus, verlässt sogar den Saal, weil er nicht weiß, wie er seine nun ruinierte Vorstellung fortführen soll. „Ist das jetzt echt?“, hört man die Kinder einander zuflüstern.
So viel Komik um dieses ernste Thema, passt das denn zusammen?
Ja, und das sogar sehr gut. Wenn es zu traurig und schwer ist, dann hält man das nicht aus, dann schaltet der Zuschauer ab und sieht nicht weiter hin. Außerdem verliert man nicht unbedingt seinen Humor, bloß weil man sich vorübergehend in einer schwierigen Lage befindet. „Du hast immer noch alle Gefühle der Welt“, meint Nadja Sieger dazu.
Sie und ihr Team haben sich viele Gedanken zu dem Thema gemacht, mit Obdachlosen geredet und sie beobachtet. Die Figur der Kippe ist aus dieser intensiven Recherche entstanden und echten wohnungslosen Menschen nachempfunden. Man weiß nie, wie sie auf etwas reagiert. Mal schreit sie herum, dann ist sie niedergeschlagen und traurig, prustet im nächsten Moment los vor Glück. Das steht ganz im Gegensatz zu dem in der Regel ruhigen, gefassten Maus, der ein Träumer ist und an seiner Vorstellung festhält, dass niemand obdachlos werden muss.

Maus ist ein Träumer

Maus ist ein Träumer

Durch diese Leichtigkeit, mit der das Thema Obdachlosigkeit bearbeitet wird, ist das Theaterstück auch für junge Menschen ab acht Jahren geeignet. Laut Statistik wird eines von 200 Berliner Kindern später einmal die Erfahrung machen, auf der Straße zu leben. Deshalb geht Obdachlosigkeit jeden etwas an und auch dieses Theaterstück ist nicht ausschließlich zur Unterhaltung gemacht, sondern lädt ebenfalls zur Auseinandersetzung und Diskussion ein.
Alle kleinen und großen Leute, die jetzt neugierig geworden sind und dieses spannende, tragisch-komische Kinder-Theaterstück auf keinen Fall verpassen wollen, sind herzlich dazu eingeladen, es sich selbst anzusehen. Die Premiere findet am Donnerstag, 22. September 2016 statt, weitere Termine können Sie dem Spielplan entnehmen.

Autorin: Ronja
Video: Linus und Luis



SMART SMARTER IFA

Die IFA Berlin öffnet vom 02.09.2016 – 07.09.2016 wieder die Tore für interessierte Besucher, Geschäftsleute und die Presse. Das diesjährige Motto: Smart, Smarter IFA. Denn in diesem Jahr liegt der Fokus auf dem “Smart Home”. Ziel ist es, alles im Eigenheim mit dem Smartphone steuern und kontrollieren zu können.

Die “Internationale Funkausstellung” ist jedoch nicht nur für Technik – Begeisterte aus aller Welt, es gibt auch im “Sommergarten” des Messegeländes eine Kulturmeile und mehrere Open-Air-Festivals mit Megastars, zum Beispiel Rea Garvey, Sido und vielen anderen Bands. Berlin wurde wieder zur Technikhauptstadt – mit Stars und Innovationen zum Anfassen.

Dieses Jahr reisten 1823 Aussteller zur Messe Berlin, um ihre Neuheiten und Produkterweiterung der Welt zu zeigen. 

 



Yalla Yalla-Festiwalla

Am Mittwoch den 6. Juli und Donnerstag den 7. Juli haben wir ( Linus, Ivo, Daniel und Mascha) das Festiwalla in der Reformationskirche in Moabit besucht.

Was wäre wenn Rassismus, Sexismus, Kriege, Terror verschwinden?

Das Festiwalla  bietet Theaterstücke einzelner Gruppen, sowie Workshops von, für und mit Jugendllichen. Veranstalter ist das Jugend Theater Büro in Berlin  , die sich beispielsweise für emanzipative Bildung einsetzen. Das Thema dieses Jahr ist: Himmel auf Erden? Glaube-Wissen-Widerstand. Es stellt sich die Frage was wäre, wenn Rassismus, Sexismus, Kriege und Terror nicht vorhanden wären? Hätten wir dann den Himmel auf Erden erreicht oder stehen wir dann wieder vor neuen Problemen?

Das Ziel der verschiedenen Theaterstücken ist, schwierige Themen, die Jugendliche beschäftigen, auf kreative und schauspielerische Art auf der Bühne zu präsentieren und somit die jeweiligen Ansichten darzustellen. Wir haben zwei Theaterstücke besucht, zum einem den Auftakt am Mittwoch Abend: „ Erinnern ist nicht genug“ und das Theaterstück: „Was glaubst du, Aischa?“ am Donnerstag.

Epstein als Vorbild

Hedy Epstein

Hedy Epstein Quelle: Common Dreams. Foto: Courtesy of Humans of St. Louis

Beim Auftakt sollte an die Friedenskämpferin Hedy Epstein erinnert werden. Epstein konnte als Jugendliche mit den sogenannten “Kindertransportern” vor den Nazis fliehen. Da sie im Mai 2016 verstarb und sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzte, wurde ihr im Rahmen des Festiwallas der Auftakt gewidmet. Das Jugentheater Berlin hat außerdem einen besonderen Bezug zu Epstein, sie konnten diese persönlich kennenlernen. Seitdem ist ihre Geschichte eine Inspiration für das Jugendtheater und ihre Stücke.

Die Erinnerung an Hedy Epstein war eine Mischung aus einem Film und einer Lesung. Es wurden Ausschnitte von dem Treffen mit Epstein gezeigt  und ausgewählte Seiten aus ihrem Buch vorgelesen, eine Band musizierte und einzelne Besucher erzählten emotionale Anekdoten über Hedy Epstein. Diese Anekdoten rührten sogar Zuschauer, die keinen direkten Bezug zu ihr hatten.

Es war ein ruhiger und emotionaler Einstieg in die aufregenden folgenden drei Tage.

Rassismus in der eigenen Heimat

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Quelle: Festiwalla

Am Mittwoch wurde das Theaterstück „ Was glaubst du, Aisha?“  in der Ufa Fabrik in Berlin aufgeführt. Dieses Stück wurde von dem Ensemble Theater X dargestellt.

Hauptprotagonistin Aisha hat mit Rassismus gegen ihren Glauben in ihrer Heimat (einer kleinen Stadt in Deutschland) zu kämpfen. Das besondere an dem Stück: Aisha wurde von mehreren Schauspielerinnen gespielt. Den Wechsel der Schauspielerinnen symbolisierte ein roter Schal. Diesen trug immer diejenige, die Aisha zum jeweiligen Zeitpunkt verkörperte. Eine der Aischa-Schauspielerinnen erklärte im Interview, dass der Wechsel zeigen sollte, dass Aischa nicht nur ein Einzelfall sei, sondern es vielen Menschen so gehe. Unter den Schauspielern des Ensembles befinden sich Menschen mit Flüchtlingshintergrund. Die Bühne in der Ufa Fabrik gab besonders ihnen, die teilweise von einer Abschiebung bedroht sind, eine Möglichkeit, ihre Sichtweise auf die sogenannte “Flüchtlingskrise” zu präsentieren.

Die Geschichte stellte tägliche Erfahrungen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland dar. Das Stück stichelte vor allem gegen die AfD:  Deutsche und Migranten stellten sich gemeinsam gegen die Partei. Dieses gemeinsame Kämpfen brachte die zwei verfeindeten Gruppen (Deutsche vs. Migranten) zusammen.

Auf dem Bühnenbild wurden Ereignisse der letzten Jahre dargestellt, wie zum Beispiel die Verbrennung der Moschee im Jahre 2014. Fakten wurden in Form eines Quizes auf der Bühne präsentiert, jedoch wurde das Publikum nicht mit einbezogen. Das erste Stück „Was glaubst du, Aisha?“  war ein ausdrucksstarker Einstieg in den Tag und wurde mit Standing Ovation gewürdigt. Das Ensemble X hat es  geschafft, das Thema Himmel auf Erden darzustellen und Glaube-Wissen-Widerstand miteinander zu verbinden.

“Wir sind gespalten in Muslime und nicht Muslime” Fazit von Aysima Ergrün, Regisseurin von  “Was Glaubst du Aischa”

Das Fazit sollten wir als Denkanstoß nehmen und die Lücke zwischen den zwei Gesellschaften schließen.

 



DIGGA auf der YOU 2016 – der dritte Messetag

Die YOU 2016 geht in die letzte Runde, und auch wir machen uns noch einmal gemeinsam mit der Redaktion von Jup! am Alex-Stand bereit. Denn auch heute wollen wir spannende Interviews führen, Aktionen ausprobieren und für euch berichten.

Am heutigen Sonntag steht für uns das Thema Sport im Vordergrund, denn an Aktivitäten hat die YOU einiges zu bieten. Wir treffen Basketballspieler, sprechen mit dem Präsidenten des Berliner Boxverbandes und setzen uns mit Inklusion im Sport auseinander. Besonders gut kommt aber das Lasergame bei uns an – eine Art Lasertag unter freiem Himmel. Bei unserem Wettbewerb im improvisierten escooter-Parkour zeigen uns zwei Experten sogar eine ganz neue Sportart.

All das konntet ihr live in unserem Stream mitverfolgen, der euch noch einmal zum Nachschauen zur Verfügung steht.

Für viele Besucher stand am heutigen Tag weniger das Thema Sport, sondern die YouTube-Area im Vordergrund. Einmal den Star aus dem Internet aus der Nähe sehen, ein Autogramm bekommen und vielleicht ein Foto machen – dafür bezahlen viele Jugendliche rund 20 Euro zusätzlich für ihren Eintritt. Wir haben in der Youtube-Halle mit Fans über ihre Idole gesprochen.

Das war’s mit unserer Berichterstattung von der YOU 2016 in Kooperation mit Jup! Berlin. Wir hatten viel Spaß beim Drehen, moderieren und interviewen – wir hoffen, wir konnten euch neugierig auf das nächste Jahr machen!

Euer DIGGA-Team!



DIGGA auf der YOU 2016 – Zweiter Messetag

Heute, am zweiten Tag der YOU, geht es uns vor allem ums Erleben – ums Ausprobieren, Eindrücke sammeln und aber auch um kritisches Hinterfragen.

Am meisten beeindruckt hat mich persönlich die Vielfalt der Dinge, die hier angeboten werden: Von Profamilia und Amnesty International über Schachorganisationen bis zur Bundeswehr ist alles dabei.

Mit der Zeit gewinnt man aber den Eindruck, die meisten Organisationen hier wollten lediglich Werbung für sich machen, sodass sich natürlich die Frage stellt, ob das noch der ursprüngliche Sinn der YOU ist.

Im Interview mit einem Soldaten der Bundeswehr sprachen wir auch darüber, aus welchem Grund sie hier vertreten sind. Hauptsächlich, sagt er, würden sie den Jugendlichen zeigen wollen, was sie zu bieten hätten. Was am Beruf des Soldaten für Jugendliche besonders reizvoll sei, sei die körperliche Ertüchtigung – man bleibe fit, bekomme dafür auch noch Geld und erweise dem Vaterland einen wichtigen Dienst.

Allerdings wirbt die Bundeswehr in ihren Kampagnen in erster Linie mit Letzterem und das auf eine Art und Weise, die mir persönlich ziemlich unsympathisch ist und die Bundeswehr in ein Licht rückt, das ich nicht gutheiße.

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Wir.Dienen.Deutschland. Bundeswehr-Slogan, der zu wünschen übrig lässt

Slogans wie „Wir. Dienen. Deutschland.“ oder „Wir. Dienen. Deutschen. Profiten.“ klingen für mich erst einmal sehr nationalistisch und ziehen dementsprechend wahrscheinlich nicht nur politisch neutrale, sportbegeisterte Menschen an, die nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anstellen sollen und sich deshalb für eine Karriere bei der Bundeswehr entscheiden, sondern auch den ein oder anderen Glatzkopf mit Springerstiefeln, der natürlich unbedingt sein geliebtes Vaterland verteidigen will. Dass Organisationen, die unter anderem eine solche Klientel beherbergen, auf einer Jugendmesse vertreten sind, die für Vielfalt und Toleranz steht, erachte ich als nicht sonderlich förderlich.

Nichtsdestotrotz sollte uns das nicht davon abhalten, die Veranstaltung zu genießen, absurde Dinge zu gewinnen, unnütze Werbegeschenke mitgehen zu lassen und sich noch den ein oder anderen Kugelschreiber der Grünen einzustecken. Wir haben auf jeden Fall viel Spaß und ihr könnt euch auf weitere Berichterstattung freuen!



DIGGA auf der YOU 2016 – der erste Messetag

Lifestyle, Jugendkultur und Spaß – Die YOU ist eine Spielwiese für Teenager und Jugendliche. Die Messe bietet neben Musik, Sport und Lifestyle auch ein breites Angebot zur Berufsvorbereitung. Der heutige Freitag, der Messeauftakt, und wird als “Schülertag“ beworben. Man könnte also annehmen, dass die Segmente Bildung, Karriere und Zukunft bei den Besuchern im Vordergrund stehen. Aber wie wollen die Schüler ihren Tag auf der YOU wirklich gestalten und welchen Einfluss haben ihre Lehrer dabei?

Alex ist zusammen mit seiner Klasse zur YOU gekommen und hat für seinen Besuch einen etwas weiteren Weg zurückgelegt.

 

Besucherin Ronja findet es schade, dass der Eintritt für die YouTube-Area extra berechnet wird. Die Tanz-Workshops haben ihr aber besonders gut gefallen.

 

Marcel allerdings freut sich schon darauf, wenn endlich wieder zurück nach Hause fahren kann. Er findet sich auf der YOU nicht zurecht und kann sich für keines der Angebote so richtig begeistern.

 

Lifestylemesse statt Museum – am Schülertag wird Klassenzimmer gegen Veranstaltungsgelände eingetauscht. Aber was macht ein Besuch auf der YOU zu einer guten Exkursion? Der Lehrer einer 9.Klasse erklärt, warum er gerade das Berufsbildungsangebot sinnvoll findet.

 

Verbrechensbekämpfung in den Messehallen – die Polizei Berlin ist mit einem Stand auf der YOU vertreten. Hier können sich die Besucher von einem Beamten “umlegen” oder die eingeschränkte Sehfähigkeit im alkoholisierten Zustand demonstrieren lassen. Daneben können sich Jugendlich über einen Berufseinstieg bei der Polizei  informieren.

Zu aktuellen Geschehnissen durften wir die Polizei aber nicht befragen.

 

Britta von der PETA-Jugendkampagne “PETA ZWEI” erzählt was es mit ihrem Stand auf sich hat: Hier kann man zum Beispiel eine Petition gegen den Verkauf von Tieren unterschreiben.

 

Jessica ist zwar auch mit ihrer Klasse auf der YOU, interessiert sich aber im Moment eher für den Swimmingpool im Sommergarten. Bei dem warmen Wetter ist es die perfekte Erholung von der warmen Hallenluft.

 

Im Außenbereich der YOU hat es sich Charmaine bequem gemacht – sie sticht mit ihrer knalligen Haarfarbe und dem starkem Make-up besonders heraus. Die YOU besucht sie, um einen speziellen Stand über Mangas zu sehen.

 

Aber nicht nur für Manga-Liebhaber, sondern besonders für YouTube-Fans ist die diesjährige YOU eine gute Anlaufstelle. Zwar wird für den Eintritt in den YouTube-Bereich ein Preisaufschlag berechnet, aber einzelne Stars kann man auch in den anderen Hallen begegnen. So wie zum Beispiel Maxim aus Neuss, der auf YouTube mit seiner Musik unter dem Namen “MaximNoise” bekannt geworden ist. Er wird zwar auch auf einer YouTube-Veranstaltung zu Gast sein, möchte aber nicht, dass seine Fans ausrasten und kreischen, wenn sie ihn sehen.

 

Hier kommt ihr zu unserem Beitrag, den Laura, Janusch und ich in Zusammenarbeit mit Kai, Niels, Hannah und Olivia von Jup! Berlin produziert haben:

Schaut auch in den nächsten beiden Tagen auf unsere Seite vorbei, um aktuelle Informationen und Beiträge von der YOU zu bekommen.

Plant ihr auch die YOU zu besuchen? Kommt beim Alex-Messestand in Halle 22a (Standnummer 147), wir freuen uns!



Neukölln ist SATT – 48 Stunden Kunst

Wir von DIGGA und Hörsturz haben letzten Samstag das 48 Stunden Neukölln Festival besucht. Die dreitägige Veranstaltung gibt es schon seit 18 Jahren in Neukölln, die mittlerweile zu einem der größten freien Kunstfestivals in Berlin herangewachsen ist.

Dieses Jahr steht das Festival unter dem Leitthema „SATT“, wodurch sich die ausgestellte Kunst mit davon abgeleiteten Themen wie „Hunger“, „Überfluss“ oder „Übersättigung“ beschäftigt. In den über 30 Positionen der zentralen Ausstellung wurde das Festivalthema von zahlreichen Künstlern umgesetzt und in Form von Bildern, visuellen und audiovisuellen Installationen sowie Kunstwerken ausgestellt. Auch gab es öfter Gelegenheiten der Selbstbeteiligung zum Beispiel durch Kaugummikauen, Leinwände Bemalen oder Sticker Aufkleben.

So haben wir ein paar Eindrücke aus den verschiedenen Ausstellungen, die über alle Neuköllner Kieze verteilt waren, sammeln können. Angefangen am zentralen Ausstellungsort, der SATT-Zentrale, hatten wir sogar öfter das Glück einige Künstler abzufangen und sie uns ihre Arbeit erläutern zu lassen. Diesbezüglich haben Samuel und Natalie mal nachgefragt.

Mariella und ich haben uns gemeinsam die Besucher auf dem Festival genauer angeschaut und versucht herauszufinden, welche Zielgruppe sich eigentlich für moderne Neuköllner Kunst interessiert.

Ein besonders interessantes Projekt fanden wir in der Ganghoferstraße von „Musé“. Dabei handelt es sich um ein Künstlerkollektiv, das Tagebucheinträge eines jugendlichen Flüchtlings in einer Rauminstallation verarbeitet hat. Die dunkle Stimmung im vernebelten Zimmer wurde von einer verzerrten Stimme, die seine Einträge vorgelesen hat, untermalt. Das Video mit der Künstlerin Halea dazu gibt es hier:

Zudem konnten wir mit dem Holländer Simon über seine Süßigkeitenausstellung reden, die eindeutig unseren Geschmack getroffen hat! Im Haus der Bildung in der Boddinstraße gab es eine interaktive Ausstellung unter dem Namen “Möchten Sie diesen Inhalt sehen?”, bei der es sich um ein Experiment handelt, das Phänomene in der heutigen beschleunigten Welt in einer verlangsamten Form darstellen soll. Vor Ort haben wir die Künstlerin Katarina zu ihrer Klangausstellung im Interview gehabt.
All das hat Linus natürlich mit der Kamera festgehalten, also schaut hier in den fertigen Videobeitrag von unserm Tag auf dem 48 Stunden Neukölln Festival rein!